Oxidativer Stress und chronische Entzündung gelten als Risikofaktoren für die Atherosklerose. Da Zink antientzündliche und antioxidative Eigenschaften besitzt, liegt die Vermutung nahe, dass es auch gegen die Arterienverkalkung schützen kann. Dies wurde von Wissenschaftlern der Wayne State University Detroit untersucht. Sie führten an 40 gesunden älteren Menschen im Alter zwischen 56 bis 83 Jahren eine randomisierte Doppelblindstudie durch. Eine Gruppe erhielt 55 mg Zink täglich über einen Zeitraum von 6 Monaten, die andere Gruppe ein entsprechendes Placebopräparat. Nach diesen 6 Monaten zeigten sich in der zinkbehandelten Gruppe erhebliche Veränderungen verschiedener Laborparameter: Anstieg der Zinkkonzentration und Verminderung der Konzentration von HsCRP, Interleukin-6, MCP-1, VCAM-1, Malondialdehyd und anderer Parameter. Statistisch ergab sich ein klarer Zusammenhang zwischen der Plasma-Zinkkonzentration und der Konzentration der genannten Laborparameter. In Zellkulturstudien konnten die Forscher nachweisen, dass Zink die Bildung von TNF-Alpha und IL-1-Beta sowie die Aktivierung von NF-Kappa-B vermindert, die Bildung antiinflammatorischer Proteine dagegen erhöht. Die Ergebnisse dieser Studie legen also nahe, dass Zink aufgrund seiner antiinflammatorischen und antioxidativen Eigenschaften einen Schutzeffekt gegen Atherosklerose ausübt.

 

Referenz:
Bao B et al.: Zinc decreases C-reactive protein, lipid peroxidation,and inflammatory cytokines in elderly subjects: a potential implication of zinc as an atheroprotective agent.

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