Neues DCMS-Therapiekonzept für ADS/ ADHS:

kochen-avava-fotoliaMikronährstofftherapie und Ernährungsumstellung

 

Das Diagnostische Centrum hat jetzt ein neues Therapiekonzept für ADS/ ADHS entwickelt, das die ganzheitliche Behandlung sinnvoll abrundet: eine genaue, auf das Nervensystem abgestimmte Mikronährstoffanalyse, die nicht nur als Basis für eine gezielte Mikronährstofftherapie dient, sondern auch für eine individuelle Ernährungsempfehlung.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei ADS/ ADHS ein Mikronährstoffmangel vorliegen kann. Häufig besteht z.B. ein Zink- oder Magnesiummangel oder ein Defizit an anderen Mikronährstoffen. Bei ADHS werden verschiede Mikronährstoffkombinationen angeboten und ausprobiert. Was jedoch bei dem einen Kind hilft, muss bei dem anderen Kind noch lange nicht in gleicher Weise wirksam sein, denn es gibt hier kein Schema F.

Bekanntlich liegen bei ADS/ ADHS Veränderungen des kindlichen Hirnstoffwechsels vor, die zu Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen, Lernstörungen etc. führen können. Aus ganzheitlicher Sicht ist es deshalb auch sinnvoll, die Biochemie des Organismus auf natürliche Art und Weise zu regulieren. Dazu gehört zum einen die Mikronährstofftherapie und zum anderen eine naturbelassene angepasste Ernährung. Werden bei einem Mikronährstoffmangel dem Stoffwechsel die fehlenden Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Aminosäuren zugeführt, kann sich das unmittelbar auf das Nervensystem auswirken: Botenstoffe können wieder ausreichend gebildet und der Energiestoffwechsel angekurbelt werden, was wiederum Einfluss auf die Stimmung, die Konzentration, die Gedächtnisleistung und auf das Verhalten hat.

Bei einer richtig durchgeführten Mikronährstofftherapie sollte immer anhand einer Blutanalyse ermittelt werden, welche Mikronährstoffe im Defizit sind, und daraus resultierend sollten die Mikronährstoffe verabreicht werden. Diese Form der Mikronährstofftherapie ist keine „Schrotschusstherapie“ und dadurch sehr effektiv – die Mikronährstoffe können auch in therapeutischen Dosen gegeben werden.

Der Ernährungsaspekt spielt in der naturheilkundlichen Behandlung von ADS/ ADHS eine wesentliche Rolle. Es ist sinnvoll, dass diejenigen Lebensmittel auf den Speiseplan kommen, die den Mikronährstoffmangel des Kindes am besten ausgleichen. Ein Verzicht auf Nahrungsmittel und auf Getränke, die die ADHS-Symptome verstärken können, ist ebenfalls anzustreben. Dazu gehören z.B. Lebensmittel oder Genussmittel mit viel Zucker, künstlichen Farbstoffen oder Phosphaten.

Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie hat für ADS/ ADHS ein neues Orthomolekulares Therapiekonzept entwickelt (OM-Therapiekonzept): Eine gezielte Mikronährstoffanalyse des Blutes bildet das Fundament für eine effektive Mikronährstofftherapie und dient als Grundlage für die Auswahl der Lebensmittel, die den Mangel an bestimmten Mikronährstoffen am besten ausgleichen.

Für diese Untersuchung ist eine Blutabnahme erforderlich, die z.B. beim Kinderarzt oder direkt im DCMS-Labor durchgeführt werden kann. Aufgrund einer ausführlichen Mikronährstoffanalyse, mit Bestimmung aller für das Nervensystem relevanten Mikronährstoffe, wird ein ausführlicher Ergebnisbericht erstellt. Dieser beinhaltet das Mikronährstoffanalyse-Ergebnis, einen individuellen ärztlichen Befundbericht mit Therapieempfehlung, eine individuelle Auflistung förderlicher Lebensmittel sowie allgemeine Ernährungstipps bei ADS/ ADHS.

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Fachpublikation ADS/ADHS

Hyperaktivitäts- syndrom und psychische Befindlichkeit von Kindern -

Zusammenhänge zwischen Hirnfunktion und Ernährung

Nach den Erkenntnissen der Neurowissenschaften sind alle mentalen Vorgänge wie Denken und Fühlen unmittelbar mit der Aktivität von Nervenzellen verbunden. Zur Erfüllung seiner Aufgaben ist das Gehirn auf eine ausreichende Versorgung mit allen erforderlichen Nährstoffen angewiesen.
Von einer „hirngesunden“ Ernährung ist deshalb zu fordern, dass sie den Nährstoffbedarf des Gehirns in vollem Umfang deckt und keine Bestandteile enthält, die sich nachteilig auf die Hirnfunktion auswirken. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Ernährung und geistiger Gesundheit steckt noch in den Kinderschuhen; methodisch sind diese auch recht schwierig nachzuweisen...  (Report Naturheilkunde 2008, Heft 5, Bd. 12)


Aus dem Achiv:

ADHS und Mikronährstoffe
die Akzente/ 1. Quartal 2004

Fachartikel ADS/ADHS

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