drahtseil-rosel-eckstein-pixelioPrinzipiell ist unsere Gefühlswelt sehr stark von der Verfügbarkeit gehirnaktiver Substanzen abhängig – von den so genannten Neurotransmittern. Das sind Botenstoffe, die Nervenimpulse von einer Zelle in die andere übertragen.

 

Neurotransmitter bestimmen
im Wesentlichen unsere Stimmungslage,
unser Konzentrations- und Reaktionsvermögen,
aber auch die Fähigkeit zur Kreativität und die allgemeine Leistungsfähigkeit.

 

Neurotransmitter können nur ausreichen gebildet werden, wenn genügend Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren zur Verfügung stehen. Aminosäuren nehmen hier eine Schlüsselrolle ein: Einige von ihnen sind erregende oder dämpfende Neurotransmitter oder deren Vorstufen.

Darüber hinaus haben Mikronährstoffe noch viele weitere Funktionen im Stoffwechsel des Nervensystems. Sie sind an der Energieversorgung der Nervenzellen beteiligt. Man schätzt, dass unser Gehirn ca. 20 % des gesamten Energieumsatzes verbraucht! Wenn der Energiestoffwechsel aufgrund eines Mangels an Mikro­nährstoffen blockiert ist, kann sich das ebenfalls negativ auf die Psyche und Hirnleistungsfähigkeit auswirken.

Mikronährstoffe sind auch Bau- und Schutzmaterial für die Nervenzellen. Insbesondere die fetthaltigen Strukturen in diesen Zellen sind oxidativen Schäden ausgesetzt und sind auf antioxidative Biostoffe angewiesen. Freie Radikale sind oftmals eine wesentliche Ursache für die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen, wie M. Alzheimer, M. Parkinson. Auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Multipler Sklerose besteht ein hoher Bedarf an Antioxidantien.

 

Mikronährstoffe haben vielfache Aufgaben im Nervensystem

Für die Ausgewogenheit des Nervensystems spielen die Neurotransmitter eine wesentliche Rolle, deren Synthese eng mit dem Aminosäuren-Stoffwechsel verknüpft ist. Der Neurotransmitter Serotonin wird beispielsweise aus der Aminosäure Tryptophan gebildet. Serototonin wirkt antidepressiv und hat einen positiven Effekt auf das Ess-, Schlaf- und Suchtverhalten.

Aus der Aminosäure Serin wird Acetylcholin gebildet. Ohne Acetylcholin könnten wir nicht lernen. Auch Glutaminsäure wirkt als Neurotransmitter und ist für die Gedächtnisleistung unentbehrlich. GABA (Gammaamino­buttersäure) ist einer der wichtigsten beruhigenden Botenstoffe im Gehirn. GABA wird aus Glutaminsäure und Glutamin gebildet.

Auf eine ausreichende Verfügbarkeit von B-Vitaminen ist das Nervensystem besonders angewiesen: Sie haben unterschiedliche Funktionen, z.B. Energiebereitstellung für die Nervenzellen, Beteiligung an der Reizübertragung, schmerzlindernde und antidepressive Effekte.

Vitamin B6 ist das wichtigste Vitamin für den Amino­säurenstoffwechsel und für die Bildung von Botenstoffen (Dopamin, GABA, Serotonin). Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle bei der Synthese der Myelinscheiden. Vitamin-B-Mängel können zu schweren neurologischen und psychiatrischen Störungen führen.

Mikronährstoffe wie Vitamin E, C, Glutathion, Zink oder Selen sind starke Antioxidantien und schützen die Nervenzellen vor oxidativer Zerstörung.

 

 

Hier ein Kurzüberblick über einzelne Funktionen von
Mikonährstoffen in Bezug auf das Nervensystem:

Cystein                 
  • Starkes Antioxidans – schützt die Nerven­zellen vor Oxidation
  • Baustein des Glutathions, eines der stärksten Antioxidantien überhaupt. Der Glutathion­pool in der Zelle reguliert die intrazelluläre Immunabwehr

 

Glutamin
  • Ausgangssubstanz für GABA, einem beruhigenden Neurotransmitter
  • Bei schweren neurologischen Erkrankungen besteht ein erhöhter Bedarf

 

Glutaminsäure
  • Wichtig für die Gedächtnisleistung

 

Taurin
  • Antioxidans - schützt die Nervenzellen
  • Verhindert den Zelltod, indem es einem zu hohen Calciumeinstrom entgegenwirkt

 

Tyrosin
Phenylalanin


  • Vorreiter von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin

 

Tryptophan
  • Aus Tryptophan entsteht Serotonin, der wichtigste stimmungsaufhellende Neurotransmitter

 

Homocystein
  • Begünstigt neurologische und neuropsychiatrische Erkrankungen

 

Zink
  • Ein Zinkdefitzit kann das Lern- und Denkvermögen beeinträchtigen

  • Hat große antioxidative Kapazität

 

Selen
  • Bestandteil der Glutathionperoxidase, eines der stärksten antioxidativen Enzyme
  • Eine niedrige Selenkonzentration korrelierte in einigen Studien mit einer schlechten Gemütslage

 

Magnesium
  • Antistressmineralstoff
  • Hilfreich bei psychovegetativer

 

Vitamin B6
  • Wird für den Aminosäuren-Stoffwechsel gebraucht und für die Neurotransmitter­synthese
  • Beteiligt an der Energiebereitstellung der Nervenzelle

 

Vitamin B12
  • Wird für den Aufbau der Myelinscheiden in den Nevenzellen benötigt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back to top