Eine Studie irischer Wissenschaftler bei 5186 Altenheimbewohnern zeigte, dass sehr niedrige Spiegel von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B2, aber nicht B12, mit einem erhöhten Risiko für Depressionen assoziiert waren. Vitamin-B-angereicherte Nahrungsmittel führten bei täglichem Verzehr zu einem reduzierten Risiko für Depressionen. Ein Vitamin-B6-Mangel war mit einem erhöhten Risiko für Angststörungen assoziiert.

Referenz:
Moore K et al.: B-vitamins in Relation to Depression in Older Adults Over 60 Years of Age: The Trinity Ulster Department of Agriculture (TUDA) Cohort Study. J Am Med Dir Assoc. 2019 Jan 25. pii: S1525-8610(18)30699-6.

Antioxidantien 320Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle für die antioxidative Abwehr des Organismus. Übergewicht und der Alterungsprozess erhöhen den oxidativen Stress. Bei 94 Personen über 60 Jahre wurden die Antioxidantienaufnahme sowie der kognitive und funktionale Status ermittelt. Die Antioxidantienaufnahme bei den Studienteilnehmern lag unterhalb der empfohlenen Aufnahme, unabhängig von der BMI-Gruppe. Besonders ein niedriger Verzehr von Vitamin E, Selen und Beta-Carotin wurde beobachtet. Die Auswertung der Daten zeigte, dass die Zufuhr von Selen, Kupfer und Magnesium mit einem niedrigeren Risiko für kognitive und körperliche Störungen assoziiert war. Ältere Personen mit Übergewicht zeigten also höher Konzentrationen von oxidativen Stressmarkern, eine niedrigere Aufnahme von Antioxidantien und Gehschwierigkeiten.

Referenz:
Tavano-Colaizzi L, López-Teros M et al.: The consumption of antioxidants protects against cognitive and physical disabilities in aged with obesity; Nutr Hosp. 2018 Jun 22;35(4):811-819. doi: 10.20960/nh.1599.

Wissenschaftler aus den Niederlanden untersuchten den Zusammenhang zwischen einer Veränderung der 25-OH-D-Konzentration und parallelen Veränderungen depressiver Symptome bei älteren Menschen in den Niederlanden.
Bei den 65- bis 88-Jährigen zeigte sich keine Veränderung der Depressionsskala, während in der Gruppe der 55- bis 65-Jährigen eine Verminderung der Depressionsscores nachgewiesen wurde, wenn die 25-OH-D-Konzentrationen zu Beginn kleiner als 23 µg/ l betrug.

Referenz:
Elstgeest LEM, de Koning EJ et al.: Change in serum 25-hydroxyvitamin D and parallel change in depressive symptoms in Dutch older adults; Eur J Endocrinol. 2018 Jul 27. pii: EJE-18-0187. doi: 10.1530/EJE-18-0187.

Opa 320Wiederholt wurde bei älteren Menschen eine mangelnde Versorgung mit Vitamin D und B12 festgestellt, diesmal von der Augsburger Bevölkerungsstudie KORA-Age.

KORA ist die Abkürzung für "Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg", einer Forschungseinrichtung des Helmholtz Zentrums München. Von Zeit zu Zeit wird im Raum Augsburg im Rahmen der KORA-Studie der Gesundheitszustand der Bevölkerung erfasst. Untersucht werden u.a. die gesundheitlichen Folgen von Umweltfaktoren, der Einfluss von Genen auf die Gesundheit und eben auch die Versorgungslage von älteren Menschen mit Mikronährstoffen.

Bestimmt wurden Mikronährstoffe von insgesamt 1079 KORA-Probanden im Alter zwischen 65 und 93 Jahren, unter anderem Vitamin D, Folsäure, Vitamin B12 und Eisen. Dabei kamen bedenkliche Ergebnisse zu Tage: 52 Prozent der Studienteilnehmer hatten Vitamin-D-Werte unterhalt des Grenzwertes von 50 nmol/l, bei 27 Prozent lagen die Vitamin-B12-Spiegel ebenfalls unterhalb des Normwertes, bei elf Prozent war der Eisenwert zu niedrig, und knapp neun Prozent hatten unzureichende Folsäurewerte im Blut.


Referenz:
Helmholtz-Muenchen.de, 07.12.2017: Vitamin-Mangel im Alter

Chia 400

Bei 1308 Studienteilnehmern im Alter über 60 Jahren der NHANES III-Survey wurde untersucht, in wieweit Vitamine und Entzündungsmarker die  kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussten. Höher Serumkonzentrationen von Folsäure waren signifikant mit besseren kognitiven Scores assoziiert. Auch die Konzentration von Fibrinogen war ein signifikanter Moderator des Zusammenhangs zwischen Lebensalter und Kognition, wobei höhere Fibrionogenkonzentrationen bestimmte kognitive Leistungen verschlechterten.

Referenz:
Handing EP, Small BJ, Andel R et al.: Can Nutrition or Inflammation Moderate the Age-Cognition Association Among Older Adults? J Gerontol B Psychol Sci Soc Sci. 2017 May 6. doi: 10.1093/geronb/gbx054

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