In der Maiausgabe des Life Extension Magazine ist auch ein Bericht über Tryptophan zu finden, indem es um die Bedeutung des Tryptophans für die Biochemie des Gehirns geht. Tryptophan ist bekanntlich die Ausgangssubstanz für die Bildung von Serotonin, einem Neurotransmitter, der auch gerne als Glückshormon bezeichnet wird. Serotonin hat einen regulierenden Effekt auf verschiedene Faktoren wie Stimmung Aggressivität, Schmerzempfinden, Schlaf, Gedächtnis, Essverhalten, Suchtverhalten, Temperaturkontrolle, motorisches Verhalten und endokrine Regulation. Störungen der Serotoninfunktion sind bei zahlreichen Erkrankungen nachgewiesen, z.B. bei Verhaltensstörungen geriatrischer Patienten, bei Schlafstörungen, Depressionen, Manien, Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, familiären Tremor, Essstörungen, Demenzerkrankungen, Hypersexualität, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson und vieles mehr.

 

Psyche/ Stimung

Der Alterungsprozess ist häufig mit Störungen der psychischen Befindlichkeit verbunden, z.B. mit Ängstlichkeit, mürrischer Stimmungslage, Irritabilität und erhöhter Stressempfindlichkeit. Mit zunehmendem Alter steigt die Entzündungsaktivität im Stoffwechsel. Es kommt zu einer „low-grade inflammation“, die auch im Gehirn die Bildung und Freisetzung von Serotonin beeinträchtigt. Es gibt zahlreiche Studien die belegen, dass Tryptophan an der Regulierung des Verhaltens beteiligt ist. Generell bewirkt Tryptophan eine Verbesserung der Stimmungslage. Die Menschen werden „netter“. Bei Erwachsenen, die sich selber als streitsüchtig bezeichnen, führte eine Tryptophansupplementierung zu einer deutlichen Abnahme der Streitsüchtigkeit; bei Männern wurde auch eine Reduktion von Dominanzverhalten beobachtet. Menschen mit einer impulsiven bzw. aggressiven Persönlichkeitsstruktur könnten von einer Tryptophansupplementierung den meisten Nutzen ziehen.

Tryptophan führte auch bei Frauen mit einem prämenstruellen Sympdrom zu einer Verbesserung der Stimmungslage. Eine Tryptophan-Depletion, die experimentell herbeigeführt wurde, verstärkte die Tendenz zu einer negativen Betrachtungsweise bei Personen mit einem familären Risiko für Depressionen.

 

Schlaf

Tryptophan verbessert die Schlafqualität und zeigt die besten Resultate bei Patienten mit leichten Schlafstörungen. Durch die Tryptophansupplementierung konnte auch eine bessere körperliche und psychische Befindlichkeit am nächsten Morgen nach dem Aufstehen festgestellt werden.

 

Referenz:
Travis Harding: Better Brain Chemistry with Tryptophan; Life Extension Magazine May 2013

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