Allergien Pollen 320Etwa jeder dritte Deutsche entwickelt im Laufe seines Lebens eine Allergie. Allergische Erkrankungen werden nach Aussagen des Leiters der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) auch nachweislich häufiger. Die Raten nehmen in ganz Europa zu, wobei im Gegensatz zu früher auch Südeuropa betroffen ist. Neu ist auch, dass immer mehr ältere Menschen Atemwegsallergien entwickeln.

Zu den Erkrankungen des atopischen Formenkreises gehören z. B. die atopische Dermatitis oder Neurodermitis, die allergische Rhinokonjunktivitis, das allergische Asthma und einige mehr. Unter Atopie versteht man die körperliche Bereitschaft zu einer krankhaften Bildung von Immunglobulin-E-Antikörpern. Diese überschießende Immunantwort ist zwar genetisch bedingt, Umweltfaktoren spielen aber eine sehr wichtige Rolle. Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens auf grundsätzlich jede Substanz eine Allergie entwickeln.

Es gibt verschiedene Hauptursachen, warum die Zahl der Allergiker immer mehr ansteigt. Ein wichtiger Faktor ist der Klimawandel, infolgedessen dauert die Pollensaison immer länger.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Umweltverschmutzung. Dadurch werden die Pflanzen gestresst, dadurch verändert sich die Proteinzusammensetzung der Pollen. Die Pollen werden aggressiver, die Folge ist eine Verschlimmerung bestehender Allergien und eine Entstehung neuer Allergien.

Als weiterer Risikofaktor wird eine übertriebene Hygiene angenommen. Wichtig zur Vermeidung von Allergien ist, dass der Körper früh mit potenziellen Allergenen in Kontakt kommt.

Dann spielt auch die Ernährung eine Rolle. Früher dachte man, Säuglinge müssten von Allergenen ferngehalten werden, damit sich keine Allergien entwickeln. Heute wird eher das Gegenteil propagiert. Der Mensch soll früh mit Allergenen konfrontiert werden, damit sich das Immunsystem damit auseinandersetzen kann. Kinder sollen also möglichst früh möglichst viele Nahrungsmittel probieren...

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