dcms-mangel-check2Die Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen ist, wie die Nationale Verzehrstudie II von 2007 gezeigt hat, in weiten Teilen der Bevölkerung unzureichend. So erreichen z.B. etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung nicht die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Zufuhr von 100 mg Vitamin C.

Bei Folsäure kommen etwa 79 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen nicht auf eine tägliche Aufnahme von 400 µg. Bezüglich Vitamin D schaut es nicht viel besser aus: Etwa 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen sind mit Vitamin D unterversorgt.

Auch die Versorgung mit Calcium, Magnesium, Zink, Selen und Folsäure ist als kritisch zu bewerten.

Der DCMS-Mangel-Check beinhaltet wesentliche Mikronährstoffe, die nach der Nationalen Verzehrstudie II als kritisch zu bewerten sind.


Calcium

Calcium ist wichtig für die Knochendichte und für die Zähne. Außerdem spielt es u.a. eine Rolle bei der Blutgerinnung, bei der Verdauung, bei der Reizübertragung in den Nerven oder beim Energiestoffwechsel.


Magnesium

Magnesium ist der Antistress-Mikronährstoff. Der Mineralstoff hat eine entspannende Wirkung und hat Funktionen im Energiestoffwechsel. Mg ist u.a. wichtig für die Erregungsleitung der Nerven- und Muskelzellen. Psychischer und physischer Stress kann u.a. zu einem Defizit an Magnesium führen. Dieser vermag dann Knochen, Muskeln und Gefäße zu beeinträchtigen.
Verschiedene Krankheiten und Störungen werden mit einem Magnesium-Mangel in Verbindung gebracht wie Tinnitus, Migräne, Muskelkrämpfe, Übererregbarkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, ADHS u.v.m.


Zink

Zink ist an über 200 Enzymfunktionen beteiligt. Zink spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung und Freisetzung von Neurotransmittern, bei der Zellteilung und beim Auf- und Abbau von Nukleinsäuren (DNS/RNS). Zink hat u.a. Zellschutzfunktion vor freien Radikalen, einen Schutzeffekt vor bestimmten Schwermetallvergiftungen, Funktion im Immunsystem und im Hormonsystem.
Ein Zinkmangel kann zu Hautproblemen führen, zu Haarausfall, erhöhter Infektanfälligkeit, psychischen Störungen, Wachstumsstörungen, Sehstörungen u.v.m.


Selen

Selen ist ein bedeutender Bestandteil der Glutathionperoxidase, einem der wichtigsten antioxidativ wirkenden Enzymen für den Zellschutz. Selen hat eine wesentliche Rolle für das Immunsystem, insbesondere für die Bildung der Antikörper. Auch die Aktivierung der natürlichen Killerzellen ist selenabhängig.
Ein Mangel an Selen kann mit verschiedenen chronischen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden wie z.B. Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Ein Selenmangel vermag u.a. zu Herzinsuffizienz oder zu einer Störung des Immunsystems zu führen.


Vitamin D

Experten gehen davon aus, dass mindestens 60 Prozent der Deutschen im Winter einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut haben. Vitamin D ist nicht nur ein Knochenvitamin sondern hat noch viele weitere Aufgaben. Ein Mangel ist u.a. ein Risiko für Autoimmunkrankheiten, Infektionskrankheiten, Bluthochdruck, bestimmten Tumorarten, Muskelschwäche, Demenzerkrankungen, Hirnleistungsstörungen u.v.m.


Vitamin C

Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans. Es schützt den Organismus vor Freien Radikalen. Vitamin C hat bedeutende Schlüsselfunktionen im Immunsystem, indem es u.a. aktivierte T-Zellen unterstützt; es hat noch viele weitere wichtige Aufgaben: Schutz vor arterisklerotische Veränderungen (entzündungshemmend, cholesterinsenkend), Entgiftungskapazität der Leber, Eisenresorption, Bildung von Hormonen und Botenstoffen u.v.m. Im Alter, bei oxidativem Stress, bei Umweltbelastungen und bei vielen chronischen Erkrankungen sind die Vitamin-C-Werte oftmals vermindert.


Vitamin B12

Der menschliche Körper kann Vitamin B12 nicht herstellen, deshalb muss Cobalamin von Außen zugeführt werden. Vegetarier und insbesondere Veganer müssen bewusst auf eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr achten. Aber auch Mischköstler sind vor einem Vitamin-B12-Mangel nicht gefeit, besonders im Alter.
Vitamin B12 ist zusammen mit Vitamin B6 und Folsäure erforderlich, um den Homocysteinspiegel zu senken, einem toxischen Stoffwechselabbauprodukt, das im Aminosäurenstoffwechsel entsteht.
Vitamin B12 ist für die Bildung der roten Blutkörperchen und für den Folsäurestoffwechsel erforderlich. Die Synthese der Myelinscheide der Nervenzelle ist B12-abhängig. Auch für den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien ist Vitamin B12 wesentlich.
Ein Vitamin-B12-Mangel kann zu einer Anämie und zu einer Störung des Energiestoffwechsels führen, außerdem zu Taubheitsgefühle, zu Kribbeln an Händen und Füßen, zu Depressionen, Gereiztheit, Gedächtnisstörungen usw.

Vorsicht: Ein Vitamin-B12-Mangel ist sehr ernst zu nehmen, es kann zu schweren neurologischen Aufallerscheinungen kommen.


Folsäure

Neben der Rolle des Homocysteinabbaus wird Folsäure für die Zellteilung und für die DNS-Synthese benötigt. Ein Folsäuremangel während der Schwangerschaft ist ein Risikofaktor für den so genannten Neuralrohrdefekt. Bei Verletzungen besteht ein erhöhter Folsäurebedarf.
Bei einem Folsäuremangel besteht das Risiko einer Anämie, es kann zu einer Störung des Immunsystems, zu psychischen Störungen etc. kommen.

 


 

Laborparameter


Bestimmt im Blut/ Serum werden:

• Calcium
• Magnesium
• Zink
• Selen
• Vitamin D
• Vitamin C
• Vitamin B12
• Folsäure

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