Reisfeld 200

Die katastrophalen Umweltbelastungen sind bekannt: Luft und Wasser sind mit Pestiziden, Schwermetallen etc. belastet, der rasante Wirtschaftsaufschwung in China hat deutlich seine Spuren hinterlassen.

60 Prozent des Grundwassers in China sind von schlechter bzw. sehr schlechter Qualität und kann aufgrund der Schadstoffbelastung nicht mehr als Trinkwasser verwendet werden. Das geht aus dem Jahresbericht des chinesischen Umweltministeriums hervor.  

Jetzt gab erstmals auch der chinesische Landwirtschaftsminister zu, dass etwa 40 Prozent der Agrarflächen mit Schadstoffen belastet sind. An die 46,6 Mio Hektar Ackerland sind mit Schwermetallen wie Cadmium, Nickel, Kupfer, Arsen, Quecksilber und Blei kontaminiert. Außerdem wurden auf den Feldern das verbotene Insektizid DDT und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) nachgewiesen. Noch im Frühjahr wurde die Situation verharmlost dargestellt und die belastete Agrarfläche mit etwa 20 Prozent beziffert.

Im Jahr 2013 testete die Lebensmittelaufsicht von Guangzhou verschiedene auf dem Markt erhältliche Reisproben auf Schwermetalle und wies in 50 Prozent der Proben Cadmium nach. Der untersuchte Reis stammte hauptsächlich aus der Provinz Hunan in Mittelchina. Bereits im Jahr 2012 waren dort die Böden hinsichtlich einer Schwermetallbelastung untersucht worden. Demnach waren nur 11 Prozent des Ackerlandes rückstandsfrei. Insgesamt sind 8 Schwermetalle nachgewiesen worden. Die Grenzwerte wurden teilweise bis zu 30 Prozent überschritten.

Die Provinz Guangzhou ist aufgrund ihrer Seen und Flüsse für Reisanbau bekannt. Allerdings werden im gleichen Gebiet auch Buntmetalle aus den Böden gewonnen. Dabei entstehen jährlich 50 Mio. Tonnen Abfall, deren Beseitigung nicht ganz lupenrein ist, und die Abwässer der Buntmetallmienen gelangen nicht selten via Flüsse ungefiltert auf die Reisfelder.

Das Problem ist, dass über die kontaminierten Reispflanzen das Cadmium auch in den Kreislauf des Menschen gelangt. Cadmium ist ein Gift, das u.a. Leber, Niere und Knochen schädigt. 

Referenz:
•    epochtimes.de, 07.11.2014: Chinas Agrarprodukte stammen zu 40 Prozent aus verseuchtem Boden
•    zeit.de, 23.04.2014: 60 Prozent von Chinas Grundwasser sind verschmutzt


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