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schwermetalle 425 

Für den Begriff „Schwermetalle“ gibt es unterschiedliche Definitionen. In der Chemie bezeichnet man als Schwermetalle alle Metalle mit einer höheren Dichte als 5,0 Gramm pro Kubikzentimeter. Darunter fallen dann auch Metalle wie Eisen, Zink und Chrom, die im Stoffwechsel des Menschen als Spurenelemente fungieren. In der Medizin versteht man unter Schwermetallen die toxischen Metalle, zu denen dann aber auch ein Leichtmetall wie Aluminium oder ein Halbmetall wir Arsen gehören.

Im Folgenden sind also die toxischen Metalle gemeint, wenn von den Schwermetallen die Rede ist. Die toxischen Metalle haben, soweit derzeit bekannt, keine lebensnotwendigen Funktionen im Stoffwechsel, sondern ganz überwiegend schädliche Wirkungen.

 

Schwermetallbelastungen: oftmals hausgemacht

Schwermetalle sind natürliche Bestandteile der Erdkruste, die aber häufig durch menschliche Aktivitäten aufkonzentriert oder in eine andere chemische Form gebracht werden.

Im Laufe der Zeit kann so eine Umweltbelastung mit Schwermetallen entstehen, was dann zu einer Belastung von Luft, Trinkwasser und Nahrungsmitteln führt. Über die Luft, das Trinkwasser und über die Nahrungsmittel kommt es dann auch zu einer Anreicherung im menschlichen Körper.

Schwermetalle sind in der heutigen Zeit nicht nur in der Nahrungskette zu finden, sondern befinden sich auch oftmals in Gebrauchsgegenständen z. B. in Keramik, Modeschmuck, Kleidung, Schuhen, Kosmetika, Kerzen und vielem mehr. Auch rein berufsbedingt kann eine erhöhte Metallexposition vorliegen, z. B. bei Handwerkern, metallverarbeitenden Berufen, Zahnarztpersonal, etc.

 

Schwermetalle werden im Depots gelagert

Häufig erfolgt eine Speicherung der Schwermetalle im Fettgewebe, aus dem es dann nur langsam ausgeschieden oder abgebaut werden kann. Schwermetalle haben oftmals eine Halbwertszeit im Körper von 15 bis 20 Jahren.

 

Schwermetallbelastungen: große Gesundheitsgefahr

Chronische Schwermetallbelastungen sind in der Allgemeinbevölkerung sehr häufig und werden in ihrer Gefährlichkeit meist unterschätzt.

Eine Belastung mit Schwermetallen ist ein bedeutender Faktor, der die Entstehung von Zivilisationskrankheiten fördert. Schwermetalle schädigen den Organismus auf verschiedene Art und Weise. Ein wichtiger Schädigungsmechanismus ist die Verdrängung der physiologischen Spurenelemente von den aktiven Zentren in den Enzymen. Dies führt zu einer Einschränkung der Enzymaktivität und dadurch zu einer Beeinträchtigung von Stoffwechselreaktionen, woraus sich dann gesundheitliche Folgen ergeben können. Schwermetalle fördern die Entstehung von oxidativem Stress und führen häufig zu entzündlichen Reaktionen und können auch die Blut-Hirn-Schranke sowie die Mukosabarriere des Darms schädigen.

Prinzipiell gibt es keine völlig unschädlichen Konzentrationen von Schwermetallen, auch wenn die Festlegung von Grenzwerten dies vielleicht vermuten lässt. Schwermetalle können in jeder Konzentration die oben erwähnten biochemischen Effekte bewirken.

Besonders empfindlich gegenüber Schwermetallen ist das Gehirn der Kinder. In den letzten Jahren zeigt sich zunehmend, dass bereits minimale Schwermetallbelastungen, die man jahrzentelang für ungefährlich gehalten hat, zu einer Einschränkung der Hirnleistungsfähigkeit und psychischen Befindlichkeit sowie des Verhaltens führen. Bereits eine leichte Schwermetallbelastung bei Kindern bewirkt Intelligenzeinbußen.

Selbst wenn die Konzentrationen der Schwermetalle unter dem Grenzwert liegen, können dennoch gesundheitliche Störungen entstehen, weil es zu kumulativen Effekten kommt. 

 

Schwermetallbelastete Lebensmittel lieber meiden

Es ist immer von grundlegender Bedeutung, mögliche Quellen von Schwermetallen zu erkennen und zu meiden. Wenn Schwermetalle erst im Organismus sind, ist eine Mobilisierung oft nicht einfach.

Auch für Schwermetalle gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen!

Eine wichtige Maßnahme zur Vermeidung einer Schwermetallbelastung ist eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen. Es ist z. B. bekannt, dass ein Eisenmangel zu einer vermehrten Bleiaufnahme führt. Bestimmte Ernährungsgewohnheiten erhöhen das Risiko für eine Schwermetallbelastung. Zu erwähnen ist hier ein häufiger Verzehr von Seeefisch und Meeresfrüchten, der zu einem Anstieg der Quecksilberbelastung führt. Aber auch Süßwasserfische sind in der heutigen Zeit nicht selten erheblich quecksilberbelastet.

