US-Wissenschaftler bestimmten bei 58.650 Kindern in Chicago die Vollblutkonzentrationen in den Jahren 1994 bis 1998 und untersuchten später bei diesen Kindern die Schulleistungsfähigkeit in der dritten Grundschulklasse. Dabei zeigte sich, dass bereits Vollblut-Bleikonzentrationen unter 100 µg/l die Lesefähigkeiten und die mathematischen Leistungen beeinträchtigten. Für je 50 Mikrogramm pro Liter Anstieg der Bleikonzentration kam es zu einer 32-prozentigen Minderung der Leseleistung und der Leistungen in Mathematik. Die Wissenschaftler schätzten, dass 13 Prozent der Lesestörungen und 14,8 Prozent der schlechten Mathematikleistungen auf Blei-Vollblutkonzentrationen zwischen 50 und 90 µg/l zurückzuführen sind. Die Vermeidung einer Bleibelastung in der frühen Kindheit sei von zentraler Bedeutung für die Verbesserung der Schulleistungsfähigkeit.

Referenz:
Evens A, Hryhorczuk D et al.: The impact of low-level lead toxicity on school performance among children in the Chicago Public Schools: a population-based retrospective cohort study; Environ Health. 2015 Apr 7;14:21.

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