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Hautärzte warnen jetzt wieder vor zu langem Sonnenbaden. Wenn die Haut, insbesondere in dieser Jahreszeit, stundenlang der Sonne ausgesetzt ist, besteht ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Hautkrebs.

Wer die Sonne trotzdem nicht missen möchte und ausgiebige Sonnenbäder im Freien genießt, verwendet Sonnencremes oder Sonnenmilch mit möglichst hohen Lichtschutzfaktoren. Diese Kosmetikprodukte sollen dann die UVA- und UVB-Strahlen abschirmen.

 

Die andere Seite der Medaille ist die, dass fatalerweise gerade diese UVB-Strahlen notwendig sind, um über die Haut das lebensnotwendige Vitamin D zu bilden. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut ist bekanntlich ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Allergien, Osteoporose, aber auch für bestimmte Tumorarten. Krebszellen können nur entstehen, wenn wesentliche zelluläre Kontrollmechanismen aus dem Takt geraten. Vitamin D unterstützt diese Kontrollfunktionen ganz wesentlich.

Ohne Zweifel kann ein Zuviel an Sonne schädlich sein. Aber ab wann wird es kritisch? Als Faustregel unter Expertenkreisen gilt: Für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese im Frühjahr und Sommer sollte etwa dreimal die Woche etwa 20 Prozent der Körperoberfläche, das sind z.B. Gesicht und Arme, der Sonne ausgesetzt werden – und zwar mit der Hälfte der Dosis, die zu einer beginnenden Hautrötung aber noch zu keinem Sonnenbrand führt.

Außerdem kann es durchaus sinnvoll sein - insbesondere dann, wenn die Haut mit dem UV-B-Licht wenig in Kontakt kommt -, auch im Sommer ein Vitamin-D-Präparat einzunehmen. Wer auf „Nummer sicher“ gehen möchte, untersucht den Vitamin-D-Spiegel im Blut.

Referenz:
spiegel online.de, 12.06.2013: „Hoher Lichtschutzfaktor verhindert die Vitamin-D-Synthese“.

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