Aminosäuren sind bekanntlich erforderlich für die Bildung aller Proteine, man nennt Aminosäuren auch die Bausteine des Lebens. Aus ihnen entstehen u.a. Enzyme und Strukturproteine, aber auch Hormone und die DNA. Sie sind Baustoff für Immunzellen und erforderlich für den Neurotransmitterstoffwechsel. Aminosäuren sind letztlich Baumaterial für Organe, Haare, Haut, Muskeln etc.

In der Orthomolekularen Medizin wird immer mehr das therapeutische Potential der Aminosäuren geschätzt. Aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen können sie als adjuvante Therapiemaßnahmen bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden.

 

Hier einige wenige Beispiele über den Einsatz von Aminosäuren:

Für das Immunsystem:

  • Arginin erhöht die Aktivität der Abwehrzellen; aus Arginin entsteht Stickstoffmonoxid, ein Kampfgas der Makrophagen.
  • Die Aminosäure Glutamin ist Nährsubstrat für alle sich schnell teilenden Zellen, also auch für die Immunzellen.
  • Cystein ist für Aufbau, Konformation, Struktur und Funktion fast aller Peptide, Proteine und Enzyme wichtig, dies gilt insbesondere auch für die Immunzellen; Cystein ist erforderlich für die Glutathionsynthese, und dieses Molekül bestimmt letztlich das Millieu jeder Zelle.

Für das Nervensystem:

  • Aminosäuren haben Einfluss auf Stimmung, Gedächtnisleistung, Konzentration, Verhalten, Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen etc. und zwar aus folgenden Gründen: Bestimmte Aminosäuren sind die Vorstufen von Neurotransmittern wie Acetylcholin, GABA, Serotonin, Histamin oder der Katecholamine Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Die Aminosäuren Glutaminsäure, Asparaginsäure und Glycin fungieren auch selbst als Botenstoffe.
  • Die Aminosäure Cystein hat einen entzündungshemmenden und antioxidativen Effekt und damit einen Einfluss auf neurodegenerative Erkrankungen wie z.B. M. Alzheimer

Für das Herz-Kreislauf-System:

  • Arginin übt vielfältige gefäßschützende Funktionen aus: Es vermindert die Verklumpung von Blutplättchen und das Anhaften der Monozyten an den Gefäßwänden. Außerdem bewirkt Arginin als Vorstufe von Stickstoffmonoxid die Weitstellung der Blutgefäße.
  • Taurin ist eine wichtige Aminosäure für das Herz-Kreislauf-System. Es stabilisiert den Herzrhythmus, verbessert die Herzmuskelkraft und wirkt leicht blutdrucksenkend und blutverdünnend.


Diese wenigen Beispiele zeigen die vielfältigen Funktionen einzelner Aminosäuren auf. Natürlich sind für die einzelnen Organfunktionen meist weitere Aminosäuren von Nutzen, und es profitiert der gesamte Stoffwechsel, wenn dem Körper alle Aminosäuren in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Wichtig ist, vor einer Therapie mit Aminosäuren, den persönlichen Bedarf anhand einer genauen Blutuntersuchung festzustellen, da sich bei einer ungezielten Substitution einzelner Aminosäuren leicht ein Aminosäuren-Ungleichgewicht einstellen kann, was sich dann wiederum nachteilig auf die Gesundheit auswirken kann.

Welche Aminosäuren bei welchen Beschwerden relevant sind und getestet werden sollten, können Sie gerne mit uns abstimmten.

Wir führen seit vielen Jahren Aminosäurenbestimmungen via HPLC (High-performance liquid chromatography) durch, einem sehr feinen Messverfahren. Sie erhalten von uns mit dem Analysenergebnis eine Therapieempfehlung. Meist erstellen wir eine Rezeptur für eine Aminosäuren-Pulvermischung.

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