Die Alzheimererkrankung ist die mit Abstand häufigste Form einer Demenzerkrankung. Mindestens 60 Prozent aller Demenzerkrankungen beruhen auf Morbus Alzheimer. Es ist also nicht korrekt, den Begriff Alzheimer als Synonym für alle Demenzerkrankungen zu verwenden. Die Alzheimererkrankung ist eine typische Alterserkrankung, die mit einer allmählichen Zerstörung der Nervenzellen des Gehirns einhergeht.

Charakteristisch für das Krankheitsbild ist eine fortschreitende Anreicherung des Peptids Amyloid Beta in den Nervenzellen sowie eine Anhäufung von Amyoid-Beta-Plaques außerhalb der Zelle. Außerdem werden in den Nervenzellen TAU-Proteine abgelagert.

In den letzten Jahren häufen sich die Belege dafür, dass das Gehirn in jedem Lebensalter in erheblichem Umfang von der Art der Ernährung beeinflusst wird. Ernährungsformen mit einer hohen Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, Transfettsäuren und niedrigen Antioxidantienspiegeln erhöhen das Risiko für die Entwicklung des Morbus Alzheimer. Günstig hingegn wirken pflanzenbetonte Ernährungsformen, wie z.B. die mediterrane Kost.

Wissenschaftler aus den Niederlanden und Frankreich haben einen Fachartikel publiziert, indem 116 ausgewählte Veröffentlichungen einer Metaanalyse unterzogen wurden. Es wurde untersucht, inwieweit bei Alzheimerpatienten und gesunden Kontrollpersonen Unterschiede in der Nährstoffversorgung vorliegen. Die Auswertung der Daten zeigte, dass Alzheimerpatienten niedrigere Spiegel im Gehirn aufwiesen von: Docosahexaensäure (DHA), Cholin, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin C und Vitamin E. Außerdem wurden bei Alzheimerpatienten niedrigere Blutspiegel von DHA, Eicosapentaensäure (EPA), Cholin und Selen gefunden.

Es kann also als gesichert gelten, dass bei der Alzheimererkrankung eine Störung der Mikronährstoffversorgung vorliegt. Die Autoren des Fachartikels betonen die Bedeutung einer ausreichenden Nährstoffversorgung aus folgenden Gründen: Ein adäquater Nährstoffspiegel ist erforderlich für die Bildung von Phospholipiden, aus denen die synaptischen Membrane gebildet werden. Typisch für die Alzheimererkrankung ist eine Verminderung der Zahl der Synapsen. Nährstoffe spielen auch eine zentrale Rolle bei epigenetischen Mechanismen, z.B. DNA-Methylierung, Veränderung von Histonen und Mikro-RNA. Eine verminderte antioxidative Kapazität kann z.B. auch die Deacetylierung der Histone beeinträchtigen.

Ein dritter Punkt für die Entstehung und Progression der Alzheimererkrankung ist die Beteiligung von oxidativem Stress und mitochondrialer Dysfunktion, wobei hier insbesondere die Vitamine C und E sowie Selen, Kupfer und Zink wesentlich sind. Außerdem spielen die antientzündlichen Eigenschaften der langkettigen Omega-3-Fettsäuren eine bedeutende Rolle.

Bei Patienten mit Alzheimererkrankung liegt ein Defizit verschiedener Mikronährstoffe vor, wodurch viele pathophysiologische und pathobiochemische Prozesse bei der Alzheimererkrankung gefördert werden.

Referenz:
Martijn de Wilde, José Luchsinger et al.: Lower blood and brain nutrient status in AD: results from a meta-analysis; Neurobiology of Aging, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.neurobiolaging.2016.01.091

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DCMS Neuro Check 151für eine optimale Mikronährstoffversorgung des Nervensystems. Die Mikronährtoffanalyse ist sinnvoll bei psychischen oder neurologischen Beschwerden. Wird gerne gemacht bei Angststörungen, Depressionen, ADHS, Gedächtnisstörungen, für die Optimierung des Energiestoffwechsel  etc... weiterlesen

 

 

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