Bisher wurde ausgeschlossen, dass Nanopartikel aus Metalloxiden durch die Haut penetrieren können. Zinkoxidpartikel werden in größerem Umfang in Sonnenschutzmitteln verwendet. In einer Studie der australischen Macquarie University wurde nun an Versuchspersonen untersucht, ob Zink aus Sonnenschutzmitteln die gesunde Haut penetrieren kann. Dazu wurden zwei verschiedene Arten von Sonnencremes mit einem radioaktiven Zinkisotop versehen. Es konnte nachgewiesen werden, das der ganz überwiegende Teil von Zink nicht durch die Haut geht.
 
Ungeachtet dessen konnte das radioakive Zink aber im Blut nachgewiesen werden und stieg mit Dauer der Anwendung der Sonnencreme an. Bei der Sonnencreme mit den kleineren Zinkpartikeln wurde eine größere Aufnahmerate festgestellt, besonders bei den weiblichen Versuchspersonen.

Kommentar:
Die wichtigste Aussage dieser Studie ist, dass Nanopartikel unzweifelhaft durch die Haut gehen können. Dies mag im Fall von Zink harmlos und medizinisch unbedeutend sein, allerdings wirft das die Frage auf, welche anderen Nanopartikeln noch über die Haut aufgenommen werden und ob dies dann wirklich gesundheitlich unbedenklich ist.


Referenz:
Gulson B et al.: Small amounts of zinc from zinc oxide particles in sunscreens applied outdoors are absorbed through human skin; Toxicol Sci. 2010 Aug 12
 

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