Nachdem in den letzten Monaten eine hohe Arsenbelastung in Reis und Reisprodukten ermittelt wurde, gibt es jetzt eine Reihe von weiteren Lebensmitteln, vor dessen Verzehr aufgrund erhöhter Arsenkonzentrationen gewarnt wird. Zu den Risikolebensmitteln gehören laut Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Milch, Milchprodukte, Trinkwasser, Kindernahrung und Getreidebreie.

Arsen kommt als natürlicher Bestandteil auch in deutschen Böden und Gesteinen vor, vor allem im mittleren und südlichen Teil Deutschlands und Europas.

Kleinkinder sind hierbei am meisten gefährdet. Sie nehmen durchschnittlich 0,61 und 2,09 Mikrogramm Arsen pro Kilogramm Körpergewicht auf, ein Bereich, der bereits als krebserregend eingestuft wird, so Ursula Grundert Remy von der Berliner Charité und Kollegen.
Des weiteren:  "Die Belastung durch anorganisches Arsen stellt ein Risiko für die europäische Bevölkerung dar - vor allem für kleine Kinder. Maßnahmen, um diese Belastung zu senken, sind daher dringend erforderlich."

Aber auch Erwachsene können den maximalen Grenzwert schnell überschreiten. Die Wissenschaftler stellen fest, dass eine Reduzierung des Reiskonsums zur Verringerung der Arsenaufnahme in der europäischen Bevölkerung in der Regel nicht ausreicht, weil der Großteil der Belastung von anderen Lebensmitteln ausgeht wie Getreide, Milch und Milchprodukte.
"Eine Priorität muss es daher sein, die Arsenmengen in den Lebensmitteln zu senken, die in Europa am meisten zur Belastung beitragen", so das Wissenschaftsteam um Gundert-Remy. Die Wissenschaftler fordern für die arsenbelastete Lebensmittel-Gruppen mehr regulatorisches Handeln."

Arsen kann zu chronischen Vergiftungserscheinungen führen, Haut und Organe schädigen und den Stoffwechsel beeinflussen. Bei einer täglichen Arsenaufnahme von 0,3 bis 8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht steigt das Risiko für Lungen-, Haut- und Blasenkrebs um ein Prozent.


Referenz:
Scinexx.de: Forscher warnen vor Arsen in Lebensmitteln

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