Spanische Forscher bestimmten bei Patienten mit der Diagnose unipolaren Depression die Konzentrationen von Folsäure und Vitamin B12 während ihres ersten Besuches in einer psychiatrischen Einrichtung.

An der Studie nahmen 82 Patienten teil, die zwischen 20 und 86 Jahre alt waren. 69 Patienten hatten niedrige Folsäurespiegel, das sind 84 Prozent aller Studienteilnehmer. Nur 4,8 Prozent der Probanden wiesen niedrige Vitamin-B12-Konzentrationen auf. Die Folsäurekonzentrationen lagen bei einem Mittelwert von 2,2 ng/ ml teilweise sehr niedrig. Besonders häufig war der Folsäuremangel bei therapieresistenten Patienten, so dass anzunehmen ist, dass der Folsäuremangel ein wichtiger Faktor für das schlechte Ansprechen der antidepressiven Therapie ist.

 

Referenz:
A. Doll et al.: P01-30 – Folate deficiency in outpatients with a diagnosis of unipolar depression in mental health center; 18th European Congress of Psychiatry. February 27, March 2, 2010

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