Kartoffel 200Lebensmittel sollten keinesfalls in Alufolie gegart werden. Die Gefahr einer Kontamination von Speisen mit Aluminium wurde erneut getestet - diesmal vom NDR. Es wird insbesondere auch davor gewarnt, säurehaltige oder salzige Lebensmittel in Alufolie einzupacken.

Aluminium vermag das Nervensystem zu schädigen und wird mit der Entstehung der Alzheimererkrankung in Verbindung gebracht. Forscher haben herausgefunden, dass Aluminium den Abtransport von schädlichen Eiweißen aus dem Gehirn nicht nur behindert, sondern sich sogar mit ihnen verbindet. Aluminium steht im Verdacht, die Fruchtbarkeit zu stören und embryonale Zellen zu schädigen. Immer wieder werden hohe Aluminiumkonzentrationen im Blut mit Brustkrebs in Zusammenhang gebracht.

Bei der Testreihe, die im Auftrag des NDR-Magazins "Markt" durchgeführt wurde, wurden in einem Labor Alufolien hinsichtlich Kontamination mit Lebensmitteln überprüft.

Dazu wickelten die Labormitarbeiter Speisen in Alufolien verschiedener Hersteller ein und garten diese, so wie es in Haushalten oft gemacht wird, im Ofen. Getestet wurde das Markenprodukt eines namhaften Herstellers sowie jeweils einer Supermarkt- und einer Discounter-Eigenmarke. Die Höchstwerte fanden die Forscher in drei Spargelproben; sie maßen Werte von 15 bis 27 Milligramm Aluminium pro Kilogramm. Das sind hohe Aluminium-Mengen. Beim Verzehr von einem halben Kilogramm Spargel würde man die erlaubte Tageshöchstmenge erreichen oder überschreiten.

Der erlaubte Grenzwert für die Aufnahme von Aluminium liegt bei einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Woche. Wenn jemand also 60 Kilogramm wiegt, wären 8,6 Milligramm Aluminium die Tageshöchstdosis.

Auf den Verpackungungen der Alufolien wird davor gewarnt, die Folien für säure- und salzhaltige Lebensmittel zu verwenden, gleichzeitig sollen die abgebenen Aluminiumteilchen nicht gesundheitsschädlich sein. Der Toxikologe Edmund Maser von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erklärt, dass letztere Aussage nicht richtig ist und auf den Verpackungen gestrichen gehört.

Die "Markt"-Redaktion kritisiert, dass sie trotz Warnhinweise auf der Verpackung bezüglich des Einsatzes der Folien bei salz- und säurehaltigen Speisen, auf den Internetpräsenzen aller drei Hersteller Kochrezepte für salz- und säurehaltige Mahlzeiten gefunden haben.

Der Toxikologe Edmund Maser erläutert, dass Aluminium von verschiedenen Quellen aufgenommen wird, hauptsächlich durch Nahrungsmittel  und Antitranspirantien. Dadurch wird alleine schon der erlaubte Grenzwert der EFSA überschritten. Er empfiehlt deshalb, die Aluminiumaufnahme, wo man es selber in der Hand hat, zu minimieren.


Referenzen:
• scinexx.de: Vorsicht mit der Alufolie; 29.06.2015
• br.de: Gefährlich für die Gesundheit? 16.06.2015

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