Wissenschaftler aus China untersuchten bei 448 Typ-2- Diabetikern und 448 Kontrollpersonen, inwieweit die Konzentrationen von Vitamin A und Vitamin E mit der kognitiven Leistungsfähigkeit zusammenhingen. Es fand sich eine positive Korrelation zwischen dem Vitamin-A-Spiegel und der Hirnleistungsfähigkeit bei Typ-2-Diabetikern. Verminderte Vitamin-A-Spiegel erhöhten das Risiko für eine milde kognitive Störung bei Typ-2-Diabetikern. Ein optimaler Vitamin-A-Status ist also wesentlich für den Erhalt der kognitiven Leistungsfähigkeit bei Diabetikern.

Referenz:
X. Huang, Y. Guo et al.: Association of Circulating Retinol and Α-TOH Levels with Cognitive Function in Aging Subject with Type 2 Diabetes Mellitus; The journal of nutrition, health & aging volume 24, pages290–299(2020

Chinesische Wissenschaftler untersuchten bei Typ-2- Diabetikern die kognitive Leistungsfähigkeit und bestimmten mehrere Stoffwechselparameter, unter anderem die Konzentrationen der Aminosäuren. Erhöhte Konzentrationen von Glutamat, Phenylalanin, Tyrosin, Prolin und Homocystein sowie verminderte Spiegel von Glutamin waren signifikant mit kognitiven Störungen bei Typ-2- Diabetikern assoziiert.

Referenz:
Lin Sun, Xue Diao et al.: Risk Factors for Cognitive Impairment in Patients with Type 2 Diabetes; Journal of Diabetes Research / 2020 / Article, Volume 2020 |Article ID 4591938 | 10 pages

Wissenschaftler der Uniklinik Frankfurt publizierten eine Studie, in der untersucht wurde, wie sich der Eisenstatus bei Typ-1-Diabetikern auf Depressionen und auf die Lebensqualität auswirkte. An der Studie nahmen 109 Patienten mit Typ-1-Diabetes teil. Die Lebensqualität sowie die Depressivität wurden mittels Fragebogen ermittelt. Bei 28 Prozent der Patienten wurden Ferritinspiegel kleiner 50 µg/Liter festgestellt, 18,3 Prozent der Patienten litt an einer Anämie. Ein ungenügender Eisenstatus korrelierte signifikant mit Depressivität und beeinträchtigter Lebensqualität.

Referenz:
Bergis D, Tessmer L et al.: Iron deficiency in long standing type 1 diabetes mellitus and its association with depression and impaired quality of life. Diabetes Res Clin Pract. 2019 May;151:74-81. doi: 10.1016/j.diabres.2019.03.034. Epub 2019 Mar 30.

Glutamat und Glutamin sind am Energiestoffwechsel beteiligt und haben einen Bezug zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen. Bisher war aber die Rolle dieser Aminosäuren für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes unklar. Wissenschaftler aus Spanien und den USA untersuchten bei 251 Patienten mit neu aufgetretenem Typ-2-Diabetes und bei 641 Nichtdiabetikern die Plasmaspiegel von Glutamin und Glutamat. Höhere Spiegel von Glutamat und niedrigere Spiegel von Glutamin waren mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert. Das Verhältnis Glutamin zu Glutamat war ebenfalls invers mit dem Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden.

Referenz:
Liu X, Zheng Y et al.: High plasma glutamate and low glutamine-to-glutamate ratio are associated with type 2 diabetes: Case-cohort study within the PREDIMED trial; Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2019 Jun 20. pii: S0939-4753(19)30233-9. doi: 10.1016/j.numecd.2019.06.005.

Forscher aus der Türkei untersuchten den Zusammenhang zwischen der Taurinkonzentration im Plasma und Diabetes mellitus. Die Plasmataurinspiegel waren bei Patienten mit Typ-2-Diabetes vermindert. Dies war aber nicht mit Hba1c und dem Blutzuckerspiegel assoziiert. Was die typischen Diabeteskomplikationen anbelangt, fanden die Wissenschaftler nur eine Korrelation mit der Neuropathie. Die Autoren der Studie vermuten, dass die Taurinspiegel eine größere Bedeutung haben in der Entwicklung des Diabetes.

Referenz:
Sak D, Erdenen F et al.: The Relationship between Plasma Taurine Levels and Diabetic Complications in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus; Biomolecules. 2019 Mar 11;9(3). pii: E96. doi: 10.3390/biom9030096.

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