Menopause 320Der Begriff „Wechseljahre“ umschreibt die mehrere Jahre andauernde Übergangsphase von der Zeit der Geschlechtsreife bis zur Postmenopause. Der Großteil der Frauen durchlebt das Klimakterium zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Die letzte Blutung im Zyklus der Frau wird als Menopause bezeichnet.

Kennzeichnend für das Klimakterium ist eine ständige Verminderung der Östrogenproduktion. Die typischen Beschwerden der Wechseljahre werden in erster Linie durch einen Mangel an Östrogenen ausgelöst, z. B. Hitzewallungen, Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen, Schleimhautveränderungen, prämenopausale Blutungsstörungen etc. Die nachlassende Östrogenproduktion führt auch zu einem erhöhten Verlust von Knochensubstanz, wodurch sich das Osteoporoserisiko im späteren Leben erhöht.
Bis zu 85 Prozent der Frauen in den Wechseljahren berichten von Hitzewallungen, 55 Prozent bereits vor dem Beginn der Menstruationsstörungen, die den Beginn der Perimenopause markieren. Bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden ist eine Hormonersatztherapie zwar die wirksamste Strategie, allerdings mit verschiedenen Risiken verbunden: Es gibt eine ganze Reihe von pflanzlichen Substanzen, die mit gutem Erfolg bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden können, z. B. Phytoöstrogene, Rotklee, Silberkerzenextrakt etc. Auch mit Hilfe von Mikronährstoffen sind die Wechseljahresbeschwerden in einem gewissen Umfang beeinflussbar, dazu im Folgenden verschiedene Erkenntnisse aus Studien...

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Zu diesem Thema publizierten polnische Wissenschaftler einen Fachartikel. Die Funktion des Nervensystems hängt von einer ausreichenden Versorgung der notwendigen Nährstoffe ab. Das Gehirn hat keine Möglichkeit, Nährstoffe zu speichern, sondern ist auf eine kontinuierliche Zufuhr von Nährstoffen angewiesen. Das Gehirn ist für den Organismus ein bevorzugtes Organ. Die Belieferung notwendiger Nährstoffe hat entsprechend für das Gehirn Vorrang. Das Gehirn kann gegebenenfalls auch die Reserven anderer Organe in Anspruch nehmen, was dann zu einer Schwächung der Organe führen kann. Der Verzehr von zu geringen oder zu hohen Mengen an Nahrung kann einen enormen Einfluss auf die mentale Verfassung des Menschen haben, da die einzelnen Nährstoffe signifikante Veränderungen in der Biochemie des Gehirns bewirken. Dies wiederum hat einen Einfluss auf Denkprozesse und auf das Verhalten.

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Eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen ist von grundlegender Bedeutung für eine normale Funktionsfähigkeit des Stoffwechsels und für die Gesunderhaltung des Organismus. Dies gilt uneingeschränkt für alle Lebensphasen. Besonders vulnerabel gegenüber Mikronährstoffdefiziten ist der heranwachsende Organismus. Es ist bekannt, dass Versorgungslücken mit Mikronährstoffen im so genannten 1000-Tagefenster, also von der Zeugung bis Ende des zweiten Lebensjahres, zu irreparablen Entwicklungsdefiziten führen.

Das menschliche Gehirn wächst besonders stark vom letzten Drittel der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres. In dieser Zeitspanne liegt der Schwerpunkt des Wachstums der Dendriten und der Ausbildung von Synapsen. Wenn in dieser Hirnentwicklungsphase ein spezifischer Mikronährstoff fehlt, z. B. Eisen, Vitamin B12, Vitamin D, Jod und viele andere, kommt es zwangsläufig zu einer Störung der strukturellen Entwicklung des Gehirns. Die kognitiven Defizite bestehen meist lebenslang und können unter Umständen erheblich die persönliche und berufliche Entwicklung eines Menschen beeinträchtigen.

Die Entwicklung des Gehirns ist natürlich mit dem zweiten Lebensjahr nicht abgeschlossen, sondern setzt sich bis ins frühe Erwachsenenalter fort. Das Frontalhirn ist die Hirnregion, die am längsten für eine volle Ausreifung braucht. Das Frontalhirn ist verantwortlich für komplexere kognitive Funktionen wie Planung, Entwicklungsstrategien, Problemlösung etc. Zeitliche Schwerpunkte für die Entwicklung des Frontalhirns sind der Zeitraum von der Geburt bis zum zweiten Lebensjahr, vom siebten bis zum neunten Lebensjahr und im mittleren Teenageralter. Daraus ergibt sich auch, dass Mikronährstoffmängel nicht nur die kognitive Entwicklung von Kleinkindern beeinträchtigen können, sondern auch von Schulkindern und Jugendlichen.

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