• Forscher aus Taiwan publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen dem Magnesiumstatus und ADHS. Es zeigte sich, dass Kinder mit der Diagnose ADHS niedrigere Serum- und Haarmagnesiumspiegel hatten als Kinder ohne ADHS.

    Referenz:
    Huang YH et al.: Significantly lower serum and hair magnesium levels in children with attention deficit hyperactivity disorder than controls: A systematic review and meta-analysis. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2019 Mar 2;90:134-141.

  • Wissenschaftler aus dem Iran publizierten eine Metaanalyse über den Magnesiumstatus und ADHS. Dabei wurden sieben Studien ausgewertet. Das Ergebnis der Metaanalyse zeigte, dass Patienten mit ADHS im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen niedrigere Magnesiumkonzentrationen aufwiesen.

    Referenz:
    Effatpanah M1, Rezaei M et al.: Magnesium status and attention deficit hyperactivity disorder (ADHD): A meta-analysis; Psychiatry Res. 2019 Apr;274:228-234. doi: 10.1016/j.psychres.2019.02.043. Epub 2019 Feb 19.


  • Forscher aus der Türkei untersuchten die Hepcidinkonzentrationen bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS und verglichen sie mit denen 69 gesunder Kontrollpersonen. Die Hepcidinspiegel waren bei den ADHS-Patienten signifikant höher als bei den Kontrollpersonen. Aufgrund der Studienergebnisse ist davon auszugehen, dass höhere Hepcidinspiegel zu einer Eisendysregulation bei ADHS führen.

    Referenz:
    Kemal Utku Yazici, Ipek Percinel Yazici et al.: Increased Serum Hepcidin Levels in Children and Adolescents with Attention Deficit Hyperactivity Disorder; Clin Psychopharmacol Neurosci. 2019 Feb; 17(1): 105–112

 

  • Bei ADHS-Kindern und bei gesunden Kontrollpersonen wurden verschiedene Mikronährstoffe bestimmt. In die taiwanesische Studie wurden 216 Kinder mit ADHS und 216 gesunde Kontrollpersonen miteinbezogen. Im Vergleich zu den Kontrollpersonen hatten die ADHS-Kinder signifikant niedrigere Spiegel von Vitamin B12, Folsäure, Vitamin B6, Ferritin und einfach ungesättigten Fettsäuren.

    Referenz:
    Liang-Jen Wang , Ya-Hui Yu et al.: Dietary Profiles, Nutritional Biochemistry Status, and Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: Path Analysis for a Case-Control Study; J Clin Med. 2019 May 18;8(5). pii: E709. doi: 10.3390/jcm8050709.

 

  • Taiwanesische Wissenschaftler konnten auch nachweisen, dass ADHS mit allergischen Symptomen und niedrigeren Konzentrationen von Hämoglobin und Serotonin assoziiert waren.

    Referenz:
    Wang LJ, Yu YH et al.: Attention deficit-hyperactivity disorder is associated with allergic symptoms and low levels of hemoglobin and serotonin; Sci Rep. 2018 Jul 6;8(1):10229. doi: 10.1038/s41598-018-28702-5.

 

  • Wissenschaftler aus Georgien führten bei 35 ADHS-Kindern und 35 Kontrollpersonen eine Haaranalyse von Spurenelementen durch. Sie konnten nachweisen, dass sowohl ein Zink-, ein Eisen- und ein Cobaldmangel als auch höhere Konzentrationen von Blei und Quecksilber mit ADHS assoziiert waren.

    Referenz:
    Tabatadze T, Kherkheulidze M. et al.: ATTENTION DEFICIT HYPERACTIVITY DISORDER AND HAIRHEAVY METAL AND ESSENTIAL TRACE ELEMENT CONCENTRATIONS. IS THERE A LINK?; Georgian Med News. 2018 Nov;(284):88-92.


  • Wissenschaftler aus dem Iran fanden bei ADHS-Kindern im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant niedrigere Spiegel der totalen antioxidativen Kapazität von Glutathion und Katalase.

    Referenz:
    Nasim S, Naeini AA et al.: Relationship between Antioxidant Status and Attention Deficit Hyperactivity Disorder Among Children; Int J Prev Med. 2019 Apr 3;10:41. doi: 10.4103/ijpvm.IJPVM_80_18. eCollection 2019.


  • Forscher aus China untersuchten verschiedene Spurenelemente bei Kindern mit ADHS. In die Studie wurden 419 Kinder mit ADHS und 395 Kontrollpersonen einbezogen. Bei den ADHS-Kinder wurden niedrigere Zinkkonzentrationen im Vergleich zu der Kontrollgruppe nachgewiesen. Bei anderen Elementen wurden keine Unterschiede gefunden.

