Für viele Schulkinder sind die Ferien bald vorbei, und die Schule geht wieder los. Deshalb einige Studien, die sich mit Mikronährstoffen und Hirnleistungsfähigkeit bei Kindern beschäftigen.


Verbessert Zink die Gedächtnisleistung?

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten den Effekt von Zink auf die Hirnleistungsfähigkeit von 45 gesunden Kindern im Alter von sechs bis acht Jahren. Die Kinder erhielten über einen Zeitraum von sechs Monaten entweder 20 mg Zinksulfat oder ein entsprechendes Placebopräparat täglich. Vor und nach der Studienphase wurde der Raven-IQ-Test durchgeführt. Das Ergebnis der Studie zeigte einen positiven Zusammenhang zwischen der Verabreichung von Zink und einigen Aspekten der intellektuellen Entwicklung und von Persönlichkeitsmerkmalen. Zink spielt also für den normalen psychologischen Status von Kindern eine wichtige Rolle.

Referenz:
Ezzat Khodashenas, Ashraf Mohammadzadeh et al.: The Effect Zinc Supplementation on Cognitive Performance in Schoolchildren; International Journal of Pediatrics, Volume (3), No (6), Year (2015-8) , Pages (1033-1038)


Mikronährstoffe und kognitive Leistungsfähigkeit bei Schulkindern

Wissenschaftler aus Australien publizierten einen Übersichtsartikel zu randomisierten kontrollierten Studien, in denen der Einfluss von Mikronährstoffen auf Parameter der Hirnleistungsfähigkeit untersucht wurde. Acht von zehn Studien zeigten einen positiven Effekt einer Mikronährstoffsupplementierung auf die fluide Intelligenz, besonders bei Kindern, die zuvor einen Eisen- oder Jodmangel hatten.

Referenz:
Lam LF, Lawlis TR et al.: Feeding the brain - The effects of micronutrient interventions on cognitive performance among school-aged children: A systematic review of randomized controlled trials; Clin Nutr. 2016 Jun 23.

 

Eisenmangelanämie und Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern

Eine Eisenmangelanämie ist die häufigste hämatologische Störung im Kindesalter. Wissenschaftler aus Indien führen bei 30 Kindern mit Eisenmangelanämie und bei 30 gesunden Kontrollpersonen einen Intelligenztest durch. Sie konnten nachweisen, dass der mittlere Intelligenzquotient bei Kindern mit Eisenmangelanämie signifikant niedriger war als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Urmila Chauhan, Sandeep Golhar, Pravin Dahake: Correlation between Iron Deficiency Anemia and Cognitive Achievement in School Aged Children; Annals of International Medical and Dental Research, Vol (2), Issue (4)


Zusammenhang zwischen Depression und Vitamin-D-Spiegel bei Heranwachsenden

Ein bis sechs Prozent der Heranwachsenden leiden unter Depressionen. Bei Erwachsenen mit Depressionen wurden auch erhöhte Spiegel des Parathormons nachgewiesen. Türkische Wissenschaftler untersuchten in zwei Kinderkliniken die Häufigkeit von Depressionen sowie die Vitamin-D- und Parathormonspiegel.

Die Häufigkeit depressiver Symptome war bei verminderten Vitamin-D-Spiegeln und erhöhten Parathormonspiegeln erhöht - unabhängen von andern Faktoren.

Die Autoren der Studie empfehlen, dass bei Heranwachsenden unbedingt auf den Vitamin-D-Spiegel geachtet werden sollte.

Referenz:
Müsemma Karabel, Şeref Şimşek et al.: The Association between Depression and Vitamin D and Parathyroid Hormone Levels in Adolescents; Int J Pediatr, Vol.4, N. 2, Serial No.26, Feb 2016

 

Anmerkung:

Wenn man bedenkt, dass das Gehirn über 100 Milliarden Nervenzellen verfügt, und jede einzelne mit hunderten oder tausenden anderen Nervenzellen verbunden ist, kann man nur erahnen, wie gewaltig dieses neuronale Netzwerk ist.

Das Gehirn hat einen sehr hohen Energiebedarf und damit einen sehr hohen Glukoseverbrauch, aber auch zahlreiche Mikronährstoffe wie z.B. Vitamin B1, Carnitin, Coenzym Q10 oder Magnesium sind für die Energieversorgung der Nervenzellen unerlässlich.

Die Botenstoffe sind bekanntlich jene Biomoleküle, die die Signale zwischen den einzelnen Nervenzellen vermitteln. Auch hier sind Mikronährstoffe essenziell. Aus Aminosäuren werden, auch mit Unterstützung weiterer Mikronährstoffe, die Botenstoffe bzw. Neurotransmitter gebildet. Aus der Aminosäure Serin entsteht z.B. Acetylcolin, eine Aminosäure, die wichtig für das Lernen ist; aus der Aminosäure Tryptophan das Serotonin, ein Botenstoff, der die Stimmung reguliert.

Das Gehirn benötigt also eine Vielzahl an Mikronährstoffen, die für eine optimal Gehirnleistung in einer ausreichenden Konzentration zur Verfügung stehen müssen. Und das ist leider nicht immer der Fall.

Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Hirnstoffwechsel fehlen, hat sich der DCMS-Neuro-Check als Basisanalyse auch zur Verbesserung der Hirnleistungsfähigkeit bewährt.

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