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Eisenmangel ist nicht gleichzusetzen mit Eisenmangelanämie

BlutarmutEin Eisenmangel ist in der heutigen Zeit weit verbreitet, was aber vielen Menschen so gar nicht bewusst ist. Müdigkeit, Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit können die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sein. Leider wird ein Eisenmangel oft gar nicht erkannt, weil meistens nur eine Eisenmangelanämie als Eisenmangel definiert wird. Hierzu kann gesagt werden, dass die Eisenmangelanämie nur die Spitze des Eisbergs ist.

Zur Beurteilung des Eisenstatus ist auch nicht nur das rote Blutbild ausreichend, also die Bestimmung von Hämoglobin, Hämatokrit, roter Blutkörperchen etc. Ein sinnvoller Messwert zur Beurteilung des Eisenstatus ist das Eisenspeicherprotein Ferritin. Allerdings ist der Referenzbereich von Ferritin sehr problematisch. Er geht häufig von 25 bis 350 μg/l, so dass dann ein Ferrtinwert von z. B. 26 oder 27 μg/l in vielen Fällen in der ärztlichen Praxis als normal und akzeptabel eingestuft wird. Es gibt aber zahlreiche Hinweise, dass ein niedriger Ferritinwert keinesfalls eine ausreichende oder gar optimale Eisenversorgung widerspiegelt, z. B. kann Haarausfall bereits bei einem Ferritinwert kleiner 70 μg/l auftreten. In der überwiegenden Zahl der Studien wird deshalb ein Eisenmangel als Ferritin kleiner 100 μg/l definiert. Für eine gute Eisenversorgung sollte also ein Ferritinwert um 100 μg/ l angestrebt werden.

 

 

Neurodegenerative Erkrankungen 320Neurodegenerative Erkrankungen sind Erkrankungen, die mit einem Untergang von Nervenzellen im ZNS einhergehen. Die beiden häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen sind Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Der Morbus Alzheimer ist auch die häufigste Demenzerkrankung. Bei etwa 60 Prozent der Demenzerkrankungen handelt es sich um einen Morbus Alzheimer. Alzheimer ist kein Synonym für Demenz. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 1,5 Mio. Demenzkranke. Für das Jahr 2050 wird mit mehr als 3 Mio. Demenzkranken gerechnet. Etwa 300.000 Menschen in Deutschland sind an Morbus Parkinson erkrankt. Nach einer aktuellen Studie der University of Rochester dürfte die Zahl der Parkinsonpatienten bis 2040 auf über 17 Mio. steigen. Dreimal so viel wie heute. Neben der alternden Weltbevölkerung sind auch Umweltfaktoren wie die zunehmende Belastung mit Pestiziden für diese Entwicklungen verantwortlich.

Die neurodegenerativen Erkrankungen erscheinen sich in ihrem klinischen Erscheinungsbild. Es liegen aber durchaus ähnliche Risikofaktoren und Krankheitsmechanismen zugrunde. Zu den Risikofaktoren gehören z. B westlicher Ernährungsstil, psychischer Dauerstress, toxische Belastungen, Mikronährstoffmängel. Beim Morbus Alzheimer fördert sicherlich auch ein geringer sozialer Austausch sowie z. B. stundenlanges belangloses Fernsehen die Entstehung des Krankheitsbildes.

An der Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen sind z. B. beteilgt: oxidativer und nitrosativer Stress, erhöhte Entzündungsaktivität im Gehirn, Energiemangel der Nervenzellen, erhöhte Homocysteinkonzentrationen und Exzitotoxizität.

Grundsätzlich gilt, dass eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen von zentraler Bedeutung für die normale Funktionsfähigkeit des Gehirns ist. Mit einer gezielten Mikronährstofftherapie auf der Basis einer Mikronährstoffanalyse sind viele biochemische Störungen bei neurodegenerativen Erkrankungen korrigierbar.

Welche Mikronährstoffe diesbezüglich besonders wichtig sind, erfahren Sie in unserem Vortrag, der am 22.03.2019 in Aschaffenburg gehalten wird.

Stimmungsschwankungen - Spaziergang im NebelDas Gehirn besteht aus etwa 100 Mrd. Nervenzellen, wobei jede Nervenzelle mit etwa 1000 anderen Nervenzellen verbunden ist. Daraus ergibt sich die gewaltige Zahl von 100 Mio. Synapsen. Für ein gut funktionierendes und ausgewogenes Nervensystem ist die ausreichende Verfügbarkeit aller erforderlichen Cofaktoren unabdingbar. Mikronährstoffe sind aus verschiedenen Gründen für das Nervensystem wichtig: Sie fungieren als Botenstoffe, sind an der Bildung von Neurotransmittern beteiligt, sind Baumaterial für die Nervenzellen, sind notwendig für den Energiestoffwechsel, sind erforderlich für den antioxidativen Schutz und für die Nervenreizweiterleitung.

