Uebergewicht 425

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes waren 2017 mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland übergewichtig. Als übergewichtig gelten Erwachsene mit einem Body-Mass-Index über 25. Der Anteil adipöser Menschen (BMI größer 30) betrug 2017 rund 16 Prozent. 62 Prozent der erwachsenen Männer in Deutschland waren 2017 übergewichtig, bei den Frauen waren es 43 Prozent.

Weltweit gibt es inzwischen mehr dicke als dünne Menschen. 1975 galten noch 105 Millionen Menschen als deutlich zu dick, 2014 waren es bereits 641 Millionen.

Das weltweit vermehrte Auftreten von Übergewicht und Adipositas spricht dafür, dass ungesunde Lebensstile wie hochkalorische Ernährung und körperliche Inaktivität sowie psychosoziale Faktoren sicher eine größere Rolle spielen als sogenannte “Adipositasgene“. Auch Faktoren wie ein hohes Angebot an preiswerten Lebensmitteln sowie eine weitgehende Technisierung im Alltag und im Beruf fördern natürlich die Entstehung von Übergewicht.


Übergewicht/Adipositas ist, in Abhängigkeit vom Ausmaß, ein Risikofaktor für

  • Insulinresistenz,
  • Hypertonie,
  • Typ-2-Diabetes,
  • Fettstoffwechselstörungen,
  • Arteriosklerose,
  • Nieren- und Gallensteine sowie
  • Hüft- und Kniearthrose.


Übergewichtige leiden meist an Mikronährstoffmängeln

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Übergewicht zwar die Folge einer zu hohen Kalorienzufuhr ist, letztere aber meist nicht mit einer hohen Mikronährstoffzufuhr einhergeht. Vielmehr sind Menschen mit Übergewicht bzw. Adipositas als Risikogruppe für Mikronährstoffmängel anzusehen. Das Phänomen  „Übergewicht und Mangelernährung“ wird in der Fachliteratur als “double burden“ bezeichnet.

Wie kommt es bei Übergewicht zu Mikronährstoffmängeln?

Häufig ist eine kalorienreiche Ernährung eher vitalstoffarm. Dazu kommt, dass die erhöhte Entzündungsaktivität bei Übergewicht die Aufnahme einiger Mikronährstoffe deutlich beeinträchtigt. Die Adipositas-assoziierten Stoffwechselveränderungen bedingen oftmals auch einen Mehrbedarf an Mikronährstoffen.


Spurenelemente am MeerSpurenelemente und Mineralstoffe bei Übergewicht

Eisenmangel bei Übergewicht

Die erhöhte Entzündungsaktivität bei Adipositas hemmt die Bioverfügbarkeit von Eisen. Erhöhte Konzentrationen von proentzündlichen Zytokinen führen zu erhöhten Konzentrationen des Eisenregulatorproteins Hepcidin, wodurch die Eisenaufnahme aus dem Darm vermindert wird. Bei übergewichtigen und adipösen Frauen war die Eisenaufnahme um ein Drittel verringert im Vergleich zu normalgewichtigen Frauen. Auch eine Verbesserung der Eisenverfügbarkeit durch Vitamin C ist bei Übergewichtigen deutlich weniger effektiv als bei normalgewichtigen Menschen.

Bei übergewichtigen Menschen ist deshalb eine Therapie mit Eisentabletten oft wenig effektiv.

Übergewichtige haben oft Zinkmangel

Ein weiteres wichtiges Spurenelement im Zusammenhang mit Übergewicht / Adipositas ist Zink. Eine Metaanalyse chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass bei übergewichtigen Kindern und Erwachsenen die Zinkkonzentrationen im Serum signifikant niedriger lagen als bei normalgewichtigen Kontrollpersonen. Zink spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung der Zytokin-Expression, es unterdrückt die Entzündungsaktivität und ist auch erforderlich für die Aktivierung antioxidativer Enzyme. Außerdem spielt Zink eine wichtige Rolle für den Lipid- und Glukosestoffwechsel.

Selenmangel und Übergewicht

Wissenschaftler aus dem Iran haben bereits 2008 publiziert, dass niedrigere Konzentrationen der Glutathionperoxidasen und niedrige Konzentrationen von Selen im Serum zur Entstehung eines metabolischen Syndroms beitrugen.

Chrom und Abnehmen

Auch Chrom hat einen gewissen Stellenwert bei der Behandlung von Übergewicht und Adipositas. Eine Metaanalyse von randomisierten klinischen Studien, die 2013 publiziert wurde, kam zu dem Ergebnis, dass eine Chrom-Supplementierung zu einer statistisch signifikanten Verminderung des Körpergewichts beitrug. Allerdings war dieser Effekt eher klein.

Bei Übergewicht auch auf den Magnesiumspiegel achten

Bei einer Ernährungsweise mit einem geringen Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten etc. tritt häufig ein Magnesiummangel auf. Eine geringe Magnesiumzufuhr erhöht das Risiko für das metabolische Syndrom. Bei Übergewichtigen ist eine Magnesium-Supplementierung meist sinnvoll zur Verminderung der Insulinresistenz und zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auch Calcium ist wichtig

Aus epidemiologischen Studien geht auch hervor, dass eine hohe Calciumaufnahme mit einem geringeren Auftreten von Übergewicht, Adipositas und Insulinresistenz assoziiert ist.


Vitamine und Übergewicht

Vitamin C in GranatapfelÜbergewicht erhöht Vitamin-B1-Bedarf

Vitamin B1 ist das wichtigste Vitamin im Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Wissenschaftler der Universität Glasgow publizierten einen Übersichtsartikel zur Rolle Vitamin-B1-abhängiger Enzyme bei Erkrankungen, die mit Übergewicht zusammenhängen. Durch eine höhere Kalorienaufnahme, die dann zwangsläufig zu Übergewicht führt, ist auch der Vitamin- B1-Bedarf erhöht. Bei höherer Kalorienzufuhr ist häufig von einer zu geringen Vitamin-B1-Aufnahme auszugehen. Der Vitamin-B1-Stoffwechsel ist auch eng mit dem Magnesiumsstoffwechsel verbunden. Ein kombinierter Vitamin- B1- und Magnesiummangel spielt eine wichtige Rolle für das Voranschreiten übergewichtsassoziierter Erkrankungen. Ein Vitamin-B1-Mangel kann relativ schnell auftreten, da der Organismus nur eine geringe Speicherkapazität für Vitamin B1 hat.

