Flip-flop Kurt pixelio 200

Wer gerne im Sommer Flip-Flops trägt, hat ein erhöhtes Risiko, einen Chemiecocktail über die Haut aufzunehmen. Der WDR hat ein Dutzend Flip-Flops verschiedener Preiskategorien in einem Labor hinsichtlich Lösungsmitteln, Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs) und Schwermetallen untersuchen lassen.

Das Ergebnis war weniger erfreulich: In sechs Flip-Flops wurden PAKs nachgewiesen, bei einem Paar war der Wert sogar extrem hoch. Es handelte sich um einen Kinder-Schuh der Marke Disney Pixar von KIK.

Obwohl PAKs krebserregend sind, gibt es bislang für PAKs in Plastikprodukten keine Grenzwerte. Das soll sich ab Ende 2015 ändern, dann wird ein Wert ab 1 mg/ kg PAK als besonders krebserregend eingestuft. Experten, die sich mit dem Thema befassen, halten diesen angestrebten Grenzwert viel zu hoch und fordern einen Grenzwert von 0,2 mg/ kg.

Bei allen zwölf Flip-Flops wurden Spuren von Lösungsmitteln nachgewiesen. Zwei Flip-Flops rochen enorm nach Acetophenon, einem Lösungsmittel, was Hautreizungen hervorrufen kann. Lösungsmittelrückstände in Plastikprodukten sind ein Zeichen schlechter Verarbeitung. An solchen Produkten haftet ein süßlich stechender Geruch.

Auch Schwermetalle wurden nachgewiesen: Vier Flip-Flops wiesen einen hohen Blei- und Chromgehalt auf.

Die Hersteller begründeten die schlechten Laborergebnisse damit, dass es keine gesetzlichen Grenzwerte für die Schuhe gäbe und ihre Schuhe damit in Ordnung seien.

Der WDR rät, vor dem Kauf von Flip-Flops an den diesen zu schnüffeln, und wenn die Schuhe einen süßlich unangenehmen Geruch ausströmen, lieber die Finger (Füße) davon zu lassen.

Referenz:
wdr2.de, 03.07.2014: Chemie im Schuh

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