Zur Anregung der körpereigenen Vitamin-D-Bildung in der Haut ist eine UV-B-Bestrahlung von mindestens 18 mJ/ cm2 erforderlich; manche Autoren sprechen sogar von 20 mJ/ cm2. Diese UV-B-Stärke wird z.B. in den USA nördlich des vierzigsten Breitengrades im Winter nicht mehr erreicht. In dem kürzlich erschienenen Buch „The Vitamin D Solution“ hat der renommierte Vitamin-D-Forscher Michael F. Holick auch verschiedene Tabellen publiziert, aus denen hervorgeht, wie lange man für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung in der Sonne sein muss. Zwischen dem 35. bis 50. Breitengrad findet in den Monaten November bis Februar keine Vitamin-D-Bildung über die Haut statt. Nördlich des 50. Breitengrades gibt Holick die Monate Oktober bis März als Vitamin-D-Wintermonate an.     

Deutschland liegt zwischen dem 47. und 52. Breitengrad; ab dem Ruhrgebiet Richtung Norden beginnt der Vitamin-D-Winter also schon im Oktober. Dies sollte man wissen, auch wenn in manchen Publikationen der letzten Wochen behauptet wird, mit der Herbstsonne könne man die Vitamin-D-Speicher für die Wintersaison auffüllen.

 

Referenz:
  • Michael F. Holick, Ph.D.; M.D.: The Vitamin D Solution; Hudson Street Press 2010
  • Bruce W. Hollis: Symposium: Vitamin D insufficiency: a significant risk factor in chronic diseases and potential disease-specific biomarkers of vitamin D sufficiency; JN The Journal of Nutrition, 2005

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