Wissenschaftler der Thüringischen Klinik Georgius Agricola in Saalfeld untersuchten, inwieweit Melatonin und Tryptophan ASS (Acetylsalicylsäure-) -induzierte Schleimhautläsionen vermindern können. Dies wurde an 30 Freiwilligen untersucht, die 11 Tage lang entweder nur ASS erhielten oder ASS in Kombination mit Melatonin oder Tryptophan. Die Magenschäden wurden am dritten, siebten und elften Tag der ASS-Verabreichung gastroskopisch untersucht. Erwartungsgemäß führte die Gabe von ASS zu einem deutlichen Anstieg von Magenschäden und zu vermehrten Blutverlusten. Die Zugabe von Melatonin oder Tryptophan reduzierte deutlich die ASS-Schäden.

Die Wissenschaftler schlossen aus dieser Untersuchung, dass Melatonin und seine Vorstufe Tryptophan in oraler Form Magenläsionen durch ASS signifikant mit zwei möglichen Mechanismen reduzieren können: Zum einen können Melatonin und Tryptophan einen direkten Schutzeffekt auf die Magenschleimhaut haben, zum anderen kann der Schutz dadurch erfolgen, dass durch Melatonin und Tryptophan vermehrt Gastrin freigesetzt wird.

 

Referenz:
Konturek PC et al.: Role of melatonin in mucosal gastroprotection against aspirin-induced gastric lesions in humans; J Pineas Res. 2010 May; 48(4): 318-23

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