Dopamin ist ein Neurotransmitter, der zur Gruppe der Katecholamine (Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin) gehört. Die Ausgangssubstanz für die Katecholaminsynthese ist die Aminosäure Tyrosin, aus der zunächst Dopa gebildet wird; daraus entstehen dann Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Dopamin macht etwa 80 % des Katecholamingehaltes im Gehirn aus, wird aber nur von rund 200.000 Nervenzellen als Neurotransmitter verwendet. Trotzdem hat Dopamin Einfluss auf fast alle psychischen Funktionen wie Bewegungssteuerung, Motivation, Emotion, Lernen, Gedächtnis etc.

Man unterscheidet im Gehirn drei dopaminerge Systeme, von denen das so genannte mesolimbische System den stärksten Bezug zur Psyche des Menschen hat. Das mesolimbische Dopaminsystem ist generell dafür verantwortlich, zielgerichtetes Verhalten, das sich auf neue neue Reize und Ziele etc. bezieht, zu erleichtern. Dopamin wirkt auch motivationsverstärkend, deshalb führt eine Dopaminverarmung zu einer Antriebs- und Aktivitätsverminderung sowie zu einer erhöhten Depressivität. Auch im kognitiven Bereich, das heißt für die Funktionen Aufmerksamkeit und Gedächtnis, wirkt sich ein Dopaminmangel negativ aus.

Im Bereich der Persönlichkeitspsychologie ist Dopamin hauptsächlich mit der Abwechslungssuche bzw. Extraversion assoziiert. Stark erhöhte Dopaminspiegel, wie sie durch manche Drogen im Gehirn erzwungen werden, können für kurze Zeit zu einem psychischen Hochgefühl führen. Für den Dopaminstoffwechsel sind verschiedene Mikronährstoffe wie Eisen, Kupfer und Vitamin C erforderlich. In mehreren Studien konnte durch eine Tyrosin-Supplementierung eine deutliche Verbesserung der Stress-Toleranz, der Merkfähigkeit und der psychischen Befindlichkeit erreicht werden.

Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen vermitteln. Eine Substanz wird als Neurotransmitter bezeichnet, wenn sie folgende Kriterien erfüllt: Sie muss in der Nervenzelle gebildet und von dieser freigesetzt werden, sie muss biochemisch identifizierbar sein sowie bei Reizung der Nervenzelle ausgeschüttet werden und die Zielzelle beeinflussen. Die Transmitterwirkung muss durch Gegenspieler dosisabhängig gehemmt werden können.

Die Transmittersubstanz muss nach Verabreichung die gleichen Effekte an den Zielnervenzellen auslösen, wie diejenigen, die nach der Nervenreizung beobachbar sind.

Klassische Neurotransmitter

Zu den klassischen Neurotransmittern werden meist Acetylcholin, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Glutamat, GABA, Glycin, Histamin und Serotonin gezählt. Auch die so genannten Neuropeptide werden mittlerweile zu den Neurotransmittern gerechnet.

Neben den Neurotransmittern gibt es eine Vielzahl von Substanzen, die man als Neuromodulatoren bezeichnet. Diese Stoffe können die Erregungsübertragung verstärken oder vermindern, sind aber nicht unmittelbar an der Erregungsübertragung beteiligt. Inzwischen gibt es auch Neurotransmitter mit außergewöhnlichen Eigenschaften, z.B. Gase wie Stickoxid und Kohlenmonoxid, die nicht in der Nervenzelle gespeichert werden können und auch nicht über bestimmte Rezeptoren wirken, sondern sozusagen direkt durch die Zellwand in andere Zellen gelangen.

Über den Zusammenhang zwischen Neurotransmitter und Persönlichkeit ist intensiv geforscht worden. Es gibt verschiedene Persönlichkeitsmodelle, die bestimmte psychische Eigenschaften einem Neurotransmitter zuordnen, z.B. hat Dopamin darauf einen Einfluss, inwieweit ein Mensch offen ist für neue Erfahrungen.

