Mikronährstoffe erst bestimmen, dann einnehmen

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Übergewicht bei Kindern – oft fehlen wichtige Mikronährstoffe

dickes kind antitwitter pixelioNach einer Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung leidet ca. ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter Übergewicht. Rund 750.000 Kinder müssen nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts gar als adipös eingestuft werden.

Für die übergewichtigen Kinder und Jugendlichen besteht schon in jungen Jahren ein erhöhtes Risiko für Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Gelenkerkrankungen etc.

Dazu kommen die psychischen Probleme: Hänseleien in der Schule, Mobbing der Nachbarschaftskinder etc. - daraus folgen nicht selten Depressionen und sozialer Rückzug.

Es gibt wesentlich mehr dicke Kinder als noch vor 20 Jahren. Die Ernährung ist fettreicher und süßer geworden – tägliches Fastfood ist keine Seltenheit. Auch bewegen sich die Kinder heute weniger als früher und verbringen ihre Freizeit lieber vor dem PC-Monitor oder Fernseher als draußen im Freien bei Spiel und Sport. Trotz kalorischer Überernährung sind Kinder oftmals unterernährt. Es fehlt ihnen an essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren.

In einer retrospektiven US-amerikanischen Studie von 2011 mit 68 übergewichtigen Jugendlichen wiesen 73 Prozent der Mädchen einen mangelhaften und 28 Prozent einen ungenügenden Vitamin-D-Spiegel auf. Bei den Jungen sah es nur geringfügig besser aus. Bei 69 Prozent war der Vitamin-D-Spiegel mangelhaft und bei 22 Prozent ungenügend. Ein Vitamin-D-Mangel ist u.a. ein Risikofaktor für Diabetes und das metabolische Syndrom.

Bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen wurden mehrfach verminderte Eisenkonzentrationen nachgewiesen. Forscher des Baystate Children´s Hospital konnten nachweisen, dass die niedrigen Eisenkonzentrationen mit der erhöhten Entzündungsaktivität bei Übergewicht zusammenhängen.

In einer spanischen Studie wurden bei 184 übergewichtigen und 185 normalgewichtigen Kindern und Jugendlichen die antioxidative Kapazität untersucht. Die antioxidative Kapazität korrelierte mit der Aufnahme von Pflanzenfasern, Folsäure, Magnesium und den Vitaminen A, C und E. Der Body-Mass-Index der Probanden und der Fettanteil waren invers mit der Zufuhr von Antioxidantien assoziiert. Die Antioxidantienzufuhr könnte also Hinweise auf ein erhöhtes Übergewichtsrisiko liefern. Bei übergewichtigen Patienten mit arterieller Hypertonie bestand ein positiver Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index und erhöhten Homocysteinkonzentrationen. Dies ist das Ergebnis einer Studie indischer Wissenschaftler.
Zink ist ein essentielles Spurenelement und Bestandteil vieler Enzyme; außerdem ist es für die Synthese, Speicherung und Freisetzung von Insulin erforderlich. Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 60 übergewichtigen Kindern den Effekt einer Zink-Supplementierung auf verschiedene Stoffwechselparameter. Die Zinktherapie (20 mg täglich) wurde über einen Zeitraum von acht Wochen durchgeführt. Durch die Zinktherapie kam es bei den übergewichtigen Kindern zu einer Verminderung der Konzentrationen von Glucose, Insulin und HOMA-IR. Neben einer notwendigen Veränderung des Lebensstils könnte also eine Zinksupplementierung eine nützliche Therapie sein, um kardiometabolische Risikofaktoren bei Kindern mit Übergewicht zu vermindern.

Gerade bei Übergewicht ist die Bestimmung der Mikronährstoffe im Blut/ Serum sinnvoll und notwendig, damit durch eine geeignete Supplementierung die Risiken für Folgeerkrankungen vermindert werden können.

Bild: Antitwitter, pixelio.de

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