OsteoporoseLaut WHO gehört die Osteoporose zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit. 75 bis 200 Millionen Menschen sind davon betroffen, in Deutschland ca. 8 Millionen. Charakteristisch für die Osteoporose ist eine Verminderung der Knochensubstanz und eine Verschlechterung der Knochenarchitektur, die zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit führt.

Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann erleiden im Laufe ihres Lebens eine osteoporotische Fraktur. Risikofaktoren für die Osteoporose sind: Alter und Geschlecht. Frauen weisen bei einem vergleichbaren Lebensalter ein etwa doppelt so hohes Risiko für Osteoporose-assoziierte Frakturen auf wie Männer. Wichtige Einflussfaktoren sind die körperliche Aktivität und die Ernährungsgewohnheiten.

Häufig wird Osteoporose als reine Calciummangelerkrankung betrachtet, was aber so nicht zutreffend ist. Quantitativ dominiert beim Knochenaufbau Calcium, für die Qualität der Knochen sind aber viele Ernährungsfaktoren, insbesondere die Versorgung mit Mikronährstoffen, wichtig. Milchprodukte sind keine ideale Calciumquelle. Ausgerechnet die Länder mit dem höchsten Milchkonsum haben auch die höchste Osteoporoserate. In afrikanischen Ländern ist die Osteoporoserate sehr gering, obwohl die Afrikaner meist keine oder nur wenige Milchprodukte verzehren. Bei Osteoporose sind Nahrungsmittel mit Phosphatzusätzen, z. B Schmelzkäse und Softdrinks, nicht zu empfehlen. Ein hoher Kochsalzkonsum, wie in Deutschland üblich, führt zu Calciumverlusten. Auch eine proteinreiche Ernährung erhöht die Calciumausscheidung über die Nieren. Ungünstig sind Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin...

Migraene 32010 bis 20 Prozent aller Patienten in einer Hausarztpraxis klagen über chronische oder rezidivierende Kopfschmerzen. Ein häufiges Kopfschmerzsyndrom ist die Migräne. 12 bis 14 Prozent der Frauen und sechs bis acht Prozent der Männer leiden darunter, so zumindest die Angabe in der Fachliteratur.

Immer wieder werden Studien publiziert, die einen Zusammenhang zwischen dem Mikronährstoffstatus und der Migräne aufzeigen. Im Folgenden werden einige Studien vorgestellt, die in den letzten Monaten publiziert wurden:

  • Wissenschaftler aus dem Iran haben im November 2018 die Ergebnisse einer Studie publiziert, in der nachgewiesen wurde, dass höhere Vitamin-D-Spiegel (zwischen 50 und etwa 100 ng/ml) mit einem 80 bis 83 Prozent niedrigerem Risiko für Migräne assoziiert waren im Vergleich mit 25 OH-D-Spiegel unter 20 ng/ml.
  • Italienische Wissenschaftler publizierten im Juni 2018 einen Fachartikel über den Energiestoffwechselstörungen bei der Migräne. Verschiedene Studien hätten gezeigt, dass bei Migränepatienten Defizite in der Energieproduktion vorliegen, bei gleichzeitig erhöhtem Energieverbrauch. Wenn der Energiebedarf über einen bestimmten Schwellenwert ansteigt, kommt es zu biochemischen Veränderungen und Stoffwechselveränderungen, die zu einer Migräneattacke führen können. Riboflavin und Coenzym Q10 sind effektiv in der Migräneprophylaxe und unterstützten damit die Hypothese, dass eine Verbesserung des Energiestoffwechsels des Gehirns die Anfälligkeit für Migräne reduzieren kann.
  • Eine Wissenschaftlergruppe aus dem Iran hat im Juli 2018 einen Übersichtsartikel über die Rolle von Mikronährstoffen bei Migräne veröffentlicht. Die Auswertung der vorhandenen Fachliteratur hat ergeben, dass eine Supplementierung mit Magnesium, Carnitin, Vitamin B2, Nacin, Coenzym Q10, Vitamin D, Vitamin B12 und Alpha-Liponsäure einen prophylaktischen und therapeutischen Effekt bei Migränepatienten hat...

Schilddrüsenerkrankungen

Für die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse sind neben Jod auch mehrere andere Mikronährstoffe von zentraler Bedeutung. Hierzu erscheinen auch öfters Fachartikel. Im Folgenden deshalb eine Auswahl aktueller Publikationen und Studien über den Zusammenhang der Schilddrüsenfunktion und Mikronährstoffe.

  • Wissenschaftler aus China haben im November 2017 publiziert, dass bei der chronischen lymphozytären Thyreoiditis eine Kombination aus Thyroxin und Selen deutlich bessere therapeutische Effekte hatte als eine Monotherapie mit Thyroxin.

    • Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Die Thyreoperoxidase ist ein eisenhaltiges Enzym. Ein Eisenmangel beeinträchtigt deshalb auch den Stoffwechsel der Schilddrüse. Wissenschaftler aus China haben publiziert, dass die Behandlung mit Eisen bei anämischen Frauen mit Störungen der Schilddrüsenfunktion auch zu einer Verbesserung der Konzentration der Schilddrüsenhormone führte.

    • Im Februar 2019 wurde ein Fachartikel eines britischen Wissenschaftlers publiziert, der sich mit Ernährungsfaktoren bei Schilddrüsenerkrankungen beschäftigte. Patienten mit Autoimmunthyreoiditis haben häufig auch einen Eisenmangel, weil sie gleichzeitig an einer Autoimmungastritis sowie an Zöliakie leiden, die entweder die Eisenaufnahme vermindern oder zu vermehrten Eisenverlusten führen...weiter

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