Zum Thema Psyche

Eine optimale Mikronährstoffversorgung - damit Depressionen gar nicht erst aufkommen

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, etwa 4 Mio Menschen sind in Deutschland betroffen. Neben den psychischen Symptomen wie z.B. Antriebslosigkeit, Motivationsverlust oder Hirnleistungsstörungen besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Essstörungen. Letztere führen infolge der Fehlernährung nicht selten zu Übergewicht oder Untergewicht...weiter

Angststörungen und Mikronährstofftherapie

Angst und MikronährstoffmedizinAngst ist zwar ein normales menschliches Gefühl, sie kann aber, wenn sie chronisch oder schwerwiegend ist, das Leben eines Menschen erheblich belasten und seine Fähigkeiten beeinträchtigen.

Sie zeigt sich häufig in psychosomatischen Symptomen wie Schlafstörungen, innerer Unruhe, Schwitzen, Zittern etc. Bei chronischer Angst besteht ein Bedrohungs- und Verunsicherungsgefühl, auch wenn meist kein Anzeichen für eine Gefahr vorhanden ist.

Die psychische Befindlichkeit des Menschen ist in erheblichem Maße vom Gleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn abhängig. So führt z.B. ein Serotoninmangel zu Ängstlichkeit und generell zu einer eher depressiven Stimmungslage. Ein wichtiger unverzichtbarer Schritt bei Angststörungen ist, dem Gehirn eine optimale Konzentration an Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren zur Verfügung zu stellen. Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für die Bildung von Serotonin und kann als Nahrungsgergänzung die Serotoninbildung im Gehirn anregen. Dazu bedarf es einer ausreichenden Menge an Vitamin B6.

Die Bildung der Neurotransmitter ist gestört, wenn im Blut die Homocysteinkonzentration erhöht ist. Bei erhöhten Homocysteinwerten werden oft schlechte Stimmungslage, Ängstlichkeit und Depressionsneigungen beobachtet. Für den Homocysteinabbau sind neben Vitamin B6 auch die Vitamine B12 und Folsäure erforderlich. Es ist aus mehreren Studien bekannt, dass sowohl Vitamin B12 als auch Folsäure einen stimmungsaufhellenden Effekt haben.

Magnesium spielt eine wichtige Rolle für die Erregbarkeit der Nerven. Bereits ein leichter Magnesiummangel vermindert die Stresstoleranz und erhöht die Erregbarkeit der Nerven. Zink ist an der Bildung von GABA beteilgt. Gamma-Amino-Buttersäure ist ein Botenstoff mit angstlösender Wirkung. Auch die Selenversorgung ist wichtig für die psychische Stabilität des Menschen. Vitamin B1 ist das wichtigste Vitamin für den Glukoseabbau. Wenn zu wenig Vitamin B1 vorhanden ist, bildet der Stoffwechsel vermehrt Milchsäure, die wiederum ängstliches Verhalten fördert.

Diese und andere Mikronährstoffe werden in unserem DCMS-Neuro-Check im Blut bestimmt. Aufgrund der Ergebnisse der Blutanalyse kann dann eine effektive und gezielte Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen erfolgen. Nützen Sie die Möglichkeiten der Mikronährstoffmedizin zur Stabilisierung Ihrer Nerven und für eine bessere Stimmungslage.

Bild: Arman Zhenikeyev, Fotolia.com

Fachpublikation Psyche

Orthomolekulare Medizin bei Angsterkrankungen

Im September 2011 wurden die Ergebnisse einer Studie publiziert, in der die Häufigkeit psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen in 30 europäischen Ländern untersucht worden war. 38,2 Prozent oder 164,8 Mio von 514 Mio Europäern leiden jährlich an einer klinisch bedeutsamen psychischen Störung. Die häufigsten Erkrankungen sind Angststörungen mit 14 Prozent der Bevölkerung, gefolgt von Schlafstörungen (7 Prozent) und unipolaren Depressionen (6,9 Prozent). In den USA leiden 18,1 Prozent der Bevölkerung unter 18 Jahren unter Angststörungen.

Es werden im Wesentlichen drei Typen von Angststörungen unterschieden: Die Panikstörung ist durch wiederkehrende, schwere Angstattacken charakterisiert...  (Report Naturheilkunde 2012, Heft 1)


Aus dem Achiv:

Hirnforscher beweisen: Essen sorgt für gute Laune von Lena Berger
Interview, März 2009

Orthomolekulare Medizin beim Burn-out-Syndrom
Naturheilpraxis, Heft 4/ 2008

Orthomolekulare Medizin bei Depressionen
Comed Nr. 10/ 2007

Weitere Fachpublikationen