Arginin, Ornithin und Lysin gelten als Stimulantien des Wachstumshormons, das die Fettmobilisierung und Fettverbrennung fördert, erläutert Professor Spona. Phenylalanin stimuliert die Produktion eines weiteren Hormons, nämlich die des Cholecystokinins. Der in der Darmschleimhaut gebildete Botenstoff wirkt als Regulator von Hunger und Appetit. Die Bildung von Cholecystokinin in den Darmzellen löst die Weiterleitung eines Reizes an das Gehirn aus, die Sättigung signalisiert und eine weitere Nahrungsaufnahme stoppt.

Vorteile einer Aminosäuren-Gabe bei einer Gewichtsreduktion, die unter ärztlicher Aufsicht und Begleitung durch Diätassistenten oder Ernährungswissenschaftler erfolgen sollte, bestehen außerdem in einem Ausgleich der Stickstoffbilanz sowie einer Vermeidung von Muskelabbau und dem Jo-Jo-Effekt.

Trotz dieser vielversprechenden Wirkungen sind Aminosäuren dennoch kein Wunder- oder Allheilmittel im Kampf gegen Übergewicht. Abnehmwillige müssen Kalorien einsparen und sich viel bewegen. Nur dann können Aminosäuren die Pfunde leichter purzeln lassen, betont Professor Dr. Jürgen Spona abschließend.

Quelle:
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
2006

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