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Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass Kinder vor möglichen Gesundheitsgefahren weitgehend geschützt werden. Deshalb ist es absolut unverständlich, dass man Spielsachen produziert, die gefährliche Stoffe beinhalten, die die Gesundheit des Kindes nachhaltig schädigen können.

Seit Jahren wird vor schwermetallbelastetem Spielzeug, insbesondere aus Asien, gewarnt. Und Deutschland sträubt sich schon seit Monaten, die von der EU festgelegten Schadstoffgrenzwerte für Spielzeug anzuerkennen. Die Bundesrepublik hatte gegen die Anerkennung der EU-Grenzwerte geklagt, da die deutschen Grenzwerte wesentlich strenger sind. Jetzt ist es aber amtlich: Nach einem EU-Urteil muss Deutschland die EU-Grenzwerte akzeptieren. Damit sind jetzt die Kinder noch weniger vor einer Schadstoffaufnahme durch Spielzeug geschützt.

Spiegel online hat mit Wolfgang Döring gesprochen, er überprüft Spielzeug bezüglich Schadstoffe und ist Mitglied im Verein Spiel Gut. Er warnt vor Spielzeug aus Asien, da dieses Spielzeug tendenziell höher belastet ist als von europäischen Herstellern. Bei Spielsachen aus europäischer Produktion sei zwar die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Grenzwerte eingehalten werden, allerdings könnten auch Teile enthalten sein, die nicht aus Europa stammen.

Leider gibt es auch kein Siegel, das Sicherheit vermittelt - da hilft auch nicht eine Auszeichnung wie "TÜV-schadstoffgeprüft", da man nicht weiß, was eigentlich getestet wurde. Auch ein Öko-Siegel garantiert keine Ungefährlichkeit. So könnte durchaus ein Holzspielzeug mit einem Lack versiegelt sein, der Schwermetalle enthält. Döring empfiehlt zudem von Spielzeug, das chemisch riecht, lieber die Finger zu lassen.

Referenz:

  • spiegel.de, 14.05.2014: So gesundheitsschädlich sind Schwermetalle
  • spiegel.de, 14.05.2014: Deutschland muss Grenzwerte für Schwermetalle in Spielzeug anpassen

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