In einer Studie französischer Wissenschaftler an 498 Frauen in Seniorenheimen konnte nachgewiesen werden, dass eine niedrige Vitamin-D-Aufnahme das Risiko für die Alzheimererkrankung erhöht. In einer Untersuchung des Medical Centers in Minneapolis zeigte sich, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel bei älteren Frauen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Hirnleistungsstörungen und einem höheren Risiko für kognitiven Abbau assoziiert war. An der Studie nahmen 6257 ältere Frauen in Seniorenheimen teil. Bei einer Vitamin-D-Konzentration unter 20 ng/ ml kam es zu einer deutlichen Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit, wenn bereits vorher kognitive Störungen vorlagen.


Referenz:
MNT medicalnewstoday.com, 4 Dec. 2012: Link between vitamin D and women´s cognitive performance

Bei 549 Männern und Frauen in der Framingham Heart Study mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren wurden die Vitamin-B12-Konzentrationen bestimmt und der Mini-Mental-State-Test durchgeführt. Die Studienteilnehmer wurden in Abhängigkeit ihres Vitamin-B12-Spiegels in fünf Gruppen eingeteilt. Die Studienteilnehmer in den beiden Gruppen mit den niedrigsten Vitamin-B12-Konzentrationen zeigten einen signifikant beschleunigten kognitiven Abbau über einen Zeitraum von acht Jahren. Daraus folgt, dass nicht nur ein starker B12-Mangel die Hirnleistungsfähigkeit beeinträchtigt, sondern bereits ein leichter B12-Mangel.


Referenz:
ScienceDaily, 05. Dec. 2012: Mild Vitamin B12 Deficiency Associated With Accelerated Cognitive Decline

Schwedische Wissenschaftler verabreichten 285 Kindern mit grenzwertig niedrigem Geburtsgewicht von der sechsten Woche bis zum sechsten Monat entweder ein oder zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht eines Eisensupplements. Die Kontrollgruppe erhielt kein Eisen. Mit dreieinhalb Jahren wurden diese Kinder und 95 Kinder mit normalem Geburtsgewicht auf Intelligenz und Verhalten untersucht. Hinsichtlich der Intelligenz zeigten sich keine Unterschiede, aber bei Verhaltensprobleme wie ADHS war ein signifikanter Effekt der Eisensupplemente nachweisbar. Bei den Kindern, die kein Eisen erhalten hatten, zeigten 12,7 Prozent die Zeichen von Verhaltensproblemen, bei der Ein-Milligramm-Gruppe waren es 2,9 Prozent, bei der Zwei-Milligramm-Gruppe nur 2,7 Prozent. Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass eine frühe Eisensupplementierung bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht gesundheitliche Vorteile bringt.


Referenz:
ScienceDaily, Dec. 10, 2012: Iron supplements reduce ADHS in low birth weight infants

Bereits mehrfach wurde der Nutzen einer Supplementierung von Arginin und Citrullin bei der arteriellen Hypertonie nachgewiesen. Jetzt wurde die Wirksamkeit von Citrullin bei Patienten mit Herzinsuffizienz untersucht. 20 Patienten mit Herzinsuffizienz erhielten drei Gramm Citrullin pro Tag. Die Kontrollgruppe bestand aus 15 Patienten, die keine Supplementierung erhielten. In der Verumgruppe kam es zu einer deutlichen Verbesserung der Auswurfleistung der linken Herzkammer. Auch die Funktion der rechten Herzkammer wurde verbessert. Außerdem hatte Citrullin einen günstigen Effekt auf die Endothelfunktion, aber auch auf die NYHA-Klassifikation, d.h. der Schweregrad der Erkrankung wurde günstiger eingestuft.

 

Referenz:
Balderas-Munoz K et al.: Improvement of ventricular function in systolic heart failure patients with oral L-citrulline supplementation; Cardiol J. 2012; 19(6): 612-7

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