Für den Energiestoffwechsel ist Vitamin B2 wichtig

Vitamin B2 ist Ausgangssubstanz für die Coenzyme FAD und FMN, die an zahlreichen Stoffwechselreaktionen beteiligt und besonders auch für den Energiestoffwechsel wichtig sind.

Polnische Wissenschaftler haben 2017 publiziert, dass ein Vitamin-B2-Mangel die proinflammatorische Aktivität von Fettzellen steigern kann.

Übergewichtige sollten auf einen guten Vitamin-B3-Spiegel achten:

Vitamin B3 hat einen protektiven Effekt gegen die Entwicklung einer Arteriosklerose und eines Diabetes mellitus. Übergewicht/Adipositas begünstigt die Entstehung dieser Erkrankungen.

Vitamin B12 bei Übergewicht

Bei Patienten, die wegen massiven Übergewichts eine adipositaschirurgische Maßnahme durchführen ließen, wurden vor und nach der Operation häufig Vitamin-B12-Mängel festgestellt.

Ein Vitamin-B12-Mangel tritt oftmals nach längerer Einnahme von Metformin auf, einem Medikament, das sehr häufig zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Die Vitamin- B12-Aufnahme vermindert sich mit zunehmendem Lebensalter. Die Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin-B12-Mangel ist also bei älteren Menschen deutlich erhöht.

B-Vitamine allgemein bei Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmern mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Eine Studie mexikanischer Wissenschaftler hat ergeben, dass eine Biotin-Supplementierung eine Verminderung der Fettsäuresynthese bewirkte. Außerdem wurde eine Steigerung der Fettsäureoxidation nachgewiesen.

Vitamin C

Übergewicht / Adipositas ist, in Abhängigkeit vom Ausmaß, auch mit oxidativem Stress assoziiert. Vitamin C ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans. Bei entzündlichen Erkrankungen, d. h. auch bei Adipositas, ist der Vitamin-C-Bedarf erhöht. Vitamin C ist für die Carnitinsynthese erforderlich.

Durch einen Carnitinmangel kann es zu einer Einschränkung des Fettsäureabbaus kommen.

 

Vitamin A

Bei übergewichtigen oder adipösen Menschen wurden mehrfach niedrige Konzentrationen von Vitamin A festgestellt. Es zeigt sich auch eine negative Korrelation zwischen der Retinol-Konzentrationen im Serum und dem BMI sowie dem Taillenumfang.

Es gibt zunehmend Hinweise aus Studien, dass Vitamin A im Glukosestoffwechsel und für die Insulinsensitivität eine wichtige Rolle spielt.

Übergewichtige haben oftmals einen Vitamin-D-Mangel

Übergewichtige und adipöse Menschen haben ein hohes Risiko für eine Vitamin-D-Unterversorgung, da das Körperfett Vitamin D anreichert und sozusagen der Zirkulation entzieht. Deshalb ist bei Übergewichtigen im Vergleich zu Normalgewichtigen in der Regel eine deutlich höhere Vitamin-D-Dosis erforderlich, um einen ausreichenden Vitamin-D-Status zu erreichen. Vitamin D vermindert das Risiko für Atemwegserkrankungen, was gerade bei übergewichtigen Menschen besonders wichtig ist, da ein zu hohes Körpergewicht die Immunkompetenz verschlechtern kann.

 

Vitamin E und Übergewicht

Bei übergewichtigen oder adipösen Menschen sind auch die Vitamin-E-Konzentrationen oftmals zu niedrig.

 

Antioxidantien

Grundsätzlich spielen bei Übergewicht und Adipositas antioxidative Mikronährstoffe eine bedeutende Rolle, da ein Mangel an Antioxidantien Folgeerkrankungen von Übergewicht wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. begünstigen kann.



Aminosäuren andere Mikronährstoffe

 

N-Acetylcystein (NAC)

Wissenschaftler aus Südafrika publizierten einen systematischen Übersichtsartikel, der sich mit den Wirkungen von N-Acetylcystein (NAC) bei Adipositas beschäftigte. NAC hat einen günstigen Effekt bei zahlreichen Stoffwechselstörungen infolge Adipositas. Dazu gehören eine Verminderung der Entzündungsaktivität sowie eine Begrenzung oxidativer Schäden. Außerdem kann NAC eine Fettanreicherung verhindern und die Insulinsensitivität verbessern.

 

Warum Taurin bei Übergewicht wichtig ist

Die schwefelhaltige Aminosäure Taurin hat einen günstigen Effekt bei der Fettlebererkrankung, einer typischen Folgeerkrankung von Übergewicht / Adipositas. Taurin wirkt antientzündlich, antioxidativ, immunstimulierend, leicht blutdrucksenkend und cholesterinsenkend; alles Eigenschaften, die bei Übergewicht / Adipositas eine wichtige Rolle spielen.

Glycin 200Glycin bei Übergewicht

Die Aminosäure Glycin kann zu einer Verbesserung der Insulinsensitivität beitragen. Typ-2-Diabetes oder das metabolische Syndrom sind bekanntlich typische Folgeerkrankungen von Übergewicht / Adipositas.

Aus der Fachliteratur ist bekannt, dass ein Tryptophanmangel zu einem vermehrten Verlangen nach Kohlenhydraten führen kann, was natürlich die Entstehung von Übergewicht und Diabetes begünstigt.

Sowohl erhöhte wie auch verminderte Spiegel der verzweigtkettigen Aminosäuren können frühzeitig auf Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Übergewicht hindeuten.

Carnitin und Gewichtsreduktion

Carnitin ist ein Transportmolekül für langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien. Sehr häufig wird L-Carnitin als “Fatburner“ beworben. Fakt ist, dass allein durch die Einnahme von Carnitin keine Gewichtsreduktion zu erwarten ist, wenn nicht der Kalorienverbrauch erhöht und nicht die Kalorienaufnahme entsprechend vermindert wird. Es gibt aber Hinweise aus Studien, das Carnitin möglicherweise den Effekt einer Reduktionsdiät verbessern kann.