    Referenz:
    Yang R, Zhang Y et al.: Blood Levels of Trace Elements in Children with Attention-DeficitHyperactivity Disorder: Results from a Case-Control Study; Biol Trace Elem Res. 2019 Feb;187(2):376-382. doi: 10.1007/s12011-018-1408-9. Epub 2018 Jun 16.

 

Forscher aus Taiwan publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen dem Magnesiumstatus und ADHS. Es zeigte sich, dass Kinder mit der Diagnose ADHS niedrigere Serum- und Haarmagnesiumspiegel hatten als Kinder ohne ADHS.

Referenz:
Huang YH et al.: Significantly lower serum and hair magnesium levels in children with attention deficit hyperactivity disorder than controls: A systematic review and meta-analysis. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2019 Mar 2;90:134-141.

Wissenschaftler aus Spanien und Italien publizierten einen Übersichtsartikel über den Zusammenhang zwischen Blei und ADHS. 17 Studien erfüllten die Einschlusskriterien. Fünf der Studien fanden keinen Zusammenhang zwischen der Bleibelastung und ADHS. Die restlichen zwölf Studien zeigten einen positiven Zusammenhang. Die Autoren des Fachartikels kamen zu dem Schluss, dass aufgrund der Erkenntnisse aus den Studien ein Zusammenhang zwischen Blei und ADHS vorliegt, und dass selbst kleine Bleispiegel das Risiko erhöhen.

Referenz:
Donzelli G et al.: The Association between Lead and Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: A Systematic Review. Int J Environ Res Public Health. 2019 Jan 29;16(3). pii: E382.

Kinder A 320Eine Forschergruppe aus der Türkei hat bei 30 Kindern mit der Diagnose ADHS und bei 30 gesunden Kontrollpersonen die Konzentrationen von Homocystein, Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure untersucht. Homocystein, Folsäure, Vitamin B6 und B12 waren bei den ADHS-Kindern signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Außerdem zeigte sich eine positive signifikante Korrelation zwischen den Vitamin-B12-Spiegeln und einer Intelligenzscala.

Referenz:
Altun H et al.: Homocysteine, Pyridoxine, Folate and Vitamin B12 Levels in Children with Attention Deficit Hyperactivity Disorder. Psychiatr Danub. 2018 Sep;30(3):310-316.

Wissenschaftler aus Indien untersuchten bei 119 ADHS-Patienten verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels und konnten nachweisen, dass ein Eisenmangel mit ADHS assoziiert war. Hämoglobin, Eisen, Ferritin, MCV und MCH waren bei den ADHS-Patienten niedriger und zeigten eine negative Korrelation zum ADHS-Krankheitsbild.

Referenz:
Kamirul Islam, Soutrik Seth et al.: A study on association of iron deficiency with attention deficit hyperactivity disorder in a tertiary care center; Indian Journal of Psychiatry, 2018, Volume 60, Issu 1, Page 131-134

In einer türkischen Studie wurden 100 ADHS-Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, die noch keine ADHS-Medikamente genommen hatten, auf verschiedene Blutparameter untersucht. Parallel dazu wurden verschiedene psychologische Testverfahren durchgeführt. Die türkischen Wissenschaftler konnten nachweisen, dass ein niedriger Hämoglobinspiegel mit schlechteren Testergebnissen in Bezug auf Lern- und Ängstlichkeitsscores assoziiert war. Je niedriger der Vitamin-B12-Spiegel, umso stärker war die psychosomatische Test-Symptomatik, je höher der Ferritinspiegel, umso niedriger war die psychosomatische Test-Symptomatik.  
Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Vitamin B12 und Eisen bei der Behandlung von ADHS bei Kindern von Nutzen sein könnte.

Referenz:
Dilek Unal, Fahri Celebi et al.: Vitamin B12 and haemoglobin levels may be related with ADHD symptoms: a study in Turkish children with ADHD; Journal Psychiatry and Clinical Psychopharmacology; Received 19 Dec 2017

In einer Studie in Uruguay wurde bei Schulkindern untersucht, ob ein Eisenmangel und eine Bleiexposition Aufmerksamkeitssymptome beeinflussen. Es zeigte sich, dass eine Kombination aus Eisenmangel und höheren Bleivollblutkonzentrationen, vor allen Dingen die Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit verschlechterte - eine Schlüsselkompetenz für Lernen und Sozialisation.