 

Aminosäuren: wichtig Rolle im Stoffwechsel der Neurotransmitter

Gerade für die Bildung der klassischen Neurotransmitter spielen die Aminosäuren eine zentrale Rolle. Glutaminsäure und Glycin wirken als Aminosäuren direkt auf spezifische Rezeptoren im Gehirn. Phenylalanin bzw. Tyrosin sind die Ausgangssubstanzen für die Bildung von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Diese bezeichnet man auch als Katecholamine; sie haben z.B. großen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und die Stressbewältigung. Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Neurotransmitter Serotonin gebildet, der eine Vielzahl von Funktionen hat, z.B. die Regulierung der Stimmung, des Schlafes, des Appetits, des Schmerzempfindens, des Hormonsystems. Die Aminosäure Serin ist die Vorstufe von Acetylcholin, einem sehr wichtigen Neurotransmitter für Lernen und Gedächtnisbildung.

Neurotransmitter und Psyche

Neurotransmitter und ihre Rezeptoren spielen eine zentrale Rolle für die psychische Befindlichkeit des Menschen. Psychopharmaka wirken über eine Beeinflussung der Neurotransmitterkonzentration oder der Rezeptoren. Da am Neurotransmitterstoffwechsel viele verschieden Mikronährstoffe beteiligt sind, kann auch durch eine gezielte Therapie mit diesen Substanzen die Bildung der Neurotransmitter und ihr Verhältnis zueinander positiv beeinflusst werden.

 

Mikronährstoffmängel bei ADHS - was ist bekannt?

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..Meist wird kaum beachtet, dass auch die Ernährung eine zentrale Rolle für die Hirnleistungsfähigkeit, für die psychische Befindlichkeit sowie für das Verhalten spielt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Hirnleistungsfähigkeit in erheblichem Umfang von der Art der Ernährung beeinflusst wird, und zwar in jedem Lebensalter. Das wachsende Gehirn ist besonders empfindlich gegenüber Mikronährstoffdefiziten. Es kommt dann zu einer Verzögerung oder gar Einschränkung der kognitiven Entwicklung. Es gibt auch zahlreiche Erkenntnisse über einen Zusammenhang zwischen Mikronährstoffe und der ADHS-Symptomatik...weiter

 

Erkältungen vorbeugen: Das Immunsystem mit Mikronährstoffen stärken

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...Das Immunsystem muss sich flexibel und schnell neuen Herausforderungen stellen und ist deshalb allezeit auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Nährstoffen angewiesen. Bereits der Mangel an einem Mikronährstoff kann die Immunkompetenz empfindlich stören. Das Immunsystem unterliegt, wie alle anderen Organe auch, einem Alterungsprozess. Die Zahl und biologische Aktivität der Immunzellen ist dann eher rückläufig. Die Entzündungsaktivität des Organismus nimmt zu. Insgesamt besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionserkrankungen. Diese kann durch eine gute Mikronährstoffversorgung verhindert oder zumindest gemildert werden....weiter

 

Epilepsie: Warum Mikronährstoffe so wichtig sind

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Bei Epilepsiepatienten sollte auf jeden Fall auf die Mikronährstoffversorgung geachtet werden. Mikronährstoffmängel können für die Entstehung epileptischer Anfälle eine wichtige Rolle spielen, da sie einen Einfluss auf verschiedene pathophysiologische und pathobiochemische Phänomene bei Epilepsien haben. Zu erwähnen sind hier: oxidativer Stress, mitochondriale Dysfunktion, Hyperhomocysteinämie, erhöhte Entzündungsaktivität, Elektrolytungleichgewichte. Epilepsiemedikamente, so genannte Antiepileptika, gehören zu den Arzneimitteln, die am häufigsten zu Mikronährstoffmängeln führen. Dies dürfte auch ein Hauptgrund für die hohe Nebenwirkungsrate dieser Medikamente...weiter

Mikronährstoffe und Hautgesundheit

Haut

Die Haut ist ein Organ mit einer hohen Stoffwechselaktivität und deshalb allezeit auf eine ausreichende Verfügbarkeit mit Mikronährstoffen angewiesen. Wegen ihres hohen Nährstoffbedarfs ist die Haut auch besonders anfällig für Störungen, die eine unausgewogene oder mangelhafte Ernährung mit sich bringt. Sehr häufig sind Hautprobleme die ersten Anzeichen eines Nährstoffmangels. Der Gesundheitszustand und das Erscheinungsbild der Haut lassen sich in erheblichem Umfang durch eine gesunde Ernährung fördern. Andersherum gibt es verschiedene Ernährungsfaktoren, die für die Haut ungünstig sind. Zum Beispiel führt ein übermäßiger Konsum von raffinierten Kohlenhydraten sowie Alkohol zu einer Störung des Fettsäurestoffwechsels der Haut....weiter

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