Coenzym Q 10

Coenzym Q10 ist ein wichtiges lipophiles Antioxidans und hat auch eine zentrale Bedeutung im Energiestoffwechsel. Bei einem Mangel an Coenzym Q10 kommt es zu einer mitochondrialen Dysfunktion, wodurch die Verbrennung von Fettsäuren ebenfalls beeinträchtigt ist.

Fazit:

Übergewicht und Mangelernährung hängen eng miteinander zusammen. Die Lebensmittel, die zum Übergewicht führen, sind reich an Energie und oft arm an Mikronährstoffen. Da Übergewichtige häufig auch verschiedene Diäten erprobt haben, ist davon auszugehen, dass durch einseitige Ernährung dann wiederum die Mikronährstoffversorgung beeinträchtigt wird. Gerade bei übergewichtigen und adipösen Menschen sollte also der Mikronährstoffstatus sorgfältig überwacht werden, da ein Mangel an Mikronährstoffen Folgeerkrankungen von Übergewicht wie z. B. Diabetes begünstigt und darüber hinaus auch eine Gewichtsreduktion erschwert.

 

Referenzen:

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Mikronährstoffanalyse bei Übergewicht

Für die Bestimmung des Mikronährstoffstatus bei übergewichtigen und adipösen Menschen eignet sich in besonderer Weise das DCMS-Stoffwechselprofil.  

 

 

 

Epilepsie 425

Epilepsie – allgemeines

Unter Epilepsie versteht man das wiederholte Auftreten von Anfällen, die Folge von synchronisierten anfallsartigen Entladungen von Nervenzellgruppen des Gehirns sind. Bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung tritt einmal im Leben ein epileptischer Anfall auf, bei rund 10 Prozent zeigt das EEG eine erhöhte Krampfbereitschaft. Von einer Epilepsie spricht man aber erst nach zwei Krampfanfällen, die durch keine äußerlichen Ursachen erklärbar sind. Epilepsien werden in fokale und generalisierte Anfälle unterteilt, was dann für die Arzneimittelauswahl eine wichtige Rolle spielt. Am häufigsten sind epileptische Anfälle ohne erkennbare Ursachen, was man dann als idiopathisch bezeichnet. Daneben können epileptische Anfälle auch symptomatisch als Folge verschiedener Erkrankungen auftreten, z.B. im Rahmen von Entzündungen, Hirntumoren, Unterzuckerung und vielem mehr.

Epilepsie: Auslöser sind Trigger

Epilepsien entstehen entweder durch eine krankhaft gesteigerte Erregung oder durch eine verminderte Hemmung der physiologischen Erregung. Die genauen Zusammenhänge zwischen einer Übererregbarkeit und epileptischen Krankheitsbildern sind noch unklar. Bekannt sind aber verschiedene Phänomene, die zu einer krankhaften Erregbarkeit beitragen, z.B. eine Veränderung der Funktion von verschiedenen Ionenkanälen sowie von Glutamat- und GABA-Rezeptoren.

Es ist bekannt, dass epileptische Anfälle durch verschiedene Faktoren, so genannte Trigger, ausgelöst werden können.

• Dazu zählen z.B.
• Unterzuckerung,
Erschöpfung,
• Schlafmangel,
• flackerndes Licht,
• emotionaler Stress,
• extreme Hitze oder Kälte
• Bestimmte Nahrungsbestandteile (Natriumglutamat, Aspartam oder Koffein)
• verschiedene Umweltgifte.
• und vieles mehr

 

Bei Epilepsie: den Mikronährstoff-Status regelmäßig überprüfen!

Bei Epilepsiepatienten sollte auf jeden Fall auf die Mikronährstoffversorgung geachtet werden. Mikronährstoffmängel können für die Entstehung epileptischer Anfälle eine wichtige Rolle spielen, da sie einen Einfluss auf verschiedene pathophysiologische und pathobiochemische Phänomene bei Epilepsien haben.

Zu erwähnen sind hier:
• oxidativer Stress,
• mitochondriale Dysfunktion,
• Hyperhomocysteinämie, erhöhte
• Entzündungsaktivität
• Elektrolytungleichgewichte.

Epilepsiemedikamente, so genannte Antiepileptika, gehören zu den Arzneimitteln, die am häufigsten zu Mikronährstoffmängeln führen. Dies dürfte auch ein Hauptgrund für die hohe Nebenwirkungsrate dieser Medikamente sein. Dies betrifft insbesondere Epilepsiemedikamente der älteren Generation.

 

Auf diese Mikronährstoffe sollten bei Epilepsie geachtet werden

Im Folgenden werden Mikronährstoffe vorgestellt, die für die Entstehung oder bei der Behandlung der Epilepsie eine wichtige Rolle spielen:

 

Vitamin D3

Vitamin D3 hat neben zahlreichen anderen Funktionen auch eine wichtige Bedeutung im Hirnstoffwechsel. Es fungiert im Gehirn als Neurosteroid, das über Vitamin-D-Rezeptoren verschiedene Hirnfunktionen beeinflusst. Gerade in den letzten Jahren wurden sehr viele Studien publiziert, die sich mit dem Thema Vitamin D3 und Epilepsie beschäftigen. Bereits vor Beginn einer epileptischen Behandlung sind die Vitamin-D3-Spiegel bei den Patienten niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen. Durch die Einnahme von Antiepileptika können erhebliche Vitamin-D3-Defizite auftreten, wobei die Abnahme des 25-(OH)-D3-Spiegels mit der Zeitdauer der Medikation korreliert. Auch bei Kindern, die mit Epilepsiemedikamenten behandelt werden, tritt ein Vitamin-D3-Mangel vermehrt auf.

Eine verminderte Knochendichte ist eine häufige Nebenwirkung der antiepileptischen Therapie. Hierfür spielt sicherlich die Verminderung des Vitamin-D3-Spiegels eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich sollte bei allen Epilepsiepatienten der Vitamin-D3-Status regelmäßig überprüft werden, auch bei den Patienten, die Antiepileptika der neuen Generation einnehmen.

