Wissenschaftler der Universität Bonn verglichen 23 Patienten mit Panikstörungen mit einer Kontrollgruppe von 23 gesunden Personen in Bezug auf ihre Homocysteinkonzentrationen. Die Patienten mit Panikstörungen hatten höhere Homocysteinkonzentrationen im Blutplasma als die Kontrollgruppe. Außerdem korrelierte die Homocysteinkonzentration mit dem Schweregrad der Symptomatik. Die Wissenschaftler vermuten, dass das vermehrte Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bei ängstlichen Patienten auch über erhöhte Homocysteinkonzentrationen erklärt werden kann.

Der RDA-Wert für die Vitamin B12-Aufnahme beträgt 2,4 µg täglich, wobei es zunehmend Zweifel an der Richtigkeit dieser Empfehlung gibt. Dänische und US-amerikanische Forscher untersuchten jetzt den Zusammenhang zwischen der B12-Aufnahme und Biomarkern des B12-Status. Bei Personen mit normaler Aufnahme zeigten die Daten, dass erst bei einer Aufnahme von 4 bis 7 µg Vitamin B12 täglich ein adäquater Vitamin-B12-Status erreicht wird. Die empfohlene Aufnahme von 2,4 µg B12 ist selbst bei gesunden Personen zwischen 18 und 50 Jahren zu niedrig.

 

Referenz:
Mustafa Vakur Bor et al.: Daily intake of 4 to 7 µg dietary vitamin B12 is associated with steady concentrations of vitamin B12-related biomarkers in a healthy young popultaion; Am J Clin Nutr. 91: 571-577, 2010, First published January 13, 2010.

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