Referenz:
Gabriel Barg, Elena I Queirolo: Blood lead, iron deficiency and attentional ADHD symptoms in Uruguayan first-graders; The FASEB JOURNAL, April 2017, vol. 31 no. 1 Supplement 649.12

Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei 83 Patientinnen mit der Diagnose Eisenmangelanämie und bei 70 gesunden Kontrollpersonen das Vorhandensein von ADHS-Symptomen. Sie konnten zeigen, dass die Prävalenz von ADHS im Erwachsenenalter bei Patientinnen mit Eisenmangelanämie höher war als bei gesunden Kontrollpersonen. Patienten mit Eisenmangelanämie sollten also frühzeitiger auf ADHS-Symptome abgeklärt werden.

Referenz:
Kadir Demirci, Funda Yildirim Bas et al.: The investigation of Symptoms and Diagnoses of Adult-Attention Deficit/Hyperactivity Disorder in Women with Iron Deficiency Anemia; Arch Neuropsychiatry 2017; 54:72-7

adhs 320Im Januar 2017 wurden von chinesischen Wissenschaftlern eine Metaanalyse und ein systematischer Übersichtsartikel zum Thema Eisenstoffwechsel und ADHS publiziert. In die Metaanalyse wurden elf Studien einbezogen, die vor Juli 2016 publiziert worden waren. Die Auswertung der Daten ergab, dass niedrigere Ferritinkonzentrationen im Blutserum mit ADHS bei Kindern assoziiert waren, wohingegen die Eisenkonzentrationen nicht mit ADHS korrelierten.

In dem Fachartikel beschäftigen sich die Autoren auch mit den möglichen Zusammenhängen zwischen einem Eisenmangel und der ADHS-Symptomatik. Ein Grund dürfte sein, dass Eisen ein Hauptcofaktor der Tyrosinhydroxylase ist, die für die Dopaminsynthese benötigt wird. Ein Eisenmangel ist auch mit einer verminderten Dopamintransporterdichte und -aktivität assoziiert, was erhöhte extrazelluläre Dopaminkonzentrationen und eine reduzierte Dopaminrezeptordichte im Striatum bewirkt.

Ein Eisenmangel könnte auch zu einer Dysfunktion der Basalganglien führen. Für die Entstehung der ADHS-Symptomatik spielt das Gleichgewicht zwischen inhibitorischen und exzitatorischen Neurotransmittern eine wichtige Rolle. GABA ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter, der auch die Eisenkonzentrationen im Blut beeinflusst. Die GABA-Spiegel sind bei ADHS-Patienten niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen, was dann auch mit niedrigeren Eisenkonzentrationen in den Basalganglien einhergeht.

Bei Kindern mit ADHS wurden auch niedrigere Eisenspiegel im Thalamus kernspintomographisch nachgewiesen.

Referenzen:

  • wang Y, Huang L et al.: Iron Status in Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: A Systematic Review and Meta-Analysis; PLoS One 2017 Published: January 3, 2017,
  • http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0169145

Wissenschaftler aus Norwegen publizierten im Dezember 2016 die Ergebnisse einer Studie, in der sie acht Vitamine in den Blutproben von 133 ADHS-Patienten und 131 Kontrollpersonen bestimmten. Niedrigere Konzentrationen von B2, B6 und B9 (Folsäure) waren mit der Diagnose ADHS assoziiert, die Vitamine B2 und B6 auch mit dem Schweregrad der Symptomatik. Raucher hatten niedrigere Spiegel der Vitamine B2 und Folsäure.

Referenz:
Elisabeth Toverud Landaas, Tore Ivar Malmei Aarsland et al.:  Vitamin levels in adults with ADHD; Published online 2016 Dec 13.

ADHS pixabayForscher aus der Türkei untersuchten bei 77 Kindern und Jugendlichen, darunter 34 Patienten mit ADHS, 16 Patienten mit Autismusstörungen und 27 Kontrollpersonen, verschiedene Hormone und Vitamin-Konzentrationen. Die Patienten mit Autismusstörungen hatten die niedrigsten Vitamin-B12- und Vitamin-D-Spiegel. Die Vitamin-D-Spiegel bei den ADHS-Patienten waren im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen signifikant niedriger. Die Autoren der Studie betonen die Bedeutung einer Supplementierung der Vitamine B12 und D bei Autismus und ADHS-Patienten.

Referenz:
Bala KA, Doğan M, Kaba S et al.:  Hormone disorder and vitamin deficiency in attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) and autism spectrum disorders (ASDs); J Pediatr Endocrinol Metab. 2016 Aug 22. pii: /j/jpem.ahead-of-print/jpem-2015-0473/jpem-2015-0473.xml. doi: 10.1515/jpem-2015-0473.

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