 

Oxidativer Stress/ Antioxidantien

Oxidativer Stress kann mit einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Störungen in Verbindung gebracht werden, z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Tumorerkrankungen.

Das Gehirn ist wegen seines hohen Sauerstoffbedarfs besonders anfällig für oxidativen Stress. Die Epilepisien sind durch eine neuronale Übererregbarkeit charakterisiert, was einen vermehrten Energieverbrauch der Nervenzellen bewirkt. Dies führt zu einem vermehrten oxidativen Stress als Folge der Erkrankung. Epilepsie kann aber auch das Resultat von oxidativem Stress sein, z.B. durch Funktionsstörungen der mitochondrialen Atmungskette.

Bei Epilepsiepatienten bestehen also eine erhöhte Bildung von ROS und eine ausgeprägte antioxidative Imbalance. Die Antiepileptika der älteren Generation rufen oxidativen Stress hervor und beeinträchtigen im Vergleich zu den neueren Epilepsiemedikamenten die Lebensqualität von Epilepsiepatienten. Allerdings sprechen rund 30 Prozent der Patienten auf die neueren Antiepileptika nicht an, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die Medikamente zu einer verstärkten Bildung von Transportern führen, die dann die Ausschleusung der Medikamente beschleunigen. Dadurch wird natürlich die Wirksamkeit der antiepileptischen Therapie stark beeinträchtigt. Der Einsatz von Antioxidantien als Zusatztherapie kann wahrscheinlich die Wirksamkeit der Epilepsiemedikamente wieder verbessern.

Forscher aus Japan empfehlen die Bestimmung von reaktiven Sauerstoffmetaboliten, um die Sicherheit und Effektivität der neueren Antiepileptika zu überprüfen. Forscher aus Indien publizierten 2014, dass Epilepsiepatienten signifikant niedrigere Spiegel von Antioxidantien aufwiesen als entsprechende Kontrollpersonen.

Wissenschaftler aus Polen beschäftigten sich in einem Fachartikel mit der Frage, inwieweit Vitamin C bei der antiepileptischen Therapie eine Rolle spielen könnte. Vitamin C ist ein neuroprotektiver Faktor, der Zellmembranen stabilisiert und die Lipidperoxidation vermindern kann. Wissenschaftler aus dem Iran konnten nachweisen, dass die Zugabe von Vitamin E zu Antiepileptika die Kontrolle der Anfälle verbesserte und den oxidativen Stress reduzierte.

 

B-Vitamine/ Homocystein

Antiepileptika können verschiedene Mängel im Bereich der B-Vitamine auslösen. Hiervon ist auch die Folsäure betroffen. Über die Hälfte der mit Antiepileptika behandelten Patienten zeigten Störungen in der Folsäureversorgung. Allerdings ist zu beachten, dass eine hoch dosierte Folsäuresupplementierung (über ein Milligramm pro Tag) z.B. den Abbau von Phenytoin beschleunigte und dadurch die Wirksamkeit dieses Medikamentes abschwächen kann.

Die Einnahme von Antiepileptika vermag auch eine Hyperhomocysteinämie auszulösen, so dass sich bei Epilepsiepatienten auf jeden Fall die Kontrolle des Homocysteinspiegels empfiehlt. Homocystein ist ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen und besitzt bekanntlich ein beträchtliches neurotoxisches Potential. Homocystein ist auch an der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen und kognitiver Störungen beteiligt. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen begünstigen auch die Entwicklung von Knochenfrakturen, weil Homocystein den Knochenstoffwechsel stört.

Viele Patienten mit Epilepsie haben auch einen Vitamin-B6-Mangel. Es gibt auch eine seltene Stoffwechselerkrankung, die durch epileptische Anfälle bei neugeborenen Kindern in Erscheinung tritt, die so genannte pyridoxiabhängige Epilepsie. Zur Behandlung dieser Erkrankung ist eine lebenslange Therapie mit Vitamin B6 erforderlich.

Bei langer Therapie mit Antiepileptika kann auch ein Biotinmangel auftreten, weil verschiedene Antiepileptika den Biotinabbau beschleunigen können. Ein schwerer Mangel an Vitamin B1 kann bei Alkoholikern, aber auch bei nicht alkoholkranken Patienten, Krampfanfälle auslösen. Bei Epilepsiepatienten sollte also auch der Vitamin-B1-Status überprüft werden.

 

Mineralstoffe und Spurenelemente

Ein schwerer Magnesiummangel kann Krampfanfälle auslösen. Durch die Einnahme von Magnesium kann, zumindest in einigen Fällen, eine Reduktion der Anfallshäufigkeit resultieren.

Bei Epilepsiepatienten sind häufig auch Veränderungen der Konzentration der Spurenelemente nachweisbar.

Zink ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme erforderlich. In einer Studie ägyptischer Wissenschaftler konnte nachgewiesen werden, dass eine Zinksupplementierung einen schwachen günstigen Effekt bei Kindern mit hartnäckiger Epilepsie zeigte.
Bei Kindern mit Fieberkrämpfen wurden Zinkmängel nachgewiesen. Die Zinkkonzentrationen im Serum waren bei epileptischen Kindern unter medikamentöser Therapie niedriger als bei gesunden Kindern.

Selen ist ein wichtiges antioxidatives Spurenelement und generell von großer Bedeutung für den antioxidativen Schutz des Gehirns. Wie bereits erwähnt, spielt oxidativer Stress bei der Entstehung von Epilepsien eine wichtige Rolle, so dass es für eine Selensupplementierung bei Epilepsien plausible Gründe gibt.

Wissenschaftler aus Serbien bestimmten in Hippocampusproben von operierten Epilepsiepatienten verschiedene Spurenelemente und konnten nachweisen, dass diese im Vergleich zu Kontrollproben signifikant niedrigere Konzentrationen von Kupfer, Mangan und Kalium aufwiesen.

Andere Mikronährstoffe bei Epilepsie

Die Einnahme von Valproinsäure bewirkt ein Abfall der Plasmaspiegel an freiem Carnitin, da dieses Medikament zu einer vermehrten Ausscheidung von Carnitin führt und auch den zellulären Carnitinstoffwechsel beeinträchtigt.

