Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor dem Verzehr von Reis und Reisprodukten. Der Grund: Reispflanzen nehmen hohe Mengen an anorganischen Arsenverbindungen auf. Dementsprechend hoch sind Reis und deren Produkte belastet.

Reis steht schon länger aufgrund seiner Affinität zu Arsen im Focus. Jetzt hat das BfR anhand der Verzehrgewohnheiten der deutschen Bevölkerung näher untersucht, wie hoch der Belastungsgrad hierzulande ist. Dazu verwendeten sie die Verzehrdaten aller Altersstufen, also von Säuglingen bis zu Erwachsenen. Anhand von ermittelten Arsenkonzentrationen in Reis und Reiserzeugnissen konnte so die Arsenbelastung der Bevölkerung aus diesen Lebensmitteln errechnet werden. Das Ergebnis dürfte die Lebensmittelindustrie weniger erfreuen: "Die Aufnahmemenge anorganischer Arsenverbindungen über Reis und Reisprodukte ist relativ hoch", so der BfR-Bericht. In Deutschland angebotene Reis- und Reisprodukte sind erheblich mit Arsen belastet. In manchen Reiswaffeln sollen besonders hohe Arsenwerte gemessen worden sein.

Das BfR warnt vor einem zu häufigen Verzehr von Reis und Reisprodukten, da anorganisches Arsen schon in geringer Konzentration als krebserregend einzustufen ist. Das BfR empfiehlt, Reiswaffeln, Reisflocken und Reisbrei nur in Maßen zu konsumieren und lieber mit anderen Lebensmitteln auszutauschen. Vor einer Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder mit Produkten wie Reismilch, Reisbrei etc. wird gewarnt.

Besonders besorgniserregend ist, dass man den Reis und dessen schön verpackte Produkte den gefährlichen Inhaltsstoff nicht ansieht. Der Arsengehalt muss nicht auf der Verpackung deklariert werden.

Referenz:
scinexx, 12.06.2015: Warnung vor Arsen im Reis

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