Im Oktober 2008 wurde erstmals nachgewiesen, dass Fischöle in ihrer natürlichen Form hochkonzentriertes Arsen enthalten können. Von Wissenschaftlern der Universität Graz wurden öllösliche Arsenverbindungen nachgewiesen, die beim Abbau dasselbe Produkt wie wasserlösliche Arsenverbindungen erzeugen.


Referenz:
pressetext.austria; 21.10.2008: Verdacht auf giftige Arsenverbindung in Fischöl

Im Juli 2008 konnte man in süddeutsche.de nachlesen, dass Reis unter Umständen sehr viel Arsen enthält. Bekanntlich enthalten die Böden verschiedener Regionen Asiens sehr viel Arsen, z.B. in Bangladesh. In gefluteten Reisfeldern nehmen die Pflanzen das Gift aus der aufgeschwemmten Erde auf. Die Experten diskutieren jetzt, ob Reis aus Indien oder Californien, der wenig Arsen enthält, eventuell mit den arsenreichen Reissorten gemischt werden könnte.

Referenz:
süddeutsche.de, 16.07.2008: Gift im Korn

Forscher der University of Cincinnati untersuchten zwischen 1979 und 1984 die Blutwerte von Schwangeren aus besonders bleibelasteten Stadtvierteln, deren Häuser mit alten Wasserrohren und häufig auch mit bleihaltiger Wandfarbe ausgestattet waren. Das Blut der 376 Neugeborenen wurde anschließend regelmäßig kontrolliert, bis die Kinder sechseinhalb Jahre alt waren. Eine Langzeitbeobachtung ergab, dass erhöhte Bleiwerte vor der Geburt und in den ersten Lebensjahren tatsächlich mit höheren Kriminalitätsraten und häufigeren Gefängnisaufenthalten korrelierten.


Referenz:
Welt online, 27. Mai 2008: Bleibelastung im Babyalter fördert Hang zu Gewalt

Millionen Menschen sind von erhöhten Konzentrationen von Arsen im Trinkwasser gefährdet. Dies ist das Ergebnis einer Studie des „International Water und Sanitation Centre“ IRC. Von der Arsenbelastung sind 36 Länder auf allen fünf Kontinenten betroffen. In Europa ist das Wasser in Ungarn, Serbien und Kroatien sehr arsenhaltig. In Ungarn trinken mehr als eine Mio. Menschen Wasser, das den Arsengrenzwert der WHO bis zu dreißigfach überschreitet.

Besonders ausgeprägt ist das Arsenproblem in Bangladesh. Dort müssen schätzungsweise 12 Mio. Menschen arsenbelastetes Wasser trinken, da Arsen durch die Übernutzung der Grundwasservorkommen sogar in die Grundwasserlage eingedrungen ist. Auch Vietnam hat ein Arsenproblem. In asiatischen Ländern sind es vor allem natürliche Arsen-Vorkommen, die zu einer Belastung von Boden und Grundwasser führen. Viele Verfahren der Arsenentfernung sind in den armen Ländern kaum realisierbar; meist wäre die Bohrung von Tiefbrunnen eine mögliche Lösung, die aber an den finanziellen Möglichkeitenscheitert.

Früher verwendete man Arsen auch in Deutschland in großem Umfan  in der Industrie. Vor einigen Jahren wurden z.B. bei Schweinfurt extrem hohe Arsenmengen im Boden und im  Grundwasser gemessen. Dort wurde früher das arsenhaltige „Schweinfurter Grün“ hergestellt, das lange Jahre als Schutzanstrich für Schiffe Verwendung fand.


Referenz:
süddeutsche.de, 23.04.2007: Schleichende Vergiftung

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