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Depressionen 425

Depressionen sind sehr häufige Erkrankungen: Im Laufe eines Jahres erkranken in Deutschland 8,2 % der Bevölkerung an einer Depression.

Es gibt eine ganze Reihe von psychologischen und biologischen Erklärungsansätzen, wie es zu einer Depression kommt: Chronischer Stress ist ein hoher Risikofaktor für zahlreiche körperliche und psychische Erkrankungen, so auch für Depressionen. Es ist davon auszugehen, dass bei der Entstehung einer Depression viele Faktoren eine Rolle spielen, die auch mit miteinander zusammenhängen.

 

 Zu erwähnen hierbei sind:
  • Störungen im Stoffwechsel der Neurotransmitter
  • eine erhöhte Entzündungsaktivität
  • eine mitochondriale Dysfunktion,
  • hormonelle Störungen,
  • Beeinträchtigung der Neubildung von Nervenzellen,
  • oxidativer Stress, etc

 

 

1. Bei Depressionen liegen häufig Störungen der Hirnbiochemie vor

Mikronährstoffe können dazu beitragen, das gestörte biochemische Gleichgewicht im Gehirn wieder zu normalisieren.
Deshalb ist bei der Behandlung von Depressionen eine Verbesserung des Mikronährstoffstatus erstrebenswert. Beispielsweise kann die gezielte Supplementierung bestimmter Aminosäuren wie Tryptophan oder Tyrosin regulierend auf den Neurotransmitterhaushalt einwirken. Antioxidative Mikronährstoffe wie Vitamin C, Vitamin E und Selen können die Entzündungsaktivität und den oxidativen Stress vermindern. Vitamin D ist wichtig für die Bildung von Nervenwachstumsfaktoren und die wiederum für den Erhalt der Nervenzellen. Mehrere Mikronährstoffe sind für die Mitochondrienfunktion und damit für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen notwendig. Auch die B Vitamine spielen eine wichtige Rolle im Hirnstoffwechsel. Bei Erschöpfungsdepressionen sollte immer auch an einen Eisenmangel gedacht werden, der gezielt ausgeglichen werden muss
.

 

2. Einige Studien über die Bedeutung von Mikronährstoffen bei Depressionen

 

 

 


2.5.1.1. Referenzen:
  • Lieberman HR, Agarwal S et al.: Tryptophan Intake in the US Adult Population Is Not Related to Liver or Kidney Function but Is Associated with Depression and Sleep Outcomes; J Nutr. 2016 Dec;146(12):2609S-2615S. Epub 2016 Nov 9.
  • S. Basharat, Muhammad Mustafa Qamar: Beneficial effects of zinc: on reducing severity of depression; Journal of Psychology and Clinical Psychiatry; DOI: 10.15406/jpcpy.2019.10.00642
  • Han QQ, Shen TT et al.: Preventive and Therapeutic Potential of Vitamin C in Mental Disorders; Curr Med Sci. 2018 Feb;38(1):1-10. doi: 10.1007/s11596-018-1840-2. Epub 2018 Mar 15.
  • Ju SY, Lee YJ, Jeong SN: Serum 25-hydroxyvitamin D levels and the risk of depression: a systematic review and meta-analysis; J Nutr Health Aging. 2013;17(5):447-55. doi: 10.1007/s12603-012-0418-0
  • Baranyi A1, Amouzadeh-Ghadikolai O et al: Revisiting the tryptophan-serotonin deficiency and the inflammatory hypotheses of major depression in a biopsychosocial approach; PeerJ. 2017 Nov 2;5:e3968. doi: 10.7717/peerj.3968. eCollection 2017.

 

3. Bestimmung der Mikronährstoffe bei Depressionen

Grundlage für eine gezielte und erfolgversprechende Therapie mit Mikronährstoffen ist eine vorhergehende Mikronährstoff-Analyse. Nur dadurch sind Mikronährstoffmängel erkennbar. Auf der Basis der Laborergebnisse kann dann ein individuelles Programm für eine Mikronährstoff-Supplementierung erstellt werden.

Der DCMS-Neuro-Check hat sich als Mikronährstoffanalyse bei Depressionen bewährt.