Taurin ist eine Aminosäure, die im ZNS als Neuromodulator an Glycin- und GABA-Rezeptoren fungiert. In mehreren älteren Studien wurde eine Begleittherapie bei Epilepsie erprobt. Aufgrund der geringen Qualität dieser Studien ist aber derzeit noch keine abschließende Beurteilung über den Nutzen einer Taurintherapie bei Epilepsie möglich.

 

Referenzen:

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  • A. Bender, J. Rémi et al.: Kurzlehrbuch neurologie, 2. Auflage 2015, Urban & Fischer

 

Mikronährstoffanalyse bei Epilepsie

Der DCMS-Neuro-Check ist ein Basis-Check, auch bei Epilepsie. Weitere Einzelparameter runden diese Mikronährstoffanalyse bei Epilepsie sinnvoll ab. Gerne informieren wir Sie.

 

anaemie

 

Viele Menschen verstehen unter Anämie eine Verminderung der Zahl der roten Blutkörperchen. Dies ist aber nicht korrekt. Das maßgebliche Kriterium für eine Anämie ist die Hämoglobinkonzentration und die Konzentration des Hämatokrits, für die es alters- und geschlechtsspezifische Referenzbereiche gibt. Wenn die gemessenen Werte unterhalb des Referenzbereiches liegen, liegt eine Anämie vor.

Die Zahl der Erythrozyten, also der roten Blutkörperchen, korreliert nicht immer mit dem Hämoglobin (Hb) und ist deshalb kein empfindlicher Parameter für die Erfassung einer Anämie. Bei einer Eisenmangelanämie kann zum Beispiel die Zahl der Erythrozyten noch normal sein, bei bereits erniedrigtem Hb.

Über 80 Prozent aller Anämien werden durch einen Eisenmangel oder durch chronische Erkrankungen verursacht. Anämie ist keine Diagnose, sondern ein Symptom, deshalb muss immer die Grunderkrankung gesucht werden. Es muss aber auch die Versorgung mit Mikronährstoffen abgeklärt werden, weil Mikronährstoffe am Eisenstoffwechsel und an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt sind.



Eisenmangelanämie

Eine Eisenmangelanämie ist definiert als eine Anämie bei vermindertem Gesamteisenbestand im Körper. Hierbei ist sowohl das Hämoglobin wie auch die Ferritinkonzentration vermindert. Der Nachweis einer Eisenmangelanämie ist beweisend für einen Eisenmangel. Ein normales rotes Blutbild hingegen ist kein Beweis dafür, dass eine ausreichende Eisenversorgung besteht. Ein Eisenmangel ist sehr viel häufiger als eine Eisenmangelanämie und kann sich in vielfältigen Symptomen zeigen, wie zum Beispiel Hirnleistungsstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen, Energiemangel verminderte Immunkompetenz, Beeinträchtigung der Kollagensynthese und vieles mehr.

Ein Eisenmangel kann entstehen durch eine mangelhafte Eisenzufuhr, eine ungenügende Eisenresorption, einen gesteigerten Eisenbedarf sowie durch erhöhte Eisenverluste. Die häufigsten Ursachen für Eisenverluste in Deutschland sind gastrointestinale sowie urogenitale Blutungen. Frauen im gebärfähigen Alter haben natürlich infolge der Monatsblutungen ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel.

 

Anämie aufgrund chronischer Erkrankungen

Die zweithäufigste Anämieform nach der Eisenmangelanämie ist die Anämie bei chronischen Erkrankungen. Zu Letzteren zählen:

  • Infektionen,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • Diabetes mellitus,
  • maligne Erkrankungen.

Kennzeichnend für die Anämie bei chronischen Erkrankungen ist eine Störung der Bildung der roten Blutkörperchen durch proentzündliche Zytokine. Durch die Zytokine wird die Homöostase des Eisenstoffwechsels gestört. Eine Schlüsselrolle hierbei spielt das Hormon Hepcidin. Erhöhte Hepcidin-Konzentrationen vermindern die Eisenaufnahme im Darm und hemmen die Eisenfreisetzung aus verschiedenen Zellen, sodass insgesamt weniger Eisen für die Bildung roter Blutkörperchen zur Verfügung steht.

Megaloblastäre Anämie

Eine weitere Form der Anämie sind die megaloblastären Anämien, die durch einen Mangel an Vitamin B12 und/ oder Folsäure ausgelöst werden. Hierbei kommt es zu einer DNA-Synthesestörung und Kernreifungsstörung mit dem Auftreten sogenannter Megaloblasten. Diese sind ungewöhnlich große kern- und hämoglobinhaltige Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen.

 

Hämolytische Anämien

Außerdem gibt es hämolytische Anämien, bei denen die Überlebenszeit der roten Blutkörperchen bei gesteigertem Abbau verkürzt ist. Hämolytische Anämien können durch viele unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden, zum Beispiel durch Membrandefekte der roten Blutkörperchen oder durch physikalische und chemische Schäden. Zu erwähnen sind auch Medikamente oder krankhafte Immunprozesse.

 

  • Bei den meisten Anämien handelt es sich um eine erworbene Blutarmut.

  • Bei der Abklärung der Ursachen ist natürlich die Frage entscheidend, ob dem Organismus alle für die Blutbildung erforderlichen Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

  • Bei einer Eisenmangelanämie wird es natürlich in erster Linie darum gehen, den Eisenstatus zu verbessern. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass der Eisenstoffwechsel mit vielen anderen Mikronährstoffen zusammenhängt.         


 

Anämie: Welche Mikronährstoffe sind relvant?

Vitamine bei Anämie

Vitamin B2

Vitamin B2 spielt eine wichtige Rolle für die Bildung der roten Blutkörperchen. Vitamin B2 verbessert die Eisenaufnahme und die Mobilisierung von Ferritin aus verschiedenen Geweben. Wissenschaftler aus Australien und China fanden eine signifikante Interaktion zwischen Vitamin B2 und Eisenaufnahme. Bei einem niedrigen Vitamin-B2-Status war eine höhere Eisenaufnahme zur Vermeidung einer Anämie nötig.

