Analysen des Chemischen Untersuchungsamtes Münster entdeckten Aluminium in Tattoo-Farbe. Das wurde jetzt auf einer Fachtagung der Lebensmittelchemischen Gesellschaft in Mönchengladbach bekanntgeben. Der Leiter der Arbeitsgruppe des Chemischen Untersuchungsamtes Christophe Goldbeck und sein Team untersuchten 40 verschiedene Tätowiermittel aus dem Handel, von Importeuren und aus Tattoo-Studios in und um Münster.

Obwohl Aluminium nicht in der Zutatenliste aufgeführt wurde, konnte bei jeder fünften Probe größere Mengen an Aluminium gemessen werden - zum Teil machte der Aluminiumgehalt bis zu einem Prozent des Tätowiermittels aus. Die Tatowierfarbe mit den höchsten Aluminiumkonzentrationen erhielt immer auch Schelllack.

Da die Tätowierfarbe direkt unter die Haut gespritzt wird, geht zum einen die Barriereschutzfunktion der Haut verloren, zum anderen kann sich das Aluminium unter der Haut verteilen. Was dies für gesundheitliche Folgen hat, ist noch nicht abzuschätzen. Aluminium steht u.a. im Verdacht, krebserregend zu sein und wird mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung gebracht.

Referenz:
deutschlandfunk.de, 05.04.2016: Aluminium unter der Haut

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