kraftwerk Kurt F. Domnik pixelio.deQuecksilber gehört zu den gefährlichsten Umweltgiften überhaupt. Obwohl das Gefahrenpotential dieses Schwermetalls bekannt ist, gelangt es u.a. auch ohne Umweltkatastrophe tagtäglich in großem Stil auf legalem Weg in die Umwelt. Kohlekraftwerke, insbesondere auch deutsche, stoßen gewaltige Mengen an Quecksilber aus. Die Quecksilberausbringung von Braunkohle- und Steinkohlekraftwerke machten in den Jahren 2010 bis 2012 etwa 70 Prozent der Gesamtemissionen aus.

Über das Spritzen von Pestiziden kommt ebenfalls Quecksilber ganz legal auf unsere Felder und wird u.a. über die Nutztiere aufgenommen. Große Mengen an Quecksilber stammen u.a. auch von der Zementproduktion, der Erzgewinnung oder auch von Müllablagerungen und landen letztlich auch im Ozean, wo Fische und andere Meerestiere das Schwermetall aufnehmen und einlagern. Nach Untersuchungen der EFSA ist der Anteil von Methylquecksilber in Fischen mit rund 90 Prozent am Gesamt-Quecksilber sehr hoch. Mikroorganismen wandeln das ins Wasser eingebrachte Quecksilber in Methylquecksilber um, was dann über die Fische aufgenommen wird. Besonders quecksilberbelastet sind Zacken- und Torpedobarsch, Atlantischer Sägebauch Speerfisch, Schwert- und Haifisch aber auch Königsmakrele, Heilbutt, Meerforelle, Blaubarsch, Hummer und Thunfisch...weiter

Wie Forscher des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) festgestellt haben, können manche Kaffee- und Espressomaschinen höhere Mengen an Blei freisetzen als erwünscht. Insbesondere setzten einige Siebträger-Espressomaschinen nach dem Entkalken höhere Mengen an Blei frei. Die Forscher konnten auch beobachten, dass die Metallfreisetzung von der ersten bis zur fünften Probe innerhalb eines Tages abnahm. Spülvorgänge konnten die Konzentration verringern. Das BfR empfiehlt daher, die grundsätzliche Durchführung von Spülschritten bei Siebträger-Espressomaschinen. Nach dem Entkalken sollten diese Spülschritte wiederholt werden.

Referenz:
aponet.de, 19.11.2015: Unerwünschtes Plus: Wann Kaffeemaschinen Blei freisetzen

Wissenschaftler aus Hongkong untersuchten bei Kindern im Alter zwischen sechs und neun Jahren die Quecksilberkonzentration im Vollblut sowie Selen und verschiedene Zytokine. Eine Quecksilberbelastung war negativ mit dem Interleukin-10-Spiegel assoziiert. Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Quecksilberkonzentration und den Spiegeln der anderen Zytokine.

Interleukin-10 ist ein wichtiges Regulatormolekül des Immunsystems, was vor allem die Entzündungsaktivität begrenzt.

Referenz:
Hui LL, Chan MH et al.: Impact of fetal and childhood mercury exposure on immune status in children; Environ Res. 2015 Nov 9;144(Pt A):66-72

Wissenschaftler aus dem Iran beschäftigten sich in einem Fachartikel mit dem Thema Quecksilberfreisetzung und elektromagnetische Felder. Die Verwendung elektromagnetischer Felder wie Mobiltelefone und Wi-Fi-Router hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Es besteht zunehmend Konsens darüber, dass die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern auch nachteilige gesundheitliche Effekte haben kann. In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass elektromagnetische Felder durch Mobiltelefone und auch durch Kernspintomographie zu einer vermehrten Freisetzung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen führen können. Bereits kleinste Mengen an Quecksilber vermögen toxische Wirkungen zu entfalten. Eine vermehrte Quecksilberfreisetzung durch elektromagnetische Felder könnte insbesondere für schwangere Frauen ein Risiko darstellen. Schwangere Frauen mit Amalgamfüllungen sollten die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern so gering wie möglich halten, um toxische Effekte von Quecksilber auf das ungeborene Kind zu vermeiden. Bekanntlich sind Kinder sehr vulnerabel gegenüber einer Quecksilberexposition.

Referenz:
Mortazavi G, Mortazavi SM: Increased mercury release from dental amalgam restorations after exposure to electromagnetic fields as a potential hazard for hypersensitive people and pregnant women; Rev Environ Health. 2015 Dec 1;30(4):287-92.

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