Vitamin B6

Vitamin B6 ist für die Hämoglobinsynthese erforderlich. Ein Vitamin-B6-Mangel kann deshalb auch Ursache eine Anämie sein. Wissenschaftler aus Japan empfahlen bei Abklärung einer Anämie in der Schwangerschaft auch Vitamin B6 zu bestimmen.

Vitamin B12

Wie bereits erwähnt, ist eine megaloblastäre Anämie ein typisches klinisches Zeichen eines Vitamin-B12-Mangels. Eine Unterversorgung mit Vitamin B12 oder Folsäure führt zu einer verringerten Bildung von Tetrahydrofolsäure (THF), was zu einer Störung der DNA-Synthese und zur Bildung sehr großer roter Blutkörperchen führt.

Vitamin C

Auch Vitamin C spielt eine wichtige Rolle zur Vermeidung oder Behandlung einer Anämie. Es erhöht die Bioverfügbarkeit von Eisen aus Nahrungsmitteln. Vitamin C reduziert Eisen(III) zu Eisen(II), was die Eisenresorption aus dem Darm begünstigt.

Vitamin A

Auch Vitamin A hat einen Einfluss auf den Eisenstoffwechsel. 2018 wurde eine Metaanalyse über den Effekt einer Vitamin-A- Supplementierung auf den Eisenstatus publiziert. Die Metaanalyse zeigte, dass eine Vitamin-A-Supplementierung im Vergleich zu Placebo das Anämierisiko um 26 Prozent senkte und den Hämoglobinspiegel erhöhte. Allein eine Vitamin-A-Supplementierung kann also das Risiko für eine Anämie vermindern.

Vitamin D

In einigen Studien zeigte sich auch ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Eisenstatus. In einer US-amerikanischen Studie war ein suboptimaler Vitamin-D-Status mit einem erhöhten Risiko für einen Eisenmangel assoziiert. Forscher aus der Türkei fanden bei Kindern mit einer Eisenmangelanämie besonders häufig einen Vitamin-D-Mangel.
Türkische Forscher konnten auch nachweisen, dass ein Vitamin-D-Mangel der Mütter mit einem erhöhten Risiko für Eisenmangel oder Eisenmangelanämie bei ihren Kindern im Alter von 6 Monaten bis fünf Jahren assoziiert war. Vitamin D ist ein Regulatormolekül für den Hepcidinspiegel. Dadurch ist die Eisenaufnahme auch in einem gewissen Umfang abhängig vom Vitamin-D-Spiegel.

 

Spurenelemente bei Anämie

Zink

Zink ist ein sehr wichtiges Spurenelement und Cofaktor von über 300 Enzymen. Zink ist für die Hämbiosynthese erforderlich, dadurch besteht ein Zusammenhang zum Eisenstoffwechsel.
Wissenschaftler aus Guatemala publizierten im Oktober 2019, dass ein Zinkmangel mit Anämie bei Kindern assoziiert war. Wissenschaftler aus Ägypten fanden bei Patienten mit Eisenmangelanämie niedrigere Zinkkonzentrationen im Vergleich zu Kontrollpersonen. Tenor ihrer Publikation war, dass eine Kombination aus Eisen und Zink besonders bei Patienten mit schwerer epithelialer Dysfunktion einer Monotherapie mit Eisen vorzuziehen ist.

Kuper

Bei einer Anämie sollte auch an einen Kupfermangel gedacht werden. Kupfer wird für die Hämoglobinsynthese und für die Eisenoxidation benötigt. Ceruloplasmin enthält 80 bis 95 Prozent des Kupfers im Serum und ist notwendig für die Oxidation von Eisen(II) zu Eisen(III), wodurch Eisen erst transportfähig gemacht wird. Auch das Enzym Hephaestin ist kupferhaltig und wird für den Eisentransport im Darm benötigt.

Eisen

Da die Eisenmangelanämie die häufigste Anämieform ist, ist natürlich bei Anämien der Eisenstatus von größter Bedeutung. Ca. 750 Millionen Menschen weltweit leiden an einer Eisenmangelanämie. Rund 2 Milliarden Menschen sind von einem Eisenmangel betroffen. Ein normales rotes Blutbild ist also keinesfalls ein Ausschlusskriterium für einen Eisenmangel.
Ein sinnvoller Parameter zur Beurteilung des Eisenstatus ist der Ferritinwert, bei dem Konzentrationen von über 100 µg/Liter anzustreben sind. Der Ferritinwert als diagnostischer Marker der Eisenversorgung ist aber bei sogenannten Akutphasenreaktionen, d. h. Entzündungen und Infekten, nicht brauchbar, da Ferritin ein Akutphasenprotein darstellt. In diesen Fällen ist der lösliche Transferrinrezeptor der geeignete Messwert zur Beurteilung der Eisenversorgung.

Anämien bei chronischen Erkrankungen gehen meist mit einer erhöhten Entzündungsaktivität des Stoffwechsels einher, auch Hepcidin ist häufig erhöht. Deshalb ist eine orale Eisentherapie bei Anämien bei chronischen Erkrankungen oft unbefriedigend, da die Eisenaufnahme aus dem Darm deutlich reduziert ist. In diesen Fällen sollten Eiseninfusionen bevorzugt werden. Durch Eiseninfusionen ist auch eine sehr viel schnellere Besserung des Eisenstatus zu erreichen als durch eine orale Eisentherapie.

 

Aminosäuren bei Anämie

Glycin

Die Aminosäure Glycin ist eine Ausgangssubstanz für die Hämoglobinsynthese und auch Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion. Glutathion spielt für den intrazellulären Eisenstoffwechsel eine zentrale Rolle. Wegen seiner hohen Konzentration im Zellinneren ist Glutathion sozusagen der beste Ligand für zweiwertige Eisenionen.

Glutathion/ Cystein

Glutathion hat in den Erythrozyten eine herausragende Bedeutung. Es sorgt für die Aufrechterhaltung reduzierender Bedingungen. Glutathion reduziert reaktive Sauerstoffverbindungen. Glutathion reduziert Methämoglobin zu Hämoglobin.
Die Aminosäure Cystein ist eine wichtige Ausgangssubstanz für die Glutathionsynthese.

Histidin

Histidin ist aufgrund seiner chemischen Eigenschaften ein wichtiger Ligand für Metallionen und spielt deshalb für die Bindung von Eisen im Hämoglobinmolekül eine große Rolle.

