Wissenschaftler aus Korea untersuchen einen möglichen Zusammenhang zwischen der Vitamin D- Konzentration im Serum, CRP und Ängstlichkeitssymptomen bei 51.003 erwachsenen Koreanern. Im Vergleich zu 25 (OH)D- Konzentrationen größer 20 Nanogramm/Milliliter waren Konzentrationen unter 20 Nanogramm/Milliliter mit einem erhöhten Risiko für Ängstlichkeitssymptome assoziiert. Die CRP -Konzentrationen hatte keinen Einfluss auf den Zusammenhang zwischen den Vitamin D Spiegeln und dem Risiko für Ängstlichkeitssymptome.

Referenz:
Sun-Young Kim, Sang-Won Jeon et al.: The Relationship between Serum Vitamin D Levels, C-Reactive Protein, and Anxiety Symptoms; Psychiatry Investig. 2020 Apr; 17(4): 312–319.

angst geralt 32010 bis 15 Prozent der Bevölkerung leiden an Angsterkrankungen, die damit die häufigsten psychiatrischen Störungen sind. Zu den Angststörungen gehören die Panikattacken. Diese sind unerwartet plötzlich auftretende Angstanfälle ohne ersichtlichen Auslöser. Es kann zu vielfältigen vegetativen Symptomen kommen wie Atemnot, Herzklopfen, Brustschmerzen oder Schwindel.

Unter einer generalisierten Angststörung versteht man eine andauernde allgemeine Ängstlichkeit. Die Betroffenen sind ständig angespannt und erleben den Alltag als bedrohlich. Diese Angststörung bezieht sich nicht auf bestimmte Situationen.

Phobien sind durch Furcht vor bestimmten Objekten und Situationen gekennzeichnet, die dann gemieden werden. Häufig besteht auch Angst vor der Angst. Es gibt spezifische Phobien: Höhenangst, Raumangst, Angst vor Tumoren, Angst vor dem Erröten, Flugangst oder eine Spinnen- oder Schlangenangst. Unter Agoraphobie versteht man Angst auf freien Plätzen oder die Angst, nicht rechtzeitig in die beschützende häusliche Umgebung zurückzukommen. Die Agoraphobie führt zu einer Vermeidung freier Plätze. Eine immer häufiger diagnostizierte Form der Angststörung ist die soziale Phobie. Hierbei besteht Angst davor, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Kennzeichen sind z. B. Angst vor dem Sprechen in der Öffentlichkeit, vor Vorgesetzten oder vor Behörden. Charakteristisch ist auch eine Angst vor negativer Bewertung durch andere. Die Diagnose „Soziale Phobie“ hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen, bis zu 13 Prozent der Bevölkerung sollen jetzt angeblich an der „Soziale Phobie“ erkrankt sein. Hier sind sicherlich die Grenzen zwischen normal und pathologisch eher fließen. Nicht jede Schüchternheit sollte z. B. als „Soziale Phobie“ mit Kranheitswert eingestuft werden...

Wissenschaftler aus Italien publizierten die Ergebnisse einer Studie über den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Schweregrad von Ängstlichkeitssymptomen bei postmenopausalen Frauen. Sie fanden einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Ausmaß von Ängstlichkeitssymptomen und den 25-OH-D-Konzentrationen – unabhängig vom Lebensalter und Depressionen.

Referenz:
Gabriella Martino, Antonino Catalano et al.: Vitamin D status is associated with anxiety levels in postmenopausal women evaluated for osteoporosis; MJCP | Mediterranean Journal of Clinical Psychology; Home > Vol 6, No 1 (2018) > Martino

Wissenschaftler aus den USA, den Niederlanden und Schweden untersuchten den Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und dem Schweregrad von Depressionen und Angstsymptomen bei Patienten mit Majordepression.

Die Studienpopulation umfasste 69 körperlich gesunde Personen mit Majordepression, die noch nicht medikamentös behandelt wurden. Die psychische Symptomatik wurde mittels Fragebögen ermittelt, außerdem wurden F2-Isoprostane, oxidatiertes Glutathion und reduziertes Glutathion bestimmt. Die Auswertung der Daten zeigte, dass oxidativer Stress näher mit Angstsymptomen als mit depressiven Symptomen bei Majordepression assoziiert war.

Referenz:
Lisa R. Steenkamp, Christina M. Hough et al.: Severity of Anxiety– but not Depression– is Associated with Oxidative Stress in Major Depressive Disorder; Journal of Affective Disorders, Available online 6 May 2017

Back to top