In den letzten Jahren hat sich die glutenfreie Ernährung zu einem regelrechten Modetrend entwickelt. Inzwischen haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass eine glutenfreie Ernährung mit einer erhöhten Schwermetallaufnahme einhergeht.

Der Verzehr von Reis und Reisprodukten kann in Abhängigkeit vom Ausmaß zu einer Arsenbelastung führen, da das Wasser in verschiedenen Reisanbaugebieten erheblich arsenbelastet ist.

 

Weniger Blei in der Umwelt durch bleifreies Benzin

Bei manchen Schwermetallen wie Blei konnte in den letzten Jahrzenten durch Abschaffung des bleihaltigen Benzins eine Besserung der Umweltbelastung erreicht werden. Allerdings bleibt Blei ein gefährliches Umweltgift und ist, wie bereits erwähnt, bereits in minimalen Konzentrationen erheblich neurotoxisch, was man früher in diesem Ausmaß nicht erkannt hat.

 

Aluminium – auch eine zunehmende Belastung

Ein zunehmendes Problem ist Aluminium, dessen Freisetzung aus den Böden durch sauren Regen gefördert wird. Außerdem ist Aluminium in immer mehr Lebensbereichen anzutreffen, so dass die Aluminiumbelastung des Menschen insgesamt zunimmt. Es ist wichtig, die Aluminiumaufnahme so weit wie möglich zu beschränken. Dazu muss man wissen, dass Aluminium  z. B. in gefärbten Süßigkeiten und in Laugengebäck vermehrt vorkommen kann. Ungünstig ist auch die Zubereitung und Aufbewahrung von säurehaltigen Lebensmitteln in aluminiumhaltigen Kochgefäßen.

 

Schwermetalle im Blut bestimmen

Es ist zweckmäßig, von Zeit zu Zeit die Schwermetalle im Blut zu bestimmen. Spätestens dann, wenn bereits gesundheitliche Störungen vorliegen, die mit Schwermetallen in Zusammenhang stehen können. Bei einer nachgewiesenen Schwermetallbelastung sollte dann eine geeignete Ausleitungstherapie durchgeführt werden. Auch eine gezielte Supplementierung von Mikronährstoffen kann zu einer Verminderung der Schwermetallbelastung beitragen.

Obst 320Vitamine regulieren Stoffwechselreaktionen

Definitionsgemäß sind Vitamine organische Verbindungen, die der Körper nicht selbst oder nicht in ausreichenden Mengen herstellen kann. Die Vitamine gehören zu den Mikronährstoffen. Sie dienen dem Organismus nicht als Energielieferanten oder als Bausteine von Organen und Geweben. Vitamine sind an sehr vielen Stoffwechselreaktionen im Organismus beteiligt und haben auch regulatorische Funktionen für die Verwertung von Makronährstoffen. Einige Vitamine sind für das Zellwachstum und für die Zelldifferenzierung notwendig sowie für die Regulierung des Calcium- und Phosphatstoffwechsels. Außerdem sind Vitamine auch Bestandteile des antioxidativen Systems der Zellen.

Aminosuren Formeln 425

Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Peptide und Proteine und haben darüber hinaus zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel. Für die Proteinsynthese sind 21 Aminosäuren erforderlich.

Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch Selenocystein eine proteinogene Aminosäure ist, da Sie für die Bildung einiger Proteine benötigt wird.

 

Einstufung der Aminosäuren

Einige Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden, sie werden als nicht essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenzielle Aminosäuren müssen obligat mit der Nahrung zugeführt werden. Dazwischen gibt es eine Gruppe von Aminosäuren, die üblicherweise aus anderen Aminosäuren gebildet werden können. Unter bestimmten Umständen, z. B. bei metabolischem Stress, ist die endogene Bildung der Aminosäuren aber nicht ausreichend zur Bedarfsdeckung des Organismus. Auch bei Frühgeborenen ist die Fähigkeit zur Aminosäurensynthese noch nicht ausgereift.

Mikronhrstoffe2 425Die Nahrung des Menschen besteht aus Makro- und Mikronährstoffen. Zu den Makronährstoffen gehören Fette, Kohlenhydrate und Proteine. Proteine dienen in erster Linie dem Aufbau der Körpergewebe. Kohlenhydrate und Fette sind hauptsächlich Energielieferanten für den Organismus. Mikronährstoffe sind keine Energielieferanten. Mikronährstoffe sind aber an allen Stoffwechselreaktionen beteiligt und somit essenziell für die Gesundheit des Körpers.

Zu den Mikronährstoffen gehören:

• Vitamine
• Mineralstoffe
• Spurenelemente
• Aminosäuren
• Fettsäuren

Mikronährstoffe sind lebensnotwendig

Mikronährstoffe haben lebenswichtige Funktionen und müssen in ausreichender Menge dem Organismus zur Verfügung stehen. Da die Mikronährstoffe spezifische Funktionen haben, ist ein Mikronährstoff auch nicht ohne Weiteres durch einen anderen Mikronährstoff ersetzbar.

Zu den Mikronährstoffen werden häufig auch Biomoleküle gezählt, die zwar vom Organismus in einem gewissen Umfang gebildet werden, aber dennoch häufig in der

Mikronährstoffmedizin supplementiert werden, z. B. Carnitin, Coenzym Q10, Cholin, Alpha-Liponsäure und vieles mehr.

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