­Prinzipiell kann auch eine reduzierte Verfügbarkeit der Aminosäuren eine Anämie begünstigen, entweder durch Beschleunigung des Erythrozytenabbaus oder durch eine Verminderung der Hämoglobinsynthese.

 

 

Bestimmung des Mikronährstoffstatus bei Anämie

Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Anämie-Patienten fehlen, ist eine Mikronährstoffanalyse notwendig. Auf der Basis der Laborwerte können dann dem Anämie-Patienten gezielt die fehlenden Mikronährstoffe zugeführt werden. Bei Anämie hat sich die Durchführung des Großen Eisenprofils bewährt. In dieser Mikronährstoffuntersuchung werden zahlreiche Mikronährstoffe und Eisenparameter bestimmt, die mit dem Eisenstoffwechsel in Zusammenhang stehen.

 

Referenzen:

  • Ömer Kartal, Orhan Gürsel: The association of serum vitamin D level with anemia and iron deficiency in preschool children; Haydarpasa Numune Medical Journal, Ahead of Print: HNHJ-48278 | DOI: 10.14744/hnhj.2019.48278•
  • Hisano M, Suzuki R et al.: Vitamin B6 deficiency and anemia in pregnancy; Eur J Clin Nutr. 2010 Feb;64(2):221-3. doi: 10.1038/ejcn.2009.125. Epub 2009 Nov 18
  • da Cunha MSB1, Campos Hankins NA et al.: Effect of vitamin A supplementation on iron status in humans: A systematic review and meta-analysis; Crit Rev Food Sci Nutr. 2019;59(11):1767-1781. doi: 10.1080/10408398.2018.1427552. Epub 2018 Feb 5.
    Kaymak Cihan M, Ünver Korğalı E et al.: Is there an association between vitamin D level and iron deficiency in children? Arch Argent Pediatr. 2018 Dec 1;116(6):e736-e743. doi: 10.5546/aap.2018.eng.e736.
  • Palacios AM, Hurley KM et al.: Zinc deficiency associated with anaemia among young children in rural Guatemala; Matern Child Nutr. 2019 Oct 8:e12885. doi: 10.1111/mcn.12885.
  • flexikon.doccheck.com: Glutathion

 

burnout 425

Seit vielen Jahren wird kontrovers diskutiert, welchen Krankheitswert ein Burnout-Syndrom hat. Häufig wird Burnout als reine Modeerscheinung angesehen oder aber als andere Bezeichnung für eine Stressdepression.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2019 Burnout klar als Syndrom definiert, das im Zusammenhang mit Belastungen bei der Arbeit steht. Burnout wurde von der WHO als Faktor eingestuft, der die Gesundheit beeinträchtigt. Allerdings wird Burnout nicht als eigenständige Krankheit anerkannt. Burnout wird in der neuen ICD-11 als Syndrom von chronischem Stress am Arbeitsplatz definiert, der nicht erfolgreich verarbeitet wird.


Dazu gehören drei Dimensionen:

  • ein Gefühl von Erschöpfung,
  • eine zunehmende geistige Distanz oder negative Haltung zum eigenen Job und
  • ein verringertes berufliches Leistungsvermögen.
                

Der Begriff Burnout soll ausschließlich im beruflichen Zusammenhang und nicht für Erfahrungen in anderen Lebensbereichen verwendet werden.

 

Körperliche Symptome bei Burnout

Neben den psychischen Faktoren können bei Burnout auch zahlreiche körperliche Symptome auftreten z. B.:

  • vermehrtes Schwitzen,
  • Muskelschmerzen,
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden,
  • Rückenschmerzen,
  • Magen-Darm -Beschwerden,
  • Tinnitus,
  • Verspannungen der Kaumuskulatur und vieles mehr.


Eine Burnout-Symptomatik kann auch eine Frühsymptomatik von körperlichen Erkrankungen sein, z. B.:

  • entzündliche Systemerkrankungen,
  • Eisenmangel,
  • Anämie,
  • Schilddrüsenunterfunktion und vieles mehr.

    Referenzen:
    • Spektrum.de, 21.05.2019: Burnout und was dahingerstecke
    • de.wikipedia.org: Burn-out
    • Spiegel.de, 27.05.2019: WHO definiert Burn-out erstmals als Syndrom

 

 

Burnout ist eine Stressfolgeerkrankung

Beim Endstadium des Burnouts, der Stressdepression, ist die Regulation des Stresshormonsystems gestört. Die Mehrzahl der Betroffenen zeigt beispielsweise eine erhöhte Konzentration der Stresshormone im Blut. Neben Veränderungen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) besteht auch eine Fehlregulation des vegetativen Nervensystems mit erhöhter Sympathikusaktivität.

 

Funktionen von Mikronährstoffen bei Burnout

Ein wichtiger Ansatzpunkt bei der Behandlung oder Prävention von Burnout ist die Sicherstellung einer guten Versorgung mit Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die körperliche und psychische Befindlichkeit des Menschen.

Bereits ein suboptimaler Mikronährstoffstatus kann zu komplexen Stoffwechselstörungen führen. Bei langanhaltendem Stress, der dann letztlich zu einer Burnout-Symptomatik führt, ist der Bedarf an Mikronährstoffen häufig erhöht - vor allem auch zur Begrenzung stressbedingter Gesundheitsrisiken.

Psychischer Stress kann zum Beispiel zu oxidativem Stress, zu erhöhter Entzündungsaktivität, zu Störungen des Immunsystems, zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vielem mehr führen. Bei einer Burnout-Symptomatik ist deshalb eine gezielte Supplementierung von Mikronährstoffen auf der Basis einer Mikronährstoff-Analyse sinnvoll und empfehlenswert.

Über die reine Nahrungsergänzung hinaus können Mikronährstoffe beitragen zu einer

  • Verbesserung der Stresstoleranz,
  • Steigerung der ATP-Synthese,
  • Verbesserung der psychischen Befindlichkeit
  • Verbesserung der Hirneistungsfähigkeit.

