Quecksilber gehört zu den gefährlichsten Schwermetallen überhaupt. Nicht ohne Grund verabschiedeten am 19. Januar 2013 die Vereinten Nationen eine Konvention zur Eindämmung der Quecksilberemissionen. Der industrielle Einsatz von Quecksilber soll in Zukunft erheblich eingeschränkt werden, und für die Lagerung und Behandlung von quecksilberhaltigen Abfällen sollen Mindeststandards formuliert werden.

Quecksilber ist ein flüssiges, sehr flüchtiges Schwermetall, das sich in der Atmosphäre leicht ausbreitet. In der Antarktis – weitab von der Herkunftsquelle – wird das jährliche Quecksilberaufkommen auf etwa 200 Tonnen eingestuft...weiter

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Von Quecksilber soll in Zukunft Abstand genommen werden. Vier Jahre lang ist über einen globalen Umweltvertrag zur Vermeidung von Quecksilber verhandelt worden. Anfang Oktober haben knapp 100 Staaten im japanischen Minamata die Quecksilberkonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet. Von 2020 an soll Quecksilber nicht mehr gefördert, exportiert oder gehandelt werden. Der Ort Minamata verdankt seine traurige Berühmtheit der Tatsache, dass dort Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts tausende Menschen mit Quecksilber vergiftet wurden. Die Opfer von Minamata leiden bis heute unter den Folgen der Chemiekatastrophe...weiter

Am 11. September 2013 berichtete die neue Züricher Zeitung, dass inzwischen auch in Vietnam das Trinkwasser zunehmend arsenbelastet ist.

Grund für die Arsenbelastung ist, wie auch in Indien und Bangladesh, eine Übernutzung des Grundwassers. Diese führt dazu, dass vermehrt Arsensalze ins Wasser gelangen, so dass die Arsenwerte teilweise zehn- bis fünfzigfach über dem von der WHO empfohlenen Grenzwerten liegen.

Referenz:
NCC.CH, 11.09.2013: Gefährdete Brunnen in Hanoi


Bei 957 Erwachsenen in Bangladesh, die an einer Fallkontrollstudie über Hautläsionen teilnahmen, wurde die Verbindung zwischen Arsenexposition und Typ-2-Diabetes untersucht. Dabei zeigte sich, dass selbst relativ geringe Arsenkonzentrationen im Trinkwasser mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert waren.

Referenz:
Pan WC et al.: Association of low to moderate levels of arsenic exposure with risk of type 2 diabetes in Bangladesh; Am J Epidemiol. 2013 Sep 18

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