Bei 104 Patienten mit chronischer umweltbedingter Quecksilbervergiftung wurde die Nervenleitgeschwindigkeit untersucht. Die Patienten mit älterem Lebensalter und mehr Arbeitsjahren hatten eine höhere Rate an unnormalen zensorischen Nervenleitgeschwindigkeiten. Die Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit könnte also eine wichtige Methode sein zum frühen Nachweis von chronischen peripheren Nervenschäden in Folge Quecksilbervergiftung. Das Ausmaß der Nervenschäden erhöhte sich mit der Zeitspanne der Quecksilberexposition. Außerdem bestand ein Zusammenhang zwischen der Quecksilberausscheidung im Urin und Nervenschäden.

Referenz:
Li L, Jiang B et al.: Change in peripheral nervous conduction velocity in patients with occupational chronic mercury poisoning and related influencing factors; Zhonghua Lao Dong Wei Sheng Zhi Ye Bing Za Zhi. 2017 Aug 20;35(8):598-602.

In einer prospektiven Langzeitstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration im Vollblut und den Sprachfähigkeiten mit vier, sechs, zehn und zwölf Jahren untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass erhöhte Bleikonzentrationen im Vollblut in den ersten Lebensjahren Jahre später mit schlechteren Sprachfähigkeiten assoziiert war.

Referenz:
Barbara A. Lewis, Sonia Minnes et al.: Blood lead levels and longitudinal language outcomes in children from 4 to 12 years; Journal of Communication Disorders, Available online 10 January 2018

Erhöhte Konzentrationen von Blei sind bei Bleiarbeitern mit oxidativem Stress assoziiert. Bisher war aber nicht bekannt, inwieweit eine niedrige Bleiexposition bereits zu einer Verschiebung des Redoxstatus führt. US-Wissenschaftler untersuchten bei 282 gesunden Erwachsenen in Long Island, inwieweit Metalle den GSH-Redoxstatus beeinflussten. Eine erhöhte Bleiexposition war mit einem niedrigeren Verhältnis von GSH/GSSG assoziiert. Außerdem führten höhere Bleispiegel zu niedrigeren GSH-Werten.

Referenz:
Vacchi-Suzzi C, Viens L et al.: Low levels of lead and glutathione markers of redox status in human blood; Environ Geochem Health. 2017 Oct 23.

Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete am 20.01.2018, dass Wildschweinfleisch zu den am höchsten mit Blei belasteten Lebensmitteln gehört. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung besteht ein erhöhtes Risiko für Verbrauchergruppen, die Wild verzehren – insbesondere in Jägerhaushalten. Ungeborene und Kinder bis sieben Jahre sind besonders durch Blei gefährdet, weil bereits eine geringe Bleiaufnahme zu Gesundheitsschäden führen kann. Nach wie vor ist Wildschweinfleisch auch erheblich mit Cäsium kontaminiert, da Wildschweine gern Hirschtrüffel fressen, das radioaktives Cäsium aus dem Waldboden anreichert.

Referenz:
rnz.de, 20.02.1018: Cäsium und Blei im Wildschwein-Braten

Back to top