Deutschlands 2.300 Badegwässer gelten als hygienisch sauber und damit für den Menschen als ungefährlich. Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Wie aus dem Report "Daten zur Umwelt" des Umweltbundesamtes hervorgeht, sind die deutschen Gewässer in einem desaströsen Zustand, was die chemische Beschaffenheit anbelangt. Gerade einmal 10 Prozent erfüllen die strengen ökologischen Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Zu den Gewässern mit den größten Problemen gehören die Elbe, die Spree, der Rhein, die Werra und das Steinhuder Meer. Die Quecksilberbelastung ist nirgends so hoch wie in der Elbe, wobei nahezu flächendeckend in Deutschland am Boden der Flüsse Quecksilber lagert. Das Schwermetall stammt aus den Industriekombinaten der früheren DDR und führt dazu, dass noch im Hamburger Hafen der Quecksilbergehalt erhöht ist und ausgebaggerter Schlamm als Sondermüll entsorgt werden muss.

Referenz:
welt.de, 31.08.2015: Das sind die fünf dreckigsten Gewässer Deutschlands

Anmerkung:
Was die Badequalität von Gewässern anbelangt, sollte man sich also nicht täuschen lassen, da sich die Badequalität an der hygienischen Sauberkeit orientiert und nicht am chemischen Zustand der Gewässer.

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