Stimmungsschwankungen - Spaziergang im NebelDas Gehirn besteht aus etwa 100 Mrd. Nervenzellen, wobei jede Nervenzelle mit etwa 1000 anderen Nervenzellen verbunden ist. Daraus ergibt sich die gewaltige Zahl von 100 Mio. Synapsen. Für ein gut funktionierendes und ausgewogenes Nervensystem ist die ausreichende Verfügbarkeit aller erforderlichen Cofaktoren unabdingbar. Mikronährstoffe sind aus verschiedenen Gründen für das Nervensystem wichtig: Sie fungieren als Botenstoffe, sind an der Bildung von Neurotransmittern beteiligt, sind Baumaterial für die Nervenzellen, sind notwendig für den Energiestoffwechsel, sind erforderlich für den antioxidativen Schutz und für die Nervenreizweiterleitung.

Nervenzellen sind in besonderem Maße von Vitamin B1 abhängig, da sie auf Glucose als Energieträger angewiesen sind. Die Vitamine Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 werden für den Homocysteinabbau benötigt. Homocystein ist nicht nur ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, sondern auch für neuropsychiatrische Störungen. Ein Folsäure- und/oder B12-Mangel kann mit Gedächtnisschwäche, Angstzuständen und Depressionen einhergehen. Es wurde auch nachgewiesen, dass ein Vitamin-B12-Mangel hirnatrophische Prozesse beschleunigen kann.

In den letzten Jahren wird zunehmend deutlich, dass auch dem Vitamin D wichtige Funktionen im Gehirn zukommen, z. B. eine Beteiligung an der Bildung von Nervenwachstumsfaktoren, Regulierung der Glutathionsynthese und Serotoninbildung und Beeinflussung der Neubildung von Nervenzellen. Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und der psychischen Befindlichkeit sowie Hirnleistungsfähigkeit ermittelt.

Psychiatrische Erkrankungen und bereits psychischer Stress gehen mit oxidativem Stress einher. Aus diesem Grund sollte auf eine gute Versorgung mit Vitamin E und C geachtet werden...

Magersucht 300Anorexia nervosa oder psychogene Magersucht ist ein absichtlich herbeigeführtes Untergewicht. Das Krankheitsbild tritt bei Jugendlichen mit einer Häufigkeit von einem Prozent auf, wobei Mädchen zehn Mal häufiger betroffen sind als Jungen. Zu den klinischen Symptomen gehört neben einer Einschränkung der Nahrungsaufnahme auch eine fehlende Krankheitseinsicht mit einer Körperschemastörung. Anorexiapatienten haben häufig einen gesteigerten Bewegungsdrang und nehmen eventuell Appetitzügler oder Abführmittel ein. Außerdem wird häufig ein selbst induziertes Erbrechen herbeigeführt.

Das Untergewicht bedingt im Laufe der Zeit eine Vielzahl körperlicher Symptome wie Muskelatrophie, Haarausfall, Herzrhythmusstörungen, orthostatische Dysregulation, Blutbildveränderungen, Elektrolytverschiebungen und vieles mehr. Meist besteht eine endokrine Störungen auf der Hypothalamus-Hypohysen-Gonaden-Achse, wodurch es bei Mädchen dann typischerweise zu einem Ausbleiben der Regelblutung kommt.

Bei Anorexia nervosa wurden auch verschiedentlich Mikronährstoffmängel oder Probleme mit der Mikronährstoffversorgung festgestellt. Dazu einige Studien:

Anorexia 426Anorexia nervosa: Magersucht mit zum Teil gravierenden Mikronährstoffmängeln und entsprechenden Folgen

Bei Anorexia nervosa sind häufig Mikronährstoffmängel anzutreffen, da sowohl die Nahrungsmenge wie auch die Nahrungsmittelauswahl stark eingeschränkt sind.
Die Folgen einer Magersucht sind z. B. Herzrhythmusstörungen, eine Einschränkung der Nierenfunktion, Durchblutungsstörungen, Veränderungen der Knochensubstanz und der Sexualhormone etc.

 

Auch die Psyche leidet bei Anorexia nervosa 

Durch die Mangelernährung kommt es meist zu einer verminderten Aufnahme von Aminosäuren und von anderen Mikronährstoffen, die unter anderem auch für den Botenstoffwechsel erforderlich sind. Die Folgen für Anorexia-Patienten können sein: Depressionen, Leistungsabfall, Hirnleistungsstörungen, Konzentrationsstörungen und nicht zu letzt auch eine eingeschränkte Beurteilungsfähigkeit des Gewichts- bzw. des Gesundheitszustandes.

 

Eine Mikronährstoffanalyse bei Anorexia nervosa ist sinnvoll

Aufgrund der zum Teil schwerwiegenden Mikronährstoffmängel bei Anorexia nervosa, ist die Durchführung einer umfassenden Mikronährstoffanalyse sinnvoll, wie das DCMS-Stoffwechsel-Profil. Noch aussagekräftiger ist die Vitalstoffanalyse „exklusiv“.

Empfehlenswert ist deshalb eine Bestimmung der Mikronährstoffe, um bestehende Mängel aufzudecken und zu beheben.

 

Parkinson Mikronhrstoffe 320Der Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung, von der etwa ein Prozent der über 60-Jährigen betroffen sind. Charakteristisch für den Morbus Parkinson ist eine Degeneration der dopaminergen Neurone in der Substantia Nigra.

2016 erschien in zweiter Auflage ein US-amerikanisches Sachbuch mit dem Titel „Herbs and Nutrients for Neurologic Disorders“. Ein Neurologe und eine Neurowissenschaftlerin beschäftigen sich ausführlich mit den pathologischen Veränderungen, die häufig neurologischen Erkrankungen zugrunde liegen, nämlich: Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Schlaganfälle, Multiple Sklerose, Migräne, Anfallsleiden. Obwohl es sich hier um völlig unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, liegen doch häufig sehr ähnliche oder identische pathobiochemische Störungen zugrunde. Die Autoren des Sachbuchs beschreiben auch ausführlich die Möglichkeiten der Mikronährstoffmedizin und der Pflanzenheilkunde bei der Behandlung der erwähnten Erkrankungen. Im Folgenden werden die Ansatzpunkte einer Mikronährstofftherapie bei Morbus Parkinson vorgestellt.

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