Nervenzellen sind in besonderem Maße von Vitamin B1 abhängig, da sie auf Glucose als Energieträger angewiesen sind. Die Vitamine Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 werden für den Homocysteinabbau benötigt. Homocystein ist nicht nur ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, sondern auch für neuropsychiatrische Störungen. Ein Folsäure- und/oder B12-Mangel kann mit Gedächtnisschwäche, Angstzuständen und Depressionen einhergehen. Es wurde auch nachgewiesen, dass ein Vitamin-B12-Mangel hirnatrophische Prozesse beschleunigen kann.

In den letzten Jahren wird zunehmend deutlich, dass auch dem Vitamin D wichtige Funktionen im Gehirn zukommen, z. B. eine Beteiligung an der Bildung von Nervenwachstumsfaktoren, Regulierung der Glutathionsynthese und Serotoninbildung und Beeinflussung der Neubildung von Nervenzellen. Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und der psychischen Befindlichkeit sowie Hirnleistungsfähigkeit ermittelt.

Psychiatrische Erkrankungen und bereits psychischer Stress gehen mit oxidativem Stress einher. Aus diesem Grund sollte auf eine gute Versorgung mit Vitamin E und C geachtet werden...

Magersucht 300Anorexia nervosa oder psychogene Magersucht ist ein absichtlich herbeigeführtes Untergewicht. Das Krankheitsbild tritt bei Jugendlichen mit einer Häufigkeit von einem Prozent auf, wobei Mädchen zehn Mal häufiger betroffen sind als Jungen. Zu den klinischen Symptomen gehört neben einer Einschränkung der Nahrungsaufnahme auch eine fehlende Krankheitseinsicht mit einer Körperschemastörung. Anorexiapatienten haben häufig einen gesteigerten Bewegungsdrang und nehmen eventuell Appetitzügler oder Abführmittel ein. Außerdem wird häufig ein selbst induziertes Erbrechen herbeigeführt.

Das Untergewicht bedingt im Laufe der Zeit eine Vielzahl körperlicher Symptome wie Muskelatrophie, Haarausfall, Herzrhythmusstörungen, orthostatische Dysregulation, Blutbildveränderungen, Elektrolytverschiebungen und vieles mehr. Meist besteht eine endokrine Störungen auf der Hypothalamus-Hypohysen-Gonaden-Achse, wodurch es bei Mädchen dann typischerweise zu einem Ausbleiben der Regelblutung kommt.

Bei Anorexia nervosa wurden auch verschiedentlich Mikronährstoffmängel oder Probleme mit der Mikronährstoffversorgung festgestellt. Dazu einige Studien:

Anorexia 426Anorexia nervosa: Magersucht mit zum Teil gravierenden Mikronährstoffmängeln und entsprechenden Folgen

Bei Anorexia nervosa sind häufig Mikronährstoffmängel anzutreffen, da sowohl die Nahrungsmenge wie auch die Nahrungsmittelauswahl stark eingeschränkt sind.
Die Folgen einer Magersucht sind z. B. Herzrhythmusstörungen, eine Einschränkung der Nierenfunktion, Durchblutungsstörungen, Veränderungen der Knochensubstanz und der Sexualhormone etc.

 

Auch die Psyche leidet bei Anorexia nervosa 

Durch die Mangelernährung kommt es meist zu einer verminderten Aufnahme von Aminosäuren und von anderen Mikronährstoffen, die unter anderem auch für den Botenstoffwechsel erforderlich sind. Die Folgen für Anorexia-Patienten können sein: Depressionen, Leistungsabfall, Hirnleistungsstörungen, Konzentrationsstörungen und nicht zu letzt auch eine eingeschränkte Beurteilungsfähigkeit des Gewichts- bzw. des Gesundheitszustandes.

 

Eine Mikronährstoffanalyse bei Anorexia nervosa ist sinnvoll

Aufgrund der zum Teil schwerwiegenden Mikronährstoffmängel bei Anorexia nervosa, ist die Durchführung einer umfassenden Mikronährstoffanalyse sinnvoll, wie die Vitalstoffanalyse „exklusiv“.

Empfehlenswert ist deshalb eine Bestimmung der Mikronährstoffe, um bestehende Mängel aufzudecken und zu beheben.

 

Studien

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