 

Erschöpfung ist eines der Leitsymptome von Burnout

Erschöpfung bedeutet Energiemangel. So ist bei allen Formen der Erschöpfung natürlich die Frage wesentlich, ob der Organismus überhaupt in der Lage ist, ausreichend Energie zu bilden. Eine wichtige Bedeutung bei Burnout oder Erschöpfung haben deshalb die Mikronährstoffe, die für die Mitochondrienfunktion benötigt werden.

 

Welche Mikronärstoffe bei Burnout hilfreich sind

Im Folgenden werden in Kürze verschiedene Mikronährstoffe vorgestellt, die einen starken Bezug zur Burnout-Symptomatik haben.

Aminosäuren bei Burnout

In Bezug auf die Burnout-Symptomatik sind besonders die Aminosäuren von Interesse, die im Neurotransmitterstoffwechsel eine Rolle spielen:

  • Aus Tryptophan entsteht der Neurotransmitter Serotonin, der maßgeblich die Stimmung und den Schlafwachrhythmus reguliert. Chronischer Stress führt zu einer Beschleunigung des Serotoninabbaus.
  • Aus Tyrosin entstehen die Katecholamine Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Eine Supplementierung mit Tyrosin kann die Stresstoleranz verbessern.
  • Glycin ist ein dämpfender Botenstoff mit beruhigenden und entspannenden Eigenschaften.
  • In einigen Studien konnte auch nachgewiesen werden, dass Lysin die Stresstoleranz und psychovegetative Stabilität verbessern kann, auch in Kombination mit Arginin.
  • Auch die schwefelhaltigen Aminosäuren Taurin und Cystein können bei einer Burnout-Symptomatik von Nutzen sein.

 

Mineralstoffe und Spurenelemente bei Burnout

  • Magnesium ist der Anti-Stress-Mineralstoff und kann einer Übererregung des Nervensystems entgegenwirken. Magnesium hat auch eine wichtige Bedeutung im Energiestoffwechsel.
  • Eisen ist ein Spurenelement mit sehr vielfältigen Eigenschaften. Es wird unter anderem auch benötigt für die Bildung von Nervenbotenstoffen und hat wichtige Funktionen im Energiestoffwechsel. Verschiedene Enzyme des Citratcyclus und Komponenten der Atmungskette enthalten Eisen. Durch eine gezielte Eisen-Supplementierung können häufig Erschöpfungs-symptome gut gebessert werden, was natürlich auch für Patienten mit Burnout wesentlich ist.
  • Auch Kupfer ist sowohl am Neurotransmitterstoffwechsel wie auch im Energiestoffwechsel beteiligt.
  • Zink ist Cofaktor von über 300 Enzymen, hat also sehr umfangreiche Funktionen im Stoffwechsel. Es ist wichtig für den Neurotransmitter- und Hormonstoffwechsel, die Immunkompetenz, den antioxidativen Schutz und vieles mehr. Ein Zinkmangel kann sich zum Beispiel auch in Form chronischer Müdigkeit zeigen, wie sie ja auch bei Burnout-Patienten häufig zu beobachten ist.
  • Chronischer Stress geht auch mit oxidativem Stress einher, was eine genügende Zufuhr antioxidativer Mikronährstoffe wie zum Beispiel Selen erforderlich macht.

 

Vitamine: ebenfalls wichtig bei Burnout

  • Vitamin B1 ist von zentraler Bedeutung für den Abbau von Kohlenhydraten und für den Energiestoffwechsel. Besonders wichtig ist Vitamin B1 für die Energieversorgung der Nervenzellen, da diese keine Fettsäuren verbrennen können. Der Organismus verfügt über keine nennenswerten Vitamin-B1-Speicher, so dass es relativ schnell zu einem Mangel kommen kann. Die ersten Anzeichen eines Vitamin-B1-Mangels sind Erschöpfung, Müdigkeit, Hirnleistungsstörungen und psychische Befindlichkeitsstörungen, also alles Symptome, die man gehäuft bei Burnout-Patienten beobachten kann.
  • Die Vitamine B2 und B3 spielen eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, insbesondere für die Funktionsfähigkeit der Atmungskette. Erschöpfung und Abgeschlagenheit sind häufige Symptome eines Vitamin-B2- und Vitamin-B3-Mangels.
  • Vitamin B6 hat eine wichtige Bedeutung im Neurotransmitterstoffwechsel und damit für die psychische Befindlichkeit. Gerade bei Burnout-Patienten ist von besonderer Bedeutung, mögliche Neurotransmitter–Dysbalancen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
  • Auch die Vitamine B12 und Folsäure sind am Neurotransmittermetabolismus beteiligt.
  • Vitamin C ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans und wirkt oxidativem Stress entgegen. Man kann davon ausgehen, dass Burnout-Patienten aufgrund ihres erhöhten psychischen Stresslevels auch an einem oxidativen Stress leiden. Vitamin C ist auch wesentlich für den Neurotransmitterstoffwechsel und ist auch für die Carnitin Synthese essenziell.
  • Vitamin D ist ein Prohormon, dass, wie man inzwischen weiß, für die Funktion aller Zellsysteme und Organe benötigt wird. Vitamin D hat auch eine wichtige Funktion für die Stimmung und psychischen Leistungsfähigkeit. Im Hinblick auf eine Burnout-Symptomatik ist erwähnenswert, dass Vitamin D in hoher Dosierung Ermüdungssymptome bei gesunden Erwachsenen besserte. Es ist bekannt, dass Vitamin D maßgeblich die Serotoninbildung im Gehirn reguliert.
  • Die Vitaminoide Carnitin und Coenzym Q10 spielen eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel. Carnitin und Coenzym Q10 haben sich aufgrund unterschiedlicher Ursachen bei Erschöpfungszuständen bewährt.

 

Mikronährstoffdiagnostik bei Burnout

Bei einer Burnout-Symptomatik sollte frühzeitig der Mikronährstoff-Status bestimmt werden, um vorhandene Mikronährstoffdefizite zu erkennen. Neben anderen Maßnahmen ist die Sicherstellung einer guten Mikronährstoffversorgung von zentraler Bedeutung für die Prävention und Behandlung einer Burnout-Symptomatik. Der DCMS-Neuro-Check hat sich bereits seit vielen Jahren bei Burnout bewährt.

 

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