In einer belgischen Studie wurden die Plasmakonzentrationen von Coenzym Q10 bei 35 depressiven Patienten und 22 gesunden Kontrollpersonen bestimmt. Die Schwere der Erkrankung wurde durch die Hamilton depression rating scale und durch die Präsenz eines chronischen Müdigkeitssyndroms bestimmt. Die Coenzym-Q10-Konzentrationen bei den depressiven Patienten waren signifikant niedriger im Vergleich zur Kontrollgruppe. Über 50 Prozent der depressiven Patienten hatten Q10-Konzentrationen, die niedriger lagen als der niedrigste Q10-Wert bei den Kontrollpersonen. Die Q10-Konzentrationen waren bei Patienten mit einer therapieresistenten Depression und bei Patienten mit CFS im Vergleich zu anderen depressiven Patienten signifikant niedriger.
     
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass niedrige Q10-Konzentrationen eine Rolle bei der Pathophysiologie der Depression spielen könnten. Deshalb ist die Vermutung begründet, dass depressive Patienten von einer Q10-Supplementierung zu profitieren vermögen. Wichtig ist auch die Tatsache, dass niedrige Q10-Konzentrationen als Risikofaktor für KHK und Herzinsuffizienz anzusehen sind und bei Depressionen auch zu dem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen beitragen könnten.

 

Referenz:
Maes M et al.: Lower plasma coenzyme Q10 in depression: a marker for treatment resistance and chronic fatique in depression and a risk factor to cardiovascular disorder in that illness; Neuro Endocrinol lett. 2009, 30(40): 462- 9

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