schnee roland bamberger pixelio 200Eine Schwermetallbelastung in der frühen Kindheit führt zu einem höheren ADHS-Risiko. Das wurde in einer jüngst durchgeführten kanadischen Studie mit fast 300 Inuit-Kindern aus Nord-Quebec bestätigt.

Eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Inuit ist Beluga-Walfleisch, das sehr stark mit Quecksilber kontaminiert sein kann. Außerdem sind die Kinder einer erhöhten Bleibelastung über die Nahrung ausgesetzt, da die für die Nahrungsaufnahme getöteten Gänse und Enten mit Bleikugeln erlegt werden...weiter

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass die Schwermetalle Cadmium, Blei und Arsen über unterschiedliche pathophysiologische Mechanismen die Nieren schädigen. Blei erzeugt z.B. freie Radikale, wodurch dann der Transkriptionsfaktor NF-Kappa-B aktiviert und eine Entzündungsreaktion ausgelöst wird. Außerdem führt eine Bleibelastung zu vaskulärem oxidativen Stress, woraus letztlich eine Blutdruckerhöhung resultiert, die ebenfalls die Nieren schädigt.

Cadmium kann sich in den Nieren anreichern und entwickelt dort erhebliche toxische Wirkungen. Wenn die Cadmiumspeicher-Kapazität der Metallothioneine erschöpft ist, können freie Cadmiumionen Antikörper gegen die Metallothioneine erzeugen, die dann auch Nierenzellen schädigen.

Die ersten Symptome einer Schwermetallschädigung der Nieren zeigen sich in leicht erhöhten Verlusten von Eiweiß, Aminosäuren und Glukose und Harn.

 

Referenz:
Ernesto Sabath, M Ludivina Robles-Osorio: Renal health and the environment: heavy metal nephrotoxity; Nefrologia 2012; 32(3):XX

In einer großen koreanischen Gesundheits- und Ernährungsstudie zeigte sich bei koreanischen Männern ein signifikanter Zusammenhang zwischen den Blutkonzentrationen von Blei und Quecksilber und Zahnfleischentzündungen.

 

Referenz:
Kim Y, Lee BK et al.: Association between blood lead and mercury levels and periodontitis in the Korean general population: anaysis of the 2008-2009 Korean National Health and Nutrition Examination Survey data; Int Arch Occup Environ Healh. 2012 Jul 6

Wissenschaftler aus der Slowakai untersuchten bei 75 Mutter-Kind-Paaren die Konzentrationen von Quecksilber, Methylquecksilber sowie die Schilddrüsenhormone. Die mütterliche Quecksilberbelastung erwies sich als besserer Vorhersage-Indikator für den TSH-Spiegel bei Kinder als deren eigene Quecksilberbelastung. Mütter mit Amalgamfüllungen der Zähne hatten signifikant niedrigere T4- und fT4-Spiegel. Die fT4-Spiegel bei den Müttern von Buben korrelierten negativ mit den Quecksilberspiegeln derselben Mütter.

Insgesamt zeigten die Resultate der Studie, dass bereits eine niedrige Quecksilberbelastung den Schilddrüsenhormonstatus vor und nach der Geburt beeinflussen kann, in Abhängigkeit vom Geschlecht, dem sozio-ökonomischen Status und der Art der Quecksilberverbindung.

 

Referenz:
Ursinyova M et al.: The relation between human exposure to mercury and thyroid hormone status; Biol. Trace Elem Res. 2012 Mar 18

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok