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Meeresfisch ist bekanntlich stark mit Quecksilber belastet. Nichtsdestotrotz werden jährlich ca. 80 Mio. Tonnen Fisch gefangen. Je mehr quecksilberkontaminierter Fisch verzehrt wird, desto höher ist folglich das Risiko für eine Quecksilberbelastung des Organismus, was natürlich für Schwangere und Kinder besonders verhängnisvoll sein kann. Bei einer wöchentlichen Aufnahme von 1,6 Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Körpergewicht ist die extrem toxische Höchstmenge erreicht.

In einer Studie kanadischer Wissenschaftler wurde untersucht, in welchen Ländern die Menschen am meisten von einer Quecksilbertoxikation betroffen sind. Für die Auswertung hatten die Wissenschaftler anhand der Fangquoten von 1950 bis 2014 die Quecksilbermengen der Fische aus diesem Zeitraum ermittelt. Die gesamte Quecksilbermenge aus Meeresfisch wurde dann mit Angaben zum wöchentlichen Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten aus 175 Ländern zwischen 1961 und 2011 kombiniert, um die Pro-Kopf-Aufnahme von Methylquecksilber auszumachen.


Die Menschen in den Malediven, in Island, Malaysia, Litauern und Japan sind dem Risiko für eine Quecksilberbelastung vornehmlich ausgesetzt. Die Schweiz, Deutschland und die USA liegen auf den Plätzen 101, 102 und 195. Das Risiko für eine Quecksilberbelastung der Bevölkerung wird hier aufgrund einer geschätzten Pro-Kopf-Aufnahme von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht als geringer eingestuft.

Unter dem Strich kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Menschen in 66 von 175 untersuchten Ländern höhere Mengen an Methylquecksilber aufnehmen können, als für die Entwicklung von Föten als sicher eingestuft wird.

Große Mengen an Methylquecksilber können die Blut-Hirn-Schranke überwinden und die Hirnentwicklung beeinträchtigen. Das ist natürlich für Föten und Kinder besonders fatal und folgenschwer.

Die Forscher geben Hinweise über die Zubereitung von Fisch, um die Aufnahme von Methylquecksilber zu minimieren, z. B. durch die Kombination von Fischmahlzeit und Polyphenole.

Fazit:
In Anbetracht dessen, dass eine Quecksilberbelastung gravierende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann, appellieren wir auf eine starke Einschränkung des Fischverzehrs, besser sogar Verzicht, – auch unter Berücksichtigung der massiven rücksichtslosen Überfischung der Weltmeere.
Auch wenn in Deutschland das Risiko für eine Quecksilberbelastung als nicht so bedeutsam eingestuft wird als in Ländern, wo bedeutend mehr Fisch konsumiert wird, heißt es keinesfalls, dass der Fischverzehr bedenkenlos ist. Hier gilt ebenso: Je mehr Meeresfisch und Meeresfrüchte gegessen werden, desto höher ist das Risiko für eine Quecksilbervergiftung.

Referenz:
aponet.de. 09.05.2018: Viel Fisch gleich viel Quecksilber

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