ADS und Mikronährstoffmedizin

adhsViele Eltern suchen nach Alternativen zu dem Amphetamin-Derivat Methylphenidat (Ritalin). In der Fachliteratur gibt es mehrfache Studienhinweise, in denen eine mangelnde Versorgung mit Mikronährstoffen mit ADHS in Zusammenhang gebracht wird. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Bewertung von Mikronährstoffprofilen können wir bestätigen, dass ADHS-Kinder häufig Mikronährstoffmängel haben,  wobei sich bei den Patienten kein einheitliches Muster an Mikronährstoffdefiziten findet.

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren spielen eine wichtige Rolle im Neurotransmittermetabolismus und können die psychische Befindlichkeit sowie kognitive Fähigkeiten erheblich beeinflussen. Deshalb kann auch ein Mangel an diesen Vitalstoffen eine ADHS begünstigen. Die Grundlage für eine gezielte Mikronährstofftherapie bildet immer eine Mikronährstoffanalyse des Blutes.

Wir empfehlen bei ADS/ ADHS die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks oder alternativ die kleinere Variante, das ADHS-Screening.


DCMS-Neuro-Check

Der DCMS-Neuro-Check beinhaltet die Mikronährstoffe, die sowohl für den Neurotransmitterhaushalt als auch für den Energiestoffwechsel erforderlich sind, einen beruhigenden bzw. entkrampfenden Effekt ausüben oder anderweitig an der Regulierung des Nervensystems beteiligt sind.

Die Parameter dieser Mikronährstoffanalyse haben wir sehr gezielt zusammengestellt. Das Resultat ergab sich durch viele Recherchen in der Fachliteratur und aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Auswertung, Interpretation von Mikronährstoffanalysen bei ADHS-Betroffenen und vielen positiven Rückmeldungen von Patienten.

Ziel der Blutanalyse: Aufgrund der Bestimmung im Vollblut/ Serum können dann individuell die defizitären Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe zugeführt werden.

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Fachpublikation ADS/ADHS

Hyperaktivitäts- syndrom und psychische Befindlichkeit von Kindern -

Zusammenhänge zwischen Hirnfunktion und Ernährung

Nach den Erkenntnissen der Neurowissenschaften sind alle mentalen Vorgänge wie Denken und Fühlen unmittelbar mit der Aktivität von Nervenzellen verbunden. Zur Erfüllung seiner Aufgaben ist das Gehirn auf eine ausreichende Versorgung mit allen erforderlichen Nährstoffen angewiesen.
Von einer „hirngesunden“ Ernährung ist deshalb zu fordern, dass sie den Nährstoffbedarf des Gehirns in vollem Umfang deckt und keine Bestandteile enthält, die sich nachteilig auf die Hirnfunktion auswirken. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Ernährung und geistiger Gesundheit steckt noch in den Kinderschuhen; methodisch sind diese auch recht schwierig nachzuweisen...  (Report Naturheilkunde 2008, Heft 5, Bd. 12)


Aus dem Achiv:

ADHS und Mikronährstoffe
die Akzente/ 1. Quartal 2004

Fachartikel ADS/ADHS

  • Die Rolle von Eisen für Lernen und Gedächtnis

    Eisenmangel gehört zu den häufigsten Mikronährstoffmängeln und betrifft rund 2 Mrd. Menschen weltweit. Obwohl die Anämie die offensichtlichste klinische Manifestation eines Eisenmangels ist, dürften die neuropsychiatrischen Effekte eine sehr große Rolle spielen, weil sie auch nach einer Eisentherapie weiter bestehen können. Ein Eisenmangel in der frühesten Kindheit hingegen, d.h. bis zum Alter von zwei bis drei Jahren, für zu Lern- und Gedächtnisstörungen, die trotz Eisentherapie dann weiter...

  • ADHS und Mikronährstoffe

    ADHS betrifft nach Kriterien des DSM-IV 4 bis 8 Prozent aller Schulkinder in Deutschland. Die Prävalenz von ADHS im Erwachsenenalter wird mit 1,3 bis 4,7 Prozent angegeben. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand ist die Aufmerksamkeitsdefizit-störung ein multifaktoriell bedingtes Krankheitsbild. Für den Verlauf und die individuelle Ausprägung spielen psychosoziale Faktoren und Umweltbedingungen eine wichtige Rolle.Viele Eltern und auch erwachsene Betroffene suchen nach Alternativen zu den meist...