Antioxidantien 320Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle für die antioxidative Abwehr des Organismus. Übergewicht und der Alterungsprozess erhöhen den oxidativen Stress. Bei 94 Personen über 60 Jahre wurden die Antioxidantienaufnahme sowie der kognitive und funktionale Status ermittelt. Die Antioxidantienaufnahme bei den Studienteilnehmern lag unterhalb der empfohlenen Aufnahme, unabhängig von der BMI-Gruppe. Besonders ein niedriger Verzehr von Vitamin E, Selen und Beta-Carotin wurde beobachtet. Die Auswertung der Daten zeigte, dass die Zufuhr von Selen, Kupfer und Magnesium mit einem niedrigeren Risiko für kognitive und körperliche Störungen assoziiert war. Ältere Personen mit Übergewicht zeigten also höher Konzentrationen von oxidativen Stressmarkern, eine niedrigere Aufnahme von Antioxidantien und Gehschwierigkeiten.

Referenz:
Tavano-Colaizzi L, López-Teros M et al.: The consumption of antioxidants protects against cognitive and physical disabilities in aged with obesity; Nutr Hosp. 2018 Jun 22;35(4):811-819. doi: 10.20960/nh.1599.

Wissenschaftler aus Ägypten publizierten einen Übersichtsartikel zur bestehenden Fachliteratur über den Zusammenhang zwischen Depressionen und Folsäuremangel. In die Auswertung wurden acht Studien mit insgesamt 17.300 Studienteilnehmern einbezogen. Dabei zeigte sich, dass niedrige Folsäure- und B12-Spiegeln mit Depressionen assoziiert waren. Nach Meinung der Autoren gibt es eine starke Evidenz dafür, Folsäuresupplemente zur Prävention und Therapie von Depressionen einzusetzen.

Referenz:
Ahmad Sami A Himayda; Ahmed Fouzi Abdulkader et al.: The Correlation between Depression and Folate Deficiency; The Egyptian Journal of Hospital Medicine, Article 3, Volume 70, Issue 4, Winter 2018, Page 532-538

Aspartam ist ein Süßstoff, bei dessen Verwendung bereits über neurologische Störungen und Verhaltensstörungen bei Personen berichtet wurde. Zu diesem Thema publizierten Wissenschaftler aus Malaysia einen Fachartikel. Aspartam wird im Darm aufgespalten in die Aminosäure Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol. Aspartam könnte als chemischer Stressor wirken durch Erhöhung der Plasma-Cortisol-Spiegel, außerdem kann Aspartam die Zusammensetzung der Darmflora verändern. Die Autoren des Fachartikels kamen zu dem Schluss, dass die Aspartam-Metabolite Phenylalanin über eine Interaktion mit Neurotransmittern zu Störungen führt. Asparaginsäure würde als exzitatorischer Neurotransmitter wirken. Zusammen mit erhöhten Cortisolspiegeln und einer Darmdysbiose könnte dies also für die neurobiologischen Störungen bei Aspartamnutzung verantwortlich sein.

Referenz:
Choudhary AK, Lee YY et al.: The debate over neurotransmitter interaction in aspartame usage; J Clin Neurosci. 2018 Oct;56:7-15. doi: 10.1016/j.jocn.2018.06.043. Epub 2018 Jul 7.

Wissenschaftler aus Österreich bestimmten bei 78 Patienten mit Laktoseintoleranz und bei 160 Personen mit Laktosetoleranz die Plasmaspiegel von Homocystein, Folsäure und Vitamin B12. Bei den 78 Patienten mit Laktoseintoleranz hatten 22 Personen eine Majordepression und zeigten signifikant höhere Homocysteinspiegel und niedrigere Folsäurekonzentrationen im Vergleich zu den anderen 56 Personen ohne Depressionen.

In der Gruppe der laktosetoleranten Studienteilnehmer zeigte sich kein Zusammenhang. Depressive Personen mit Laktoseintoleranz hatten also signifikant höhere Homocysteinkonzentrationen und niedrigere Folsäurespiegel. Die Erkenntnisse dieser Studie legen nahe, dass es zwischen erhöhten Homocysteinkonzentrationen, Laktosemalabsorption und Depressionen einen Zusammenhang gibt.

Referenz:
Enko D, Meinitzer A et al.: Association between increased plasma levels of homocysteine and depression observed in individuals with primary lactose malabsorption; PLoS One. 2018 Aug 23;13(8):e0202567. doi: 10.1371/journal.pone.0202567. eCollection 2018.

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok