Migraene 32010 bis 20 Prozent aller Patienten in einer Hausarztpraxis klagen über chronische oder rezidivierende Kopfschmerzen. Ein häufiges Kopfschmerzsyndrom ist die Migräne. 12 bis 14 Prozent der Frauen und sechs bis acht Prozent der Männer leiden darunter, so zumindest die Angabe in der Fachliteratur.

Immer wieder werden Studien publiziert, die einen Zusammenhang zwischen dem Mikronährstoffstatus und der Migräne aufzeigen. Im Folgenden werden einige Studien vorgestellt, die in den letzten Monaten publiziert wurden:

  • Wissenschaftler aus dem Iran haben im November 2018 die Ergebnisse einer Studie publiziert, in der nachgewiesen wurde, dass höhere Vitamin-D-Spiegel (zwischen 50 und etwa 100 ng/ml) mit einem 80 bis 83 Prozent niedrigerem Risiko für Migräne assoziiert waren im Vergleich mit 25 OH-D-Spiegel unter 20 ng/ml.
  • Italienische Wissenschaftler publizierten im Juni 2018 einen Fachartikel über den Energiestoffwechselstörungen bei der Migräne. Verschiedene Studien hätten gezeigt, dass bei Migränepatienten Defizite in der Energieproduktion vorliegen, bei gleichzeitig erhöhtem Energieverbrauch. Wenn der Energiebedarf über einen bestimmten Schwellenwert ansteigt, kommt es zu biochemischen Veränderungen und Stoffwechselveränderungen, die zu einer Migräneattacke führen können. Riboflavin und Coenzym Q10 sind effektiv in der Migräneprophylaxe und unterstützten damit die Hypothese, dass eine Verbesserung des Energiestoffwechsels des Gehirns die Anfälligkeit für Migräne reduzieren kann.
  • Eine Wissenschaftlergruppe aus dem Iran hat im Juli 2018 einen Übersichtsartikel über die Rolle von Mikronährstoffen bei Migräne veröffentlicht. Die Auswertung der vorhandenen Fachliteratur hat ergeben, dass eine Supplementierung mit Magnesium, Carnitin, Vitamin B2, Nacin, Coenzym Q10, Vitamin D, Vitamin B12 und Alpha-Liponsäure einen prophylaktischen und therapeutischen Effekt bei Migränepatienten hat...

Schilddrüsenerkrankungen

Für die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse sind neben Jod auch mehrere andere Mikronährstoffe von zentraler Bedeutung. Hierzu erscheinen auch öfters Fachartikel. Im Folgenden deshalb eine Auswahl aktueller Publikationen und Studien über den Zusammenhang der Schilddrüsenfunktion und Mikronährstoffe.

  • Wissenschaftler aus China haben im November 2017 publiziert, dass bei der chronischen lymphozytären Thyreoiditis eine Kombination aus Thyroxin und Selen deutlich bessere therapeutische Effekte hatte als eine Monotherapie mit Thyroxin.

    • Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Die Thyreoperoxidase ist ein eisenhaltiges Enzym. Ein Eisenmangel beeinträchtigt deshalb auch den Stoffwechsel der Schilddrüse. Wissenschaftler aus China haben publiziert, dass die Behandlung mit Eisen bei anämischen Frauen mit Störungen der Schilddrüsenfunktion auch zu einer Verbesserung der Konzentration der Schilddrüsenhormone führte.

    • Im Februar 2019 wurde ein Fachartikel eines britischen Wissenschaftlers publiziert, der sich mit Ernährungsfaktoren bei Schilddrüsenerkrankungen beschäftigte. Patienten mit Autoimmunthyreoiditis haben häufig auch einen Eisenmangel, weil sie gleichzeitig an einer Autoimmungastritis sowie an Zöliakie leiden, die entweder die Eisenaufnahme vermindern oder zu vermehrten Eisenverlusten führen...weiter

Allergien Pollen 320Etwa jeder dritte Deutsche entwickelt im Laufe seines Lebens eine Allergie. Allergische Erkrankungen werden nach Aussagen des Leiters der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) auch nachweislich häufiger. Die Raten nehmen in ganz Europa zu, wobei im Gegensatz zu früher auch Südeuropa betroffen ist. Neu ist auch, dass immer mehr ältere Menschen Atemwegsallergien entwickeln.

Zu den Erkrankungen des atopischen Formenkreises gehören z. B. die atopische Dermatitis oder Neurodermitis, die allergische Rhinokonjunktivitis, das allergische Asthma und einige mehr. Unter Atopie versteht man die körperliche Bereitschaft zu einer krankhaften Bildung von Immunglobulin-E-Antikörpern. Diese überschießende Immunantwort ist zwar genetisch bedingt, Umweltfaktoren spielen aber eine sehr wichtige Rolle. Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens auf grundsätzlich jede Substanz eine Allergie entwickeln.

Es gibt verschiedene Hauptursachen, warum die Zahl der Allergiker immer mehr ansteigt. Ein wichtiger Faktor ist der Klimawandel, infolgedessen dauert die Pollensaison immer länger.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Umweltverschmutzung. Dadurch werden die Pflanzen gestresst, dadurch verändert sich die Proteinzusammensetzung der Pollen. Die Pollen werden aggressiver, die Folge ist eine Verschlimmerung bestehender Allergien und eine Entstehung neuer Allergien.

Als weiterer Risikofaktor wird eine übertriebene Hygiene angenommen. Wichtig zur Vermeidung von Allergien ist, dass der Körper früh mit potenziellen Allergenen in Kontakt kommt.

Dann spielt auch die Ernährung eine Rolle. Früher dachte man, Säuglinge müssten von Allergenen ferngehalten werden, damit sich keine Allergien entwickeln. Heute wird eher das Gegenteil propagiert. Der Mensch soll früh mit Allergenen konfrontiert werden, damit sich das Immunsystem damit auseinandersetzen kann. Kinder sollen also möglichst früh möglichst viele Nahrungsmittel probieren...

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