In einer retrospektiven Kohorten-Studie des Beth Israel Deaconess Medical Center wurden 581 Patienten mit einer Polyneuropathie auf mögliche Vitamin-B12-Mängel untersucht. Vier Patienten hatten ein Vitamin-B12-Defizit, das als Konzentration kleiner als 240 pg/ ml definiert wurde. Außerdem wurden die Spiegel der Methylmalonsäure (MMA) bestimmt, die bekanntlich als Marker eines Vitamin-B12-Mangels gilt. Bei 32 Prozent der Polyneuropathie-Patienten waren die Konzentrationen der MMA-Spiegel erhöht. Eine Therapie mit Vitamin B12 führte zu einer subjektiven Verbesserung bei 67 Prozent der Patienten mit nachgewiesenen niedrigen B12-Spiegeln und bei 43 Prozent der Patienten mit einem erhöhten MMA-Spiegel. Eine unzureichende Vitamin-B12-Versorgung scheint also bei Patienten mit Polyneuropathie häufig vorzugliegen. Eine Therapie mit Vitamin B12 kann in vielen Fälllen eine Verbesserung der Symptomatik bewirken.

 

Referenz:
Nardin RA et al.: Vitamin B12 and methylmalonic acid levels in patients presenting with polyneuropathy; Muscle Nerve 